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Ressourcenschonendes Kennzeichnen

Nachhaltigkeit verbessern, Liefersicherheit erhöhen
Ressourcenschonendes Kennzeichnen

Europa soll bis 2050 der erste Kontinent werden, der nur noch unvermeidbare Treibhausgase ausstößt und diese Emissionen vollständig ausgleicht. Auch beim Kennzeichnen von Lebensmitteln werden Wege gesucht, Ressourcen zu sparen oder herkömmliche durch alternative Ressourcen zu ersetzen. Dies hat nicht nur Vorteile für die Umwelt, sondern kann in Zeiten von steigenden Energie- und Rohstoffpreisen und Lieferkettenproblemen auch ökonomisch interessant sein.

Ein wichtiger Treiber für Entwicklungen und Trends im Lebensmittelsektor ist das veränderte Verhalten der Verbraucher. Gerade bei Nahrungsmitteln achten Konsumenten immer stärker auf Transparenz und Nachhaltigkeit. Das schließt auch die Verpackung ein und geht sogar so weit, dass Verbraucher zu einem alternativen Produkt wechseln, wenn dieses ihren Erwartungen an den Umweltschutz eher entspricht als das bisher genutzte.

Bluhm Systeme bietet bereits seit einigen Jahren ein modulares und nachhaltiges Sortiment an Lösungen zum Kennzeichnen von Lebensmitteln an. Das Unternehmen setzt auch ökologisch verträgliche Rohstoffe ein und achtet auf eine ressourcenschonende Verarbeitung, bei der C02-Emissionen, der Strom- und der Wasserverbrauch sowie das Abfallaufkommen gesenkt werden. Die Lösungen können sowohl in sensiblen Produktionsumgebungen der Nahrungsmittelindustrie als auch in der vernetzten Smart Factory eingesetzt werden.

Kennzeichnen ohne Materialverbrauch

Verbrauchsmaterialien wie Tinte oder Papier lassen sich durch Beschriftungslaser einsparen. Damit entfallen Trägermaterial oder Abfall und auch Rüstzeiten werden minimiert. Laser bringen blitzschnell variable Informationen und Logos auf verschiedenste Nahrungsmittel auf. Bei der Laserbeschriftung von Lebensmitteln haben sich insbesondere CO2-Laser als geeignet erwiesen. Laserbeschrifter können beispielsweise Backwaren und sogar frisches Obst und Gemüse lasern. „Natural Branding“ oder „Natural Labeling“ ist der Begriff dafür. Die Laserbeschriftung ist dabei unbedenklich und hat keinerlei Auswirkungen auf die Qualität, den Geschmack oder die Haltbarkeit des Lebensmittels. Mit Schutzart IP 55 oder IP 65 funktioniert die Kennzeichnung auch in mehlstaubigen oder nassgereinigten Produktionsumfeldern problemlos.

Etiketten aus Grasfasern & Co.

Für die Herstellung von 1 t konventionellem Holzzellstoff werden 6 000 l Wasser benötigt. Dagegen sind für Papiererzeugnisse, also auch für Etiketten, die mit einem Grasanteil von bis zu 51 % hergestellt werden, pro 1 t Grasfaserstoff nur 1 l Wasser notwendig. Etiketten aus biobasierter PE-Folie bestehen überwiegend aus Zuckerrohr-Ethanol. Dieses Material hat ähnliche Funktionen und gleichwertige Eigenschaften wie herkömmlich hergestellte PE-Folie, die aus fossilen Materialien gewonnen wird. Sie lässt sich im Rahmen des standardmäßigen Recyclingverfahrens für Polyolefine recyclen. Eine weitere Alternative sind Etiketten aus Steinmehl. Sie werden bis zu 80 % aus Abraum hergestellt, der in Steinbrüchen anfällt. Bluhm bietet auch Etiketten aus recycle- oder kompostierbarem Material mit biologisch abbaubarem Obermaterial und Kleber an. Auch sie erfüllen die hohen Erwartungen der Lebensmittelhersteller an Qualität und Haftfähigkeit.

Material- und Energieeinsatz senken

Verschiedene Druckspendesysteme schneiden Etiketten exakt auf den Umfang der benötigten Informationen zu. Sie sind nur so lang, wie unbedingt nötig. Das spart Geld, Zeit, Ressourcen und Lagerkosten. Der LA 2050 Noliner ist ein Etikettendruckspender, der Etiketten ohne Trägermaterial verarbeitet und dadurch ein nachhaltiges und kostengünstiges Kennzeichnen ermöglicht. Das System verfügt über eine Zerstäubungseinheit, die die Rückseite nach dem Bedrucken mit einem feinen Wassernebel versieht und damit die Trockengummierung aktiviert. Der Wegfall der Trägerschicht schont Ressourcen und reduziert die Abfallkosten. Etikettenrollen ohne Trägermaterial fassen mehr Material bei gleichem Rollendurchmesser. Das spart Platz, Transport und Rollenwechsel.

Senkung des Druckluftverbrauchs

Weitere Alternativen, die weder zulasten der Umwelt noch des Budgets gehen, sind Druckspendesysteme ohne Druckluft. Aktuelle Etikettieranlagen nutzen zunehmend ein elektrisches Gebläse, um das Etikett anzusaugen, zu stützen oder abzublasen. Auch der Spendezylinder, der für eine blitzschnelle Hin- und Rückbewegung des Spendestempels benötigt wird, kann alternativ servoelektrisch mithilfe eines Servomotors oder Schrittmotors erfolgen. Elektrisch angetriebene Etikettiersysteme verbrauchen weniger Energie, haben eine höhere Produktionsleistung und niedrigere Wartungskosten. Sie sind leiser, sauberer und länger einsatzbereit. Der Legi-Air 4050 E ist ein solcher Etikettendruckspender. Das modulierte Vakuum senkt den Druckluftverbrauch um bis zu 80 %. Dafür messen integrierte Sensoren permanent den Druck. Bei Bedarf steuert die Ventiltechnik nach.

Nachhaltige Thermotransferfolien

Thermotransferfolien bestehen üblicherweise aus drei Komponenten: Wachs oder Harz, PET und Lösungsmittel. Verzichtet werden kann auf das Lösungsmittel an der Rückseite, ohne dass dies einen Einfluss auf die Qualität hat. Mit der neu entwickelten Solfree-Technologie ist es erstmals gelungen, Wachs-Farbbänder ohne Einsatz von Lösungsmitteln zu produzieren. Die ursprünglichen Eigenschaften der Farbbänder bleiben dabei erhalten: sehr gute Druckqualität, lange Haltbarkeit und gute Sensibilität. Die modifizierte Rückseitenbeschichtung verlängert sogar die Lebensdauer des Druckkopfs. Bei der Herstellung der umweltfreundlichen Folien wird zudem weniger CO2 freigesetzt.

Bluhm Systeme GmbH, Rheinbreitbach

Halle 3.1, Stand D47


Autorin Petra Keller-Langen

Redakteurin B2B,

Bluhm Systeme

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