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Antriebstechnik für Spießmaschine

Gemüse und Fleisch perfekt aufgespießt
Antriebstechnik für Spießmaschine

Gegrilltes erfreut sich nicht nur in der Sommerzeit großer Beliebtheit. Um unterschiedliche Bedürfnisse zu decken, entwickelte die Busch & Busch GmbH eine Maschine für die effiziente und hygienische Produktion von Gemüse- und Fleischspießen. Für reibungslose Abläufe sorgt dabei Antriebstechnik von SEW-Eurodrive.

Grillspieße sind eine feine Sache und schmecken wunderbar. Wer Zeit sparen will, kauft sie fertig mariniert. Das Maschinenbauunternehmen Busch & Busch GmbH sorgt dafür, dass die Spieße in breiter Auswahl im Handel zur Verfügung stehen. Der Spezialist aus Delbrück bei Paderborn entwickelt Sonderlösungen für die Förder- und Dosiertechnik sowie für die Weiterverarbeitung von Produkten in der Lebensmittelindustrie. Die Spießmaschine V-SPM-6 wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Steuerungsbauer Granitza Automation GmbH und SEW-Eurodrive im Hygienic Design realisiert und kann – je nach Ausführung – bis zu 6000 Spieße pro Stunde herstellen.

Exakt positionierte Spieße

Bei der Produktion von Grillspießen kommt es vor allem auf Präzision, Flexibilität und Kompaktheit an. Das beginnt schon beim Bestücken der Maschine. Die Fleisch- oder Gemüsestücke werden in die Schalen eines Förderbands eingelegt, das in der Betriebsart „Modulo-Positionierung“ taktet. In dieser Betriebsart wird bei Rotationsbewegungen die Positionierachse auf einen Zahlenkreis von 0 bis 360 ° abgebildet. Mit der Modulo-Funktion wird auch eine nicht ganzzahlige Anzahl an Inkrementen berücksichtigt und gewährleistet, dass immer die exakte Spießposition angefahren wird. Durch den einfachen Austausch der Schalen lassen sich Größe und Form des Produkts beeinflussen. Die gewünschte Taktzeit bestimmt die Anzahl der Mitarbeiter, die zum Einlegen der Schalen erforderlich sind. Daher lässt sich die Bandlänge bei Auslegung der Anlage flexibel gestalten. Zur einfachen Reinigung des Schalenbandes ist über Tippbetrieb das Vor- bzw. Rückwärtsfördern im Dauerlauf durch Tastendruck möglich. Bei erneutem Einschalten des Modulo-Betriebs wird die nächste Position angefahren.

Taktzeit flexibel einstellbar

Über das Schalenförderband werden nun die Gemüse- oder Fleischstücke der Maschine zugeführt. Der Förderbandantrieb taktet die Produkte präzise in die Spießposition. Die Holzspieße werden auf einem zweiten, parallel verlaufenden Band gefördert. Anschließend wird die Andruckeinheit heruntergefahren. Sie fixiert so das Produkt in der Schale und sorgt für die Führung der Spießdorne und der Holzspieße. Jetzt werden die Edelstahldorne vor- und wieder zurückgefahren. Dann hebt sich die Andruckeinheit zurück in die Grundstellung und ein neuer Takt beginnt. Die Taktzeit kann an einem Touchpanel flexibel eingestellt werden.

Die Antriebe der Andruckeinheit und der Spießdorne werden in der Betriebsart „Buspositionierung“ gesteuert. Die Nullposition wird per Referenzfahrt gegen den hinteren Festanschlag gefunden. Das fertige Produkt kann dann durch eine Rutsche oder ein Förderband abtransportiert werden.

Antriebstechnik aus einer Hand

Mit Antriebstechnik von SEW-Eurodrive hat sich Busch & Busch für ein platzsparendes und aufeinander abgestimmtes Komplettpaket aus Getriebemotor, Umrichter und Einkabellösung entschieden. In der gesamten Spießmaschine kommen drei synchrone Servomotoren der Ausführung CM3C63S zum Einsatz in Kombination mit einem Kegelradgetriebe KH19 oder Schneckengetriebe SH37. Alle Getriebemotoren sind mit Oberflächenschutz OS4 ausgeführt und so auf den hygienischen Einsatz in der lebensmittelproduzierenden Maschine abgestimmt.

Eine weitere Komponente der Antriebstechnik ist der Schaltschrankumrichter Movitrac Advanced aus dem Automatisierungsbaukasten Movi-C, der die Getriebemotoren ansteuert. Für die Verbindung von Motor und Umrichter kommt ein Hybridkabel zum Einsatz, das gleichermaßen für die Leistungsversorgung und die Geberrückmeldung verwendet wird. Ein separates Geberkabel wird damit eingespart. Die Datenübermittlung der Gebersignale erfolgt über eine koaxiale Datenleitung, die auch für die Übertragung der Daten aus dem elektronischen Typenschild der SEW-Getriebemotoren verwendet wird. Eine manuelle Erstellung der Antriebskomponenten in der Engineering-Software ist somit nicht notwendig, weil Motor und Getriebe erkannt und im Inbetriebnahmeassistenten angezeigt werden. Für eine vollständige Inbetriebnahme des Antriebsstrangs müssen anschließend nur die applikationsspezifischen Parameter wie Vorgelege oder Anwendereinheiten angegeben werden.

Reduzierung des Bauraums

Mit der Weiterentwicklung der Spießmaschine war auch der Wunsch an SEW-Eurodrive zur Reduzierung der Schaltschrankgröße ein wichtiges Thema, um die Maschine möglichst kompakt auszuführen. Bei Movitrac Advanced wurden alle Funktionsbaugruppen integriert, was den Bauraum erheblich reduzierte. So war es möglich, drei Umrichter einschließlich Steuerung, Netzteil und Sicherheitsschaltgerät in einem Schrank mit den Abmessungen 600 x 600 x 210 mm zu verbauen.

SEW-Eurodrive GmbH & Co KG, Bruchsal

Halle 8.0, Stand B52


Beim Umrichter Movitrac Advanced kommt für die Verbindung von Motor und Umrichter ein Hybridkabel zum Einsatz, das zugleich für die Leistungsversorgung und die Geberrückmeldung verwendet wird
Bild: SEW

Platzsparend:   Kompakter Umrichter

Der Schaltschrankumrichter Movitrac advanced zeichnet sich durch eine kompakte Bauweise kombiniert mit einer hohen Anpassungsfähigkeit und einfacher Handhabung aus. Mit einem Leistungsbereich von 0,25 bis 315 kW, einer performanten Regelung von Asynchron- sowie Synchronmotoren und skalierbarer Sicherheitstechnik eignet er sich für Anwendungen von einfacher Drehzahlsteuerung bis Positionierbetrieb. Die integrierte Feldbusschnittstelle, z. B. für Profinet oder EtherCAT, kann auch für die sichere Kommunikation konfiguriert werden. Die Einkabeltechnik verbindet den Umrichter mit einer SEW-Antriebseinheit und vereint Leistungsversorgung sowie Datenverbindung. Neben einer komfortablen Auto-Inbetriebnahme ohne Engineering-Tool ermöglicht dies auch eine vollumfängliche Bereitstellung von Geber-, Bremsen- und Diagnosedaten in Echtzeit.


Autorin Andrea Balser

Fachpressereferentin,

SEW Eurodrive

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