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Hoch automatisierte Distributions- und Verpackungslinie für TK-Pizza

Effiziente Produktion
Hoch automatisierte Distributions- und Verpackungslinie für TK-Pizza

Tiefkühlpizza gehört zu den beliebtesten Fast-Food-Produkten: Sie ist lecker, günstig und schnell zubereitet. Ihre empfindlichen Zutaten machen die Verarbeitung und Verpackung jedoch alles andere als einfach. Um diese Herausforderung zu meistern, setzt ein großer Tiefkühlkosthersteller in den USA auf eine integrierte, hoch automatisierte Distributions- und Verpackungslinie. Die Anlagen für diese Linie stammen von verschiedenen internationalen Standorten von Syntegon.

Der Umsatz mit Tiefkühlpizza belief sich in den USA im Jahr 2020 auf ca. 5,47 Mrd. Dollar – ein profitables Geschäft für die Hersteller, wenn auch unter harten Wettbewerbsbedingungen. Um in diesem anspruchsvollen Markt wirtschaftlich zu bestehen, sind qualitativ hochwertige Produkte und eine effiziente Produktion unerlässlich. Deshalb beauftragte ein großer US-amerikanischer Tiefkühlkosthersteller Syntegon mit der Planung und Installation einer hocheffizienten Distributions- und Verpackungslinie – inklusive zahlreicher automatisierter Prozesse, um die Kosten zu senken und die Produktivität zu steigern. Mit der fachkundigen Unterstützung von vier internationalen Syntegon-Standorten wurde eine Anlage konzipiert, die auf die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten ist.

Automatisierte Verteilung

Im November 2020 nahm Syntegon die Planung der neuen Distributions- und Verpackungslinie mit vier Ästen und einer Kapazität von mehr als 400 000 Pizzen pro Tag in Angriff. Die tiefgekühlten Pizzen werden aus einem Spiralfroster zugeführt und zum Produktverteilungssystem (PDS) transportiert. Auf ihrem Weg passieren die Pizzen das sogenannte „Dump Gate“: Müssen nachgelagerte Prozesse gestoppt werden, fährt eine integrierte rückziehbare Nase (Pullnose) das Förderband automatisch zurück und entlädt die Produkte auf ein separates Förderband zur Entsorgung. Das Dump Gate kann außerdem manuell geöffnet werden, falls verunreinigte Zutaten oder andere Qualitätsprobleme im vorgelagerten Tiefkühlbereich festgestellt werden.

Die Produkte erreichen das Produktverteilungssystem in zufälliger Reihenfolge. Dort werden sie in gleichmäßigen Linien und Reihen angeordnet, bevor sie auf einem der vier Verpackungsäste verpackt werden. Das PDS aus dem Syntegon-Werk in Beringen, Schweiz, verfügt über einzeln gesteuerte Transportbänder und ein sensorbasiertes Kontrollsystem, das fehlende Produkte oder falsche Anordnungen auf den Transportbändern erkennt. Die automatisierte Verteilanlage stoppt einzelne Bahnen, wenn ein Produkt fehlt, um eine vollständige Reihe zu bilden. Dadurch werden die anderen Distributionsbahnen wieder aufgefüllt und die Produkte korrekt angeordnet, damit gleichmäßige Reihen ohne Lücken entstehen.

Effizienz auf vier Verpackungsästen

Die vollständigen Produktreihen fertig ausgerichteter Pizzen gelangen über ein Querförderband in einen Verpackungsast für Schrumpffolie. Um Ausfallzeiten und Produktionsverluste auf ein Minimum zu reduzieren, entschied sich der Pizzahersteller dazu, eine Backup-Lösung zu integrieren. Das Ergebnis: ein Distributionssystem, das die Tiefkühlprodukte automatisch auf drei Verpackungsäste verteilt und eventuelle Störungen im Produktionsprozess erkennt. Tritt auf einer der drei Linien ein Fehler auf, leitet das System die Produkte auf eine jederzeit verfügbare vierte Linie um, um Produktionsausfälle zu vermeiden. Für den Fall, dass zwei Linien ausfallen, verfügt das System über ein zusätzliches Förderband am Ende, auf dem die Produkte vorübergehend zwischengelagert werden. Sind die Linien wieder einsatzbereit, führt das System die Produkte automatisch der vierten Linie zu.

Im nächsten Schritt verpackt eine Schlauchbeutelmaschine der Ausführung Pack 301 SK aus dem Werk von Syntegon in New Richmond, Wisconsin, USA, die TK-Pizzen in Schrumpffolie. Das Einschweißen schützt die Produkte vor Verunreinigungen und sorgt gleichzeitig dafür, dass der Belag an Ort und Stelle bleibt. Zudem besitzt die Maschine einen integrierten Metalldetektor, der die Produkte auf Fremdkörper überprüft. Bevor die Pizzen die Schlauchbeutelmaschine verlassen, erfolgt eine präzise Gewichtskontrolle, um sicherzustellen, dass Verbraucher die garantierte Produktmenge erhalten. Da die Pizzen empfindliche Produkte wie Käse und Fleisch beinhalten, erfüllt die Maschine sämtliche Washdown-Anforderungen für optimale hygienische Bedingungen.

Auch Sekundärverpackung integriert

Die in Schrumpffolie verpackten Pizzen werden anschließend in den nachfolgenden Verpackungsbereich der Anlage befördert. Zunächst verpackt der Endload-Kartonierer Kliklok Enterprise vom Syntegon-Standort in Decatur, Georgia, USA, die einzelnen Pizzen in die Pizzakartons. Der Kartonierer mit schnell rotierendem Kartonzuführer verarbeitet bis zu 340 Kartons pro Minute.

Mithilfe des Wrap-around-Sammelpackers Elematic 3001 vom Syntegon-Standort in Remshalden, Deutschland, kommen dann entweder 14 oder 16 kartonierte Pizzen in einen großen Transportkarton. Dabei können die Pizzen in Trays, Trays mit Innenstülper oder Wrap-around-Volleinschlag verpackt werden. Sowohl der Sammelpacker als auch der Kartonierer entsprechen den Wipe-down-Anforderungen und gewährleisten hygienische Produktionsbedingungen.

Internationale Zusammenarbeit

Dank der hoch automatisierten Verpackungslinie gelang es dem US-amerikanischen Tiefkühlpizzenhersteller, die Effizienz seiner Produktion erheblich zu steigern. Mit einer Produktionsleistung von 340 Pizzen pro Minute übertrifft die neue Anlage die bisherige Verpackungslinie deutlich. Um dies zu ermöglichen und eine Lösung aus einer Hand anzubieten, hat Syntegon Experten und Maschinen aus vier internationalen Standorten und drei verschiedenen Ländern koordiniert.

Syntegon Technology GmbH, Waiblingen

Halle 3.1, Stand C71


Autor Tobias Bruetsch

Senior Account Manager,

Syntegon

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