Evonik stellt 100 Millionen Euro für Digitalisierung bereit. Kooperation mit IBM und der Universität Duisburg-Essen - prozesstechnik online

Kooperation mit IBM und der Universität Duisburg-Essen

Evonik stellt 100 Millionen Euro für Digitalisierung bereit

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Dr. Henrik Hahn, Chief Digital Officer (CDO) und Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Digital GmbH Bild: Evonik
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Evonik stellt auf dem Gebiet Digitalisierung 100 Mio. Euro bereit und schließt außerdem strategische Partnerschaften mit IBM und der Universität Duisburg-Essen. Ziel ist es dabei, den digitalen Wandel in der chemischen Industrie voranzutreiben. „Für uns als Spezialchemieunternehmen bringt die Digitalisierung eine Fülle von Möglichkeiten. Es geht jetzt darum, sie zu erkennen, zu erproben und dann sinnvoll nutzen zu können. Deshalb haben wir die Initiative ergriffen“, sagt Christian Kullmann, Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG.

Mit den finanziellen Mitteln und den neuen strategischen Partnerschaften will das Spezialchemieunternehmen seine Position in der digitalen Welt weiter stärken. Henrik Hahn, der als Chief Digital Officer (CDO) für den Konzern die Digitalisierungsaktivitäten koordiniert: „Bis zum Jahr 2020 sollen rund 100 Mio. Euro in die Entwicklung und Erprobung digitaler Technologien und den Kompetenzaufbau fließen. Es geht nicht allein um Daten und Technik, sondern insbesondere um neue Geschäftsmodelle, Lösungen und Service für Kunden sowie die Qualifizierung von Mitarbeitern.“

Vor diesem Hintergrund sind auch Kooperationen von zentraler Bedeutung. Evonik profitiert dabei im Rahmen der Partnerschaft mit IBM von den neuesten Technologien und Projekten des Technologie-Konzerns, insbesondere im Bereich kognitiver, Cloud-basierter Lösungen wie Blockchain, Internet of Things und Industrie 4.0. Darüber hinaus erhält Evonik auch Zugriff auf aktuelle Erkenntnisse der IBM Forschungs- und Entwicklungsarbeit, unter anderem auf dem Gebiet des Quanten-Computings.

Im Juli werden IBM und Evonik gemeinsam ein erstes Pilotprojekt starten, bei dem es darum gehen wird, einen digitalen, Evonik-spezifischen kognitiven Wissenskorpus aufzubauen, der mit dem umfassenden Chemie- und Life-Sciences-Know-how des Unternehmens ausgestattet wird. Dabei kommen zwei spezifische Watson-Werkzeuge zum Einsatz: Der Watson Explorer als kognitive Such- und Analyse-Plattform, sowie Watson Knowledge Studio als Cloud-basierte Anwendung, die Entwicklern hilft, Beziehungen und Korrelationen in unstrukturierten Daten zu identifizieren. Die daraus resultierenden Erkenntnisse werden sowohl als digitale Beratungsleistungen angeboten als auch zu Effizienzsteigerungen genutzt werden.

Bei der neuen strategischen Kooperation von Evonik mit der Universität Duisburg-Essen (UDE) wird es um die Menschen und Kompetenzen im Zentrum des digitalen Wandels gehen. Beispiele sind hierbei die interaktive Wissensvermittlung und individuell zugeschnittene Schulungskonzepte in der industriellen Praxis. Über die Kooperation werden zudem Nutzenaspekte von Datenaustausch und digitalen Geschäftsbeziehungen untersucht werden.

Evonik sieht sich innerhalb der chemischen Industrie bei der Digitalisierung in einer Vorreiterrolle und hat Anfang 2017 die Evonik Digital GmbH für das Thema gegründet: Das Tochterunternehmen ist mit viel Freiraum ausgestattet, um auch ungewöhnliche Ideen zu entwickeln und auszuarbeiten. Im Fokus sollen dabei neue Produkte und Serviceangebote stehen, durch die Evonik auch den Erfolg seiner Kunden unterstützen will.

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