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Von 60 auf 120 Fässer: eine kolossale Aufgabe

Mit acht Takten voll in Fahrt

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Große Aufgaben brauchen manchmal eine große Lösung. So wie die Erweiterung einer Fassfüllanlage beim Logistikdienstleister De Rijke in Rotterdam: Welche Rolle alte Rohrleitungen, ein Spezialkran und der deutsche Maschinenhersteller Feige Filling dabei spielten, lesen Sie hier.

Zeit ist Geld – dieses Sprichwort von Benjamin Franklin ist heute zutreffender denn je. Auch der niederländische Logistikdienstleister De Rijke sucht deshalb immer wieder nach Wegen, um die Prozesse noch effektiver zu gestalten. Das Unternehmen bietet seinen Kunden Komplettlösungen an: vom Abholen über das Abfüllen und Verpacken bis zu Lagerung und Weitertransport von Stoffen verschiedenster Art, und das an verschiedenen Standorten europaweit. Im Fokus der Effizienzsteigerung stand der Baustein Abfüllung am Heimatstandort Rotterdam, u. a. von chemischen, giftigen und brennbaren Substanzen, aber auch von Lebensmitteln.

Bewährte Partnerschaft
Im Gespräch mit dem langjährigen Partner Feige Filling wurde nach einer effizienten Lösung gesucht. Das norddeutsche Unternehmen aus Bad Oldesloe ist einer der weltweit führenden Hersteller von Maschinen und Systemen zur Abfüllung von flüssigen, pastösen und pulverförmigen Produkten in starre Gebinde. Auf der Kundenliste finden sich namhafte Unternehmen aus der ganzen Welt, vom Mittelständler bis Großkonzern, u. a. aus Chemie, Petrochemie, Farben- und Lackherstellung sowie Lebensmittelindustrie und Logistik.
Bereits 1995 wurde die erste Anlage bei De Rijke installiert, elf weitere Feige-Abfüllsysteme sollten folgen. „Wir waren auf der Suche nach einer Maschine, die die verschiedenen Produkte – ob Alkohol für die Lebensmittelindustrie oder hochgiftiges TDI – mit einer hohen Leistung abfüllt,“ beschreibt Theo Nolde, technischer Leiter bei De Rijke, die Aufgabe. „Wir haben uns für Feige entschieden, weil wir seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeiten.“ Maßgeschneiderte Lösungen sind die Spezialität von Feige – und auch in diesem Fall haben sich die Ingenieure etwas Besonderes einfallen lassen.
Ein gewichtiges Unterfangen
Die Idee war einfach, die Umsetzung eine Herausforderung: „Eine Erweiterung der bestehenden Anlage könnte den Abfüllprozess deutlich beschleunigen, ja sogar verdoppeln,“ erklärt Thorsten Diedrich, Leiter des Geschäftsbereichs Chemie bei Feige Filling. „Dafür mussten allerdings erst mal alte Maschinen abgebaut und Rohrleitungen entfernt werden. Und wie sollte der neue XXL-Automat in die Halle bei De Rijke kommen – bei laufendem Betrieb? Diese Aufgabe hatte es wirklich in sich.“
In enger Zusammenarbeit mit dem niederländischen Partner entstand der Plan einer Anlagenverlängerung: Mit dem neuen, vollautomatischen Feige-Fassfüllautomaten Integra 88 würden nicht wie üblich sechs, sondern acht Takte gefahren. „Wegen der Stickstoffvorfüllung waren zwei weitere Arbeitsstationen notwendig, sonst hätte sich die Ausbringung verringert,“ erläutert Diedrich den Umfang der Maschine. So könnten je zwei Fässer in vier Arbeitsschritten zur gleichen Zeit befüllt werden. Drei alte Anlagen sollten in dem Zuge durch eine ersetzt werden.
Die neue Maschine wurde am Feige-Hauptsitz in Bad Oldesloe gefertigt und war nach einem ersten Probelauf schon ein halbes Jahr nach Auftragseingang und Herstellungsbeginn bereit für den Schwertransport – ein echtes Abenteuer, wie Diedrich beschreibt: „Der Fassfüllautomat ist eineinhalb Meter breit, drei Meter hoch, acht Meter lang und sechs Tonnen schwer. Wir haben eigens ein Untergestell auf Rollen gebaut, um ihn aus der Halle zu fahren – und dann musste ein Autokran her, der den Koloss passgenau auf den Lkw manövriert hat. Das war Maßarbeit, so etwas erleben auch wir nicht jeden Tag!“
Ziel und Leistung erreicht
Innerhalb von nur einer Woche ist die neue Maschine von Norddeutschland nach Rotterdam transportiert und bei De Rijke installiert worden – ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen. Insgesamt wird nun eine Leistung von mehr als 120 Fässer pro Stunde erreicht. Dabei können sowohl Plastik- als auch Stahlfässer befüllt werden. Und der Feige-Fassfüllautomat Integra 88 hat noch weitere Vorteile: Die Anlage ist komplett gekapselt, damit keine Gase austreten können. Ventile und Schläuche sind zur Reinigung schnell und unkompliziert austauschbar, sodass der Füllprozess ohne Unterbrechung weiterlaufen kann.
Um einen reibungslosen Betrieb zu garantieren und Ausfallzeiten zu vermeiden, bietet Feige De Rijke zudem eine telefonische Rund-um-die-Uhr-Beratung an und ist auch mit einem persönlichen Service in der Nähe schnell einsatzbereit. So hat die deutsche Firma das Vertrauen, das der niederländische Partner in sie gesetzt hat, wieder voll erfüllt. „Wir sind aber auch selbst sehr zufrieden mit dem Ergebnis,“ freut sich Diedrich. „Aufträge wie dieser sind ja kein Standard und wir legen viel Leidenschaft und unser ganzes Know-how hinein, um das Bestmögliche zu erreichen. Umso schöner, dass es uns auch diesmal wieder gelungen ist.“
Kleiner Bruder auf der Interpack 2017
Auf der Fachmesse in Düsseldorf präsentiert Feige den „kleinen Bruder“ des in Rotterdam installierten Fassfüllautomaten, den Feige Integra 84. Auch er hat viele Neuerungen zu bieten: Per SAP-Anbindung wird die Integration der Anlage in unternehmensindividuelle Prozesse erleichtert. Remote Control mit einem Handheld ermöglicht darüber hinaus eine mobile und bequeme Bedienung, Fehlerbeseitigung und vieles mehr. Außerdem bietet das Konzept des Condition-Monitoring jederzeit eine genaue Zustandsabfrage. Neu ist auch die Drehmomentkontrolle beim Verschließen der Fässer.
Interpack: Halle 12, Stand D8
www.prozesstechnik-online.de Suchwort: cav0517feige

Gaby Scheib
Freie Journalistin
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