Altbier-Metropole mit modernen Szenetreffs. Tipps für den Abend in Düsseldorf während der Interpack - prozesstechnik online

Tipps für den Abend in Düsseldorf während der Interpack

Altbier-Metropole mit modernen Szenetreffs

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Was tun in Düsseldorf nach Messeschluss? Wie wäre es mit einem Zug durch die Kneipen und Hausbrauereien der Altstadt? Oder einem Abend im traditionsreichen Kabarett Kom(m)ödchen? Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt am Rhein bietet viele Möglichkeiten.

Möchte man in Düsseldorf ausgehen, kommt man an der Altstadt nicht vorbei. In dem knapp einen halben Quadratkilometer großen Gebiet zwischen Rhein und Heinrich-Heine-Allee gibt es einfach alles. Wer feiern möchte, ist hier auf alle Fälle gut aufgehoben: Rund 260 Lokale, Pubs, Bars, Diskotheken und Restaurants konzentrieren sich auf so engem Raum wie in kaum einer anderen Stadt. Restaurants – vom Gourmet-Tempel bis hin zum libanesischen Falafel-Imbiss – bieten für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel das passende Gericht. Wer einfach nur einen Kaffee oder Cappuccino trinken möchte, hat in der Altstadt die Qual der Wahl. Zahllose Bars und Cafés laden zum Entspannen und Verweilen ein. In den Szenecafés am Stadtbrückchen, am Marktplatz und an der Mittelstraße trifft man sich zum Sehen und Gesehenwerden.

Einen besonderen Ruf, weit über die Stadt hinaus, genießt das Düsseldorfer Nachtleben. Die heißesten Clubs, die besten Cocktailbars, Irish Pubs und die berühmtesten Brauhäuser sind in der Altstadt beheimatet. Bolkerstraße, Kurze Straße und Berger Straße bilden die berühmte, von der Düsseldorfer Kultband „Die Toten Hosen“ schon oft besungene „längste Theke der Welt“. Mittwochs trifft man sich gleich hinter dem Grabbeplatz zum Tanzen oder zu einem gemütlichen Glas Altbier auf der Ratinger Straße. Zwischen der „Brauerei Füchschen“ und Bars wie dem „Lustwandel“ oder dem „Einhorn“ treffen sich allwöchentlich junge Leute vor und in den Lokalen.
An die längste Theke der Welt
Das für Düsseldorf so typische Altbier, oft einfach Alt genannt, ist eine dunkle obergärige Bierspezialität. Gebraut wird es meist aus mehreren unterschiedlichen Gerste- und Hopfensorten. Seine dunkle Farbe reicht von bernsteinfarben über kupferrot bis hin zu tief dunklem Braun. Die Farbgebung ist vom jeweiligen Malzanteil abhängig, durch den bei der Röstung Farbstoffe entstehen.
Der Name „Alt“ bezieht sich übrigens auf das Brauverfahren, das noch aus der Zeit stammt, als es noch keine Möglichkeiten der technischen Kühlung gab. Zur Herstellung von Bier wurde damals fast überall in Deutschland obergärige Hefe verwendet, die für die Umwandlung des Malzzuckers in Alkohol Temperaturen von 15 bis 20 °C benötigt. So war es auch während der warmen Jahreszeiten möglich, Bier zu brauen. Untergärige Hefe, die zum Beispiel für das Brauen von Pils eingesetzt wird, braucht Temperaturen von 4 bis 9 °C. Der hierfür notwendige Brauprozess wurde erst nach der Erfindung der Kältemaschine durch Carl von Linde 1873 ermöglicht. In Düsseldorf brauen die Hausbrauereien Füchschen, Schumacher, Schlüssel, Uerige und seit 2010 auch die Brauerei Kürzer Altbier. Seit 2007 produziert die Brauerei Uerige übrigens auch Whisky. Die Marke heißt „Baas“, das bedeutet auf rheinisch „Chef“. Drei Jahre reift die Spezialität in Fässern aus amerikanischer Eiche.
Originelle Locations zum Einkehren findet man auch beim Flanieren an der Rheinuferpromenade. Auf dem Schiff Canoo, das am Robert-Lehr-Ufer liegt, gibt es das beste Outdoor-Rheinpanorama einschließlich Sonnenuntergang. Im Schatten des alten Schlossturms hat man einen perfekten Blick auf den Rhein, Oberkassel und den Medienhafen. Natürlich kann man sich auch in eines der Cafés direkt an der Rheinuferpromenade setzen und die zahlreichen Rollerblader, Fahrradfahrer und Spaziergänger am Rheinufer beobachten.
Wer es etwas stylisher mag, geht in den Szenestadtteilen Flingern und Derendorf aus. Hier treffen sich Studenten und junge Künstler in den neuesten und angesagtesten Lounges. Abseits des Mainstreams kann man hier gut essen und trinken – etwa im trendigen „Cafe Hüftgold“ oder im Nooij mit Innenarchitektur im 60er Jahre Design. Beide findet man in Flingern.
Abtanzen in früheren Werbefilmateliers
Neben der Altstadt ist der Düsseldorfer Medienhafen die Top-Adresse für den Abend. Den Namen verdankt der ehemalige Industriehafen der großen Konzentration verschiedener Rundfunkanstalten. Neben diversen TV- und Radiosendern haben aber auch namhafte Werbe- und Fernsehagenturen, Mediengestalter und Designbüros ihren Hauptsitz hier. Auch in puncto Kulinarik spielt der Medienhafen in der ersten Liga: Vom exquisiten „Berens am Kai“ mit Michelin-Stern über die „goldigste“ Currywurst Düsseldorfs bis hin zum gemütlichen Cocktail am Abend – die Gastronomen haben sich auf ihre heterogene Klientel eingestellt, die sich am Tage aus Geschäftskunden und am Abend aus Szenegängern zusammensetzt. In den stylischen Räumen des früheren Werbefilmateliers „Rudas Studios“ oder im „Port Seven“ trifft man sich dann später zum Feiern.
Wer es hingegen etwas ruhiger angehen möchte, kann in einer der modernen Bars im Hafen einkehren. Das „Eigelstein“ ist das wohl einzige Lokal in Düsseldorf, das ausschließlich Kölsch und kein Altbier ausschenkt. Eine der nobelsten Locations ist die „Meerbar“, beherbergt im roten schiefen Gebäude von Star-Architekt Frank O. Gehry.
Architektonische Schmuckstücke
Die Gehry-Bauten gehören zu den bekanntesten Düsseldorfer Wahrzeichen. Dieses dreiteilige „Kunst- und Medienzentrum Rheinhafen“ ist asymmetrisch: Fenster scheinen sich nicht in die Fassade fügen zu wollen, ungleichmäßige Grundrisse und unterschiedliche Materialien verleihen den Gebäudeteilen einen individuellen Charakter und beeindrucken mit ihren kippenden Wänden und schiefen Türmen. Es gibt keine einzige gerade Wand. Dennoch fungiert der mittlere Teil als eine Art Verbindungselement, in dem sich der nördliche und südliche Partner spiegeln.
Architekturliebhaber kommen im Medienhafen noch weiter auf ihre Kosten: Direkt neben den Gehry-Gebäuden liegt das Grand Bateau des Architekten Claude Vasconi vor Anker. Die immobile Entsprechung zu einem großen, stolzen Ozeanriesen empfängt die Besucher an der Hafeneinfahrt mit maritimem Flair. Genutzt wird das „Schiff“ von der Landesanstalt für Medien NRW. In der Kaistraße finden sich weitere architektonische Schmuckstücke, beispielsweise das „Kai Center“, entwickelt von Döring und Partner, das „Port Event Center“ des Architekten Norbert Wansleben, das 16-geschossige „Düsseldorf Office Center Kaistraße“ von Joe Coenen sowie das „Sign!“ von Helmut Jahn und das „Hyatt Regency“ des Düsseldorfer Architekturbüros JSK.
Doch auch außerhalb des Medienhafens lohnt ein Blick auf die Architektur der Stadt: Direkt am Rhein, kurz hinter der Oberkasseler Brücke, liegt das vom Expressionismus geprägte Ensemble am Ehrenhof. Der weitläufige Komplex wurde 1925/26 um den bereits seit 1902 existierenden Kunstpalast herum erbaut. Dazu kamen nach den Plänen von Wilhelm Kreis weitere Ausstellungsgebäude, ein Planetarium und die Rheinterrassen. Hier befinden sich das Museum Kunstpalast, die Tonhalle sowie das NRW-Forum Düsseldorf.
In der Altstadt, genauer gesagt an der Heinrich-Heine-Allee, steht das 1922/23 erbaute Wilhelm-Marx-Haus, eines der ersten Bürohochhäuser Deutschlands. Auch hier hieß der Architekt Wilhelm Kreis, der bis 1926 Leiter der Abteilung Architektur an der Kunstakademie war. Benannt wurde das 57 m hohe Gebäude nach einem Düsseldorfer Oberbürgermeister. Das höchste Haus in Düsseldorf ist allerdings das 125 m hohe Arag-Hochhaus in Mörsenbroich. Nicht ganz so hoch, aber ebenso imposant im Stadtbild, sind der 108 m hohe Victoria-Turm in Golzheim und das 94 m hohe Dreischeibenhaus mit dem benachbarten Schauspielhaus am Gustaf-Gründgens-Platz.
Folgt man der Rheinuferpromenade in Richtung Rheinkniebrücke, so erscheinen nach einigen hundert Metern auf der linken Seite die beiden früheren Mannesmann-Gebäude. Das Hochhaus, vom Rhein aus gesehen rechts daneben, wurde in den 1950er Jahren erbaut und gehört mit 93 m zu den höchsten Gebäuden Düsseldorfs.
Perfekter Rundumblick
Weiter südlich am Rheinufer befindet sich der Landtag Nordrhein-Westfalens. Nach den Plänen der Architekten Eller, Maier, Walter und Partner wurde 1988 ein Rundbau fertiggestellt, der die Düsseldorfer Rheinfront prägt. Bloß einen Steinwurf entfernt steht das höchste Gebäude Düsseldorfs, der rund 240 m hohe Rheinturm. Die Aussicht aus dem sich drehenden Restaurant in über 172 m Höhe gehört zum Pflichtprogramm für Besucher der Stadt. Architekt des zwischen 1979 und 1982 komplett aus Stahlbeton erbauten Turms ist Harald Deilmann. Für den Rheinturm entwickelte der Lichtkünstler Horst H. Baumann die größte Dezimaluhr der Welt. Sie besteht aus den Bullaugen, die am Schaft in drei Höhenabschnitten übereinander angeordnet sind und seinerzeit einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde wert waren.

Sabine Koll
Fachjournalistin

Entspannen bei Kunst, Musik und Theater

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Kulturelle Highlights

  • Malerei: Einen Besuch wert sind zwei Sonderausstellungen, die während der Interpack in Düsseldorf stattfinden: „Otto Dix – Der böse Blick“ im K20 der Kunstsammlung NRW am Grabbeplatz sowie „Cranach. Meister – Marke – Moderne“ im Museum Kunstpalast. In der Otto-Dix-Ausstellung stellt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen erstmals umfassend die Werke aus der kurzen, aber intensiven Phase des Düsseldorf-Aufenthalts des Künstlers in den Mittelpunkt und macht ihre internationale Strahlkraft erlebbar. Geöffnet ist das K20 am Grabbeplatz abends bis 18 Uhr. Am Vorabend der Interpack am 3. Mai findet der KPMG-Kunstabend statt: Geöffnet ist dann bis 22 Uhr mit freiem Eintritt ab 18 Uhr. Lucas Cranach der Ältere zählt zu den bedeutendsten Malern der Deutschen Renaissance, war ein enger Freund Martin Luthers und beeinflusste Künstler über Jahrhunderte. Das Museum Kunstpalast widmet dem berühmten Wittenberger Maler als einer der Höhepunkte im Reformationsjahr 2017 die groß angelegte Werkschau. Erstmals nimmt die Ausstellung Cranach den Älteren in seiner Gesamtheit und Modernität in den Blick und beleuchtet neben seinen Erfolgsstrategien den Einfluss des Künstlers bis in die Kunst der Moderne und Gegenwart.
  • Theater/Oper/Ballett: Im Düsseldorfer Schauspielhaus, kurz D’haus genannt, läuft am 4.5. „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist, am 6.5. „Der Revisor“ von Nikolai Gogol. Beides um 19.30 Uhr auf der Großen Bühne. Auf dem Spielplan der Deutschen Oper am Rhein stehen während der Interpack am 6.5. „Don Pasquale“ von Gaetano, am 7.5. „Aida“ von Guiseppe Verdi und am 9.5. „Tosca“ von Giacomo Puccini.Erste Eindrücke von einem neuen Ballettabend bietet die Ballettwerkstatt B.31 der Deutschen Oper am Rhein am 4.5. und 5.5. Auf dem Programm stehen drei moderne Choreographien.
  • Lachnummern: Gelacht werden darf am 4.5. beim Theatersport mit dem Club der Spontis im Studio des D’haus in der Münsterstraße und am Interpack-Samstag (6.5.) bei Mario Barth, der im ISS Dome mit seinem neuen Programm „Männer sind bekloppt, aber sexy“ gastiert. Niveauvolle(re)s Kabarett versprechen die Vorstellungen im Kom(m)ödchen: Vom 4. bis 6.5. ist das Berliner Kabarett- und Chanson-Duo „Pigor & Eichhorn“ zu sehen, das aktuelle Musik mit satirischen Inhalten zusammenbringt. Am 7.5. schließen sich die drei Kom(m)ödchen-Ensemblemitglieder Daniel Graf, Heiko Seidel und Martin Maier-Bode zu einem kabarettistischen Flashmob zusammen und bilden zu diesem Zweck das SEK Wahlkampf im Vorfeld der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen eine Woche später.

  • Die Stadt zu Fuß erkunden

    Öffentliche Führungen

    Düsseldorf Tourismus bietet am Tag und am Abend verschiedene öffentliche Führungen an:
    • Altstadtrundgang: Die „längste Theke der Welt“ erwartet die Teilnehmer des 90 Minuten dauernden Rundgangs – und noch einiges mehr. Beim Bummel mit kundiger Führung durch die malerischen Gassen erfahren Sie unter anderem, warum die gotische Kirche St.Lambertus einen schiefen Turm hat, wie das Reiterstandbild des beliebten Kurfürsten Jan Wellem enstand, wo Heinrich Heine geboren wurde und wie der Schneider Wibbel berühmt wurde. Am Interpack-Samstag um 13 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr. Treffpunkt ist die Tourist-Information in der Marktstraße/Ecke Rheinstraße.
    • Medienhafen-Rundgang: Beim Rundgang sind auch die außergewöhnlichen Architekturbeispiele im Medienhafen zu sehen: Spektakulär sind die schrägen Bauten des Amerikaners Frank O. Gehry, symbolisch die offenen Formen des Landtags, und im wahrsten Sinne des Wortes überragend ist der Rheinturm. Am Interpack-Samstag um 14.30 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr. Treffpunkt ist am Eingang Rheinturm in der Stromstraße.
    • Altbier-Safari: In nur zwei Stunden werden Besucher hier zum „Altbier-Experten“. Auf der Tour zu den fünf Düsseldorfer Hausbrauereien, inklusive einer Brauerei-Besichtigung sowie Verkostung der fünf verschiedenen Altbiere, erlebt man handwerkliche Braukunst, Düsseldorfer Bier- und Trinkkultur und lernt ganz nebenbei alles, was man über Düsseldorfer Altbier wissen muss. Samstag um 15.30, 17.00 und 18.00 Uhr, Sonntag um 15.30 Uhr.
Treffpunkt ist der Schlossturm am Burgplatz.
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