Wachgeküsst. Hilge beendet seinen Dornröschenschlaf und macht sich fit für die Zukunft - prozesstechnik online

Hilge beendet seinen Dornröschenschlaf und macht sich fit für die Zukunft

Wachgeküsst

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Jeder Brauer in Deutschland ist mit Sicherheit schon einmal mit einer Pumpe von Hilge in Kontakt gekommen. Mit fast 70 % Marktanteil ist das Unternehmen in diesem Bereich Marktführer. Doch mangelnde Internationalität in einer globalen Welt haben im Zeitraum von 2001 bis 2004 zu sinkenden Verkaufszahlen geführt. Seit der Übernahme durch Grundfos im Jahre 2004 steigen die Absatzraten wieder. Jetzt wollen Geschäftsführer Rainer Pfeffer und sein Team durchstarten und den Umsatz bis 2011 verdoppeln.

„Wir sind gerade dabei, die ganze Fabrik umzukrempeln. In einem Jahr wird das Unternehmen nicht wiederzuerkennen sein“, sagt Rainer Pfeffer, Geschäftsführer bei Grundfos-Hilge, zu den aktuellen Entwicklungen im Unternehmen. Und das nicht zu unrecht, denn Pfeffer und sein Team haben viel vor: Bis 2011 sollen rund 22 000 Pumpen an den Mann gebracht werden (2007: 11 000). Vor allem im Ausland will man kräftig zulegen. Waren vor der Übernahme durch Grundfos nur wenige Auslandsvertretungen vorhanden, steht dem Vertrieb von Hilge jetzt ein Netz aus über 50 Auslandsvertretungen weltweit zur Verfügung. Und das macht sich bemerkbar: Derzeit liegen die Wachstumsraten international bei über 70 %. Vor allem in Asien entwickeln sich die Märkte weiterhin überproportional gut. Während Hilge die Montage- und Fertigungskapazitäten aus Großbritannien nach Deutschland zurückgeholt hat, sind in Singapur und in Japan lokale Montagewerke neu errichtet worden. Die Montagewerke entsprechen auch der Philosophie von Grundfos, Kundennähe geografisch zu demonstrieren. Ab 2009 sind zudem lokale Montagewerke in Argentinien und den USA geplant. Die Einzelteile der gesamten Kreiselpumpenfertigung werden aber auch in Zukunft in Bodenheim produziert. Dazu muss die komplette Produktion restrukturiert werden. Vor allem an den Produktionsabläufen, und damit an den Durchlaufzeiten, wird derzeit hart gearbeitet. Das Ziel: Nach der Umstrukturierung sollen Standardpumpen innerhalb einer Woche lieferbar sein. „Das ist ein nicht ganz leichtes Unterfangen“, erklärt Pfeffer, „schließlich ist nahezu jede unserer Pumpen ein Unikat. „Rund 7,5 Mio. Euro haben wir bereits in die innerbetrieblichen Abläufe investiert“, erklärt Pfeffer. So wurden zum Beispiel neue CNC-gesteuerte Fräs- und Bearbeitungszentren angeschafft. Zur Prüfung der Pumpen besitzt Hilge mittlerweile drei unabhängig voneinander zu betreibende Prüfstände und auf betriebswirtschaftlicher Ebene setzt das Unternehmen in Zukunft auf SAP. Auch die Mitarbeiterzahl stieg im vergangenen Jahr kräftig. „Allein in Bodenheim haben wir 21 neue Mitarbeiter eingestellt. Insgesamt arbeiten dort jetzt 145 Beschäftigte“, so Pfeffer.

Nach Integration in die Grundfos-Gruppe im Jahr 2004 hat sich das Hilge-Werk in Bodenheim als Kompetenz-Zentrum für Hygienetechnik innerhalb des Konzerns etabliert. Innerhalb der Industriedivision, wo seit 2007 die Vertriebs- und Serviceorganisationen von Hilge und Alldos mit den Grundfos-Vertriebsgesellschaften zusammengelegt wurden, sind insbesondere die Hilge-Mitarbeiter intern wie extern die natürlichen Ansprechpartner für Fragen rund um Pumpenlösungen für Anwender der Bereiche Food, Beverage und Pharma.
Die Grundfos-Gesellschaft Hilge hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Hygienepumpen spezialisiert. Das Programm aus qualitativ hochwertigen Edelstahlpumpen umfasst spezielle Ausführungen für Brauereien und die Getränkeindustrie aber auch Pumpen im Hygienic Design für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Bereits 1865 konstruierte Peter Hilge die erste Getränkepumpe der Welt, es war eine Weinpumpe. 1875 folgte ein Bierdruckregler, und 1924 ersetzte das schon gut bekannte Unternehmen die stoßweise arbeitende Verdrängerpumpe durch die weitgehend pulsationsfrei arbeitende Kreiselpumpe. Die traditionell enge Verbindung zu Brauereien und zur Milchverarbeitung ist noch heute Basis der weltweit anerkannten Kompetenz von Hilge bei der Entwicklung und Produktion von Premiumpumpen im Hygienic Design. Das Pumpenprogramm umfasst ein- und mehrstufige normalsaugende Kreiselpumpen wie die Euro-Hygia, die selbstansaugende Kreiselpumpen Sipla sowie die Drehkolbenpumpen der Novalobe-Reihe.
Vor allem im sensiblen Feld der pharmazeutischen Industrie und der Biochemie spielen neben den konstruktiven Elementen die produktberührte, hochkorrosionsfeste und vor allem porenfreie Oberfläche des verwendeten Edelstahles die alles entscheidende Rolle. Heute sind die aus Schmiede- bzw. Walzstahl gefertigten Edelstahlpumpen aus Bodenheim ein wichtiges Segment im Angebot der Grundfos-Industriedivision, dem gemeinsamen Markendach der Vertriebsbereiche von Grundfos, Alldos und Hilge.
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„In einem Jahr wird unser Betrieb nicht wiederzuerkennen sein.“

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