Kleines Raumwunder. Kompaktaggregat erhöht Mobilität und Effizienz - prozesstechnik online

Kompaktaggregat erhöht Mobilität und Effizienz

Kleines Raumwunder

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Jeder Quadratmeter der Produktion, der nicht genutzt werden kann, ist ein Kostenfaktor. Selbst bei Maschinen sind kompakte Designs aus diesem Grund zunehmend gefragt. Netzsch Pumpen & Systeme hat daher jetzt für Prozesse, in denen geringere Volumenströme ausreichen, eine kleinere Version ihrer T.Sano-Drehkolbenpumpe entwickelt. Was mit ihr möglich ist, zeigt das Beispiel eines italienischen Pflegeprodukte-Herstellers: Das Unternehmen hat die kompakte Pumpe auf einen Wagen gesetzt, um sie mobil einsetzen zu können.
Der Betrieb, der in Oberitalien sitzt, produziert unter anderem Seifen und Shampoos für verschiedene Marken. Die Grundstoffe müssen dazu bei 2 bar mit einer Durchflussrate zwischen 1 und 6 m3/h aus Tanks zu den Herstellungslinien gefördert werden. Allerdings benötigten die vorhandenen Pumpen in dem engen Gang, in dem die Anschlüsse untergebracht sind, viel Platz. Dies erschwerte nicht nur die Montage, sondern auch etwaige Wartungs- und Reinigungsmaßnahmen. Ende 2015 stellte das Unternehmen daher auf eine T.Sano 08/8 aus der Tornado-T2-Linie von Netzsch um.
Die Modelle dieser Bauart benötigen schon allein aufgrund ihrer besonderen Konstruktion deutlich weniger Bauraum als vergleichbare Pumpen, ohne dabei an Leistung einzubüßen. Grund dafür ist der Riementrieb, der sowohl die Drehkolben antreibt als auch deren Synchronisation gewährleistet. Dank dieser Doppelfunktion ist kein komplexes Getriebe notwendig, zudem kann der Motor so direkt über dem Förderraum platziert werden, wodurch sich eine besonders geringe Einbautiefe ergibt. In der verkleinerten 08/8-Version, die für Anwendungen geschaffen wurde, in denen es nicht primär um hohe Fördervolumina geht, belaufen sich die Grundabmessungen für Breite, Tiefe und Höhe somit auf lediglich 305 x 346 x 630 mm. Für den Seifenhersteller, dessen vorige Pumpen über 1 m lang waren, bedeutete das eine merkliche Verbesserung der beengten Platzsituation.
Darüber hinaus läuft der Riementrieb sehr ruhig, was den Verschleiß verringert. Er arbeitet komplett ölfrei, weshalb keine Schmierungsarbeiten anfallen. Dabei ist er wesentlich robuster gegenüber Schäden oder Havarien als die üblichen Zahnradgetriebe – zumal sich der Zahnriemen im Bedarfsfall mit wenigen Handgriffen lösen und ersetzen lässt. Instandhaltungsaufwand und Stillstandszeiten werden auf diese Weise auf ein Minimum reduziert. Dazu trägt auch die Werkstoffwahl bei: Die T.Sano nutzt lediglich Edelstahl oder andere Spezialstähle für Gehäuse und Drehkolben. Die widerstandsfähigen Materialien sorgen für eine hohe Lebensdauer und stellen die Verfügbarkeit der Pumpe langfristig sicher. Beides, Ölfreiheit und Konstruktion aus Edelstahl, sorgen darüber hinaus für absolute Hygiene im Herstellungsprozess.
Flexible Einsatzmöglichkeiten
Befestigt werden die Drehkolben mit Schnellspannelementen außerhalb des Förderraums, was zum einen das Auswechseln vereinfacht und zum anderen dafür sorgt, dass die Kolben auf allen Seiten nur glatte Flächen aufweisen. In Kombination mit der strömungsoptimierten, totraumfreien Gestaltung des Innenraums garantiert dies einen störungsfreien Durchfluss. Maximal 8 m3/h bei Gegendrücken bis 10 bar lassen sich dadurch selbst mit der kleinen T2-Ausführung unabhängig von Konsistenz und Viskosität des Mediums fördern. Diese besondere Form des Pumpeninnenraums sorgt dafür, dass das Material ruhig in die Förderkammern einströmen kann. Die Pulsation liegt dadurch auch bei zweiflügeligen Kolben auf dem Niveau von mehrflügeligen Kolben, sodass das Medium ohne Konsistenzveränderungen bewegt wird. Zusätzlich vereinfacht die Bauweise die Reinigung der Pumpe, die entweder manuell oder im CIP-Verfahren erfolgen kann.
Das italienische Pflegeprodukte-Unternehmen kann die Pumpe so auch flexibel in verschiedenen Herstellungslinien einsetzen: Durch ihre Gestaltung lässt sie sich beim Mediumswechsel ganz leicht säubern. Die kompakte Form erlaubt es dabei, das ganze Aggregat samt eines Frequenzumrichters zur Steuerung der Flussrate auf einem Handwagen unterzubringen, mit dem die Pumpe bequem zum nächsten Einsatzort gefahren werden kann. Die ersten Monate im Praxiseinsatz haben bereits gezeigt, dass diese Lösung nicht nur die bisherigen Platzprobleme behoben, sondern auch die Effizienz bei der Förderung insgesamt erhöht hat.

Erwin Weber
Leiter Produktlinie Tornado-Drehkolbenpumpen,
Netzsch Pumpen & Systeme
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