Wirksamkeit bewiesen. Akazienfaser im klinischen Test - prozesstechnik online

Akazienfaser im klinischen Test

Wirksamkeit bewiesen

Konzentrationen diverser Bakterienpopulationen (angegeben in log colony-forming units pro g Frischgewicht) im Stuhl von Testpersonen nach zehntägigem Konsum von jeweils 15 g Saccharose (SUC) bzw. Fibregum (FIB). Die Wirkung von Fibregum und Saccharose wird als signifikant unterschiedlich angesehen wenn p 0,05.
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Die Akazienfasern Fibregum wurden umfangreichen klinischen Tests unterzogen. Ziel der Untersuchungen war zum einen der Nachweis ihrer bifidogenen Wirkung und zum anderen die Beurteilung der Verträglichkeit im Magen-Darm-Trakt. CNI, der Hersteller der Fibregum-Fasern, präsentierte die Testergebnisse auf der HIE in Frankfurt am Main.

Konzentrationen diverser Bakterienpopulationen (angegeben in log colony-forming units pro g Frischgewicht) im Stuhl von Testpersonen nach zehntägigem Konsum von jeweils 15 g Saccharose (SUC) bzw. Fibregum (FIB). Die Wirkung von Fibregum und Saccharose wird als signifikant unterschiedlich angesehen wenn p 0,05.

Die Akazienfasern Fibregum wurden umfangreichen klinischen Tests unterzogen. Ziel der Untersuchungen war zum einen der Nachweis ihrer bifidogenen Wirkung und zum anderen die Beurteilung der Verträglichkeit im Magen-Darm-Trakt. CNI, der Hersteller der Fibregum-Fasern, präsentierte die Testergebnisse auf der HIE in Frankfurt am Main.
Die Akazienfaser Fibregum ist das Exsudat des Akazienbaums. Es handelt sich hierbei um ein Arabinogalactosaccharid. Bei seiner Aufarbeitung kommen ausschließlich physikalische Methoden zum Einsatz. Der Naturstoff wird keinen Extraktionsprozessen unterzogen. Ebenso wenig wird er chemisch oder enzymatisch modifiziert. Fibregum enthält mehr als 80% lösliche Ballaststoffe. Dieser Wert wurde mit Hilfe der AOAC-Methode bestimmt.
Im Rahmen von klinischen Tests wurde die bifidogene Wirkung und Verträglichkeit von Fibregum untersucht. Mit der Durchführung der Tests war das Human Nutrition Research Center (HNRC) aus Nantes beauftragt.
Signifikanter bifidogener Effekt
Um die bifidogene Wirkung von Fibregum zu ermitteln, wurde die Konzentration von Bifidus- und Milchsäurebakterien im Stuhl der Probanden gemessen. Diese Konzentrationen wurden zum einen nach dem Konsum von Fibregum und zum anderen nach der Einnahme von Saccharose erhoben und anschließend miteinander verglichen. An dem Blindversuch nahmen zehn gesunde Menschen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren teil. Voraussetzung für ihre Teilnahme war, dass sie an keinen gastrointestinalen Krankheitssymptomen litten oder in dieser Richtung ärztlich behandelt wurden.
Der Test war in vier aufeinanderfolgende Perioden aufgeteilt, von denen jede 10 Tage dauerte. In der ersten Testperiode erhielten die Probanden pro Tag 10 g Saccharose, in der zweiten 10 g Fibregum. In den folgenden acht Tagen schloss sich eine sogenannte Wash-Out-Phase an. In der dritten Testperiode erhöhte man die tägliche Saccharose-Dosis auf 15 g. Auch die Fibregum-Menge erhöhte sich im Testverlauf. Sie betrug in der vierten Periode 15 g pro Tag.
Während der Tests ernährten sich die Versuchspersonen gewohnheitsmäßig. Die Nahrungsaufnahme erfolgte unter konstanten Bedingungen. Nicht erlaubt waren Lebensmittel, die Inulin oder Fructo-Oligosaccharide enthalten sowie Jogurts mit Bifidus- oder Lactobakterien.
Mit den Tests konnte nachgewiesen werden, dass die Aufnahme von Fibregum die Konzentration von Milchsäure- und Bifidusbakterien im Stuhl signifikant erhöht (Tabelle). Wie stark dieser bifidogene Effekt ist, zeigen folgende Zahlen: Die Konzentration der genannten Bakterienstämme im Stuhl vervierfachte sich bei einer täglichen Fibregum-Dosis von 10 g.
Ausgezeichnete Verträglichkeit
Welche Wirkung haben die Fibregum-Fasern auf den Magen-Darm-Trakt? Sind diese Fasern verträglich? Diese Fragen beschäftigten die Wissenschaftler im zweiten Teil der Studie. Die Beurteilung der Veträglichkeit erfolgte über die Bestimmung der Häufigkeit und Intensität von gastrointestinalen Symptomen. Dazu zählen u.a. Flatulenzen, Blähungen, Borborygmus (gurrendes Geräusch im Darm), abdominale Krämpfe und Diarrhöen. Außerdem untersuchte man auch den Stuhl der Teilnehmer.
Der Blindversuch wurde mit zehn gesunden Personen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren durchgeführt. Die Versuchsteilnehmer haben keine gastrointestinale Krankheitsgeschichte.
Die Studie umfasste drei Phasen: In der achttägigen Einführungsphase nahmen die Probanden pro Tag 10 g Saccharose zu sich. Daran schloss sich direkt die zweite Phase an. Sie war in drei Testperioden von jeweils 18 Tagen Dauer aufgegliedert. Während dieser Perioden nahmen die Testpersonen täglich steigende Mengen (zwischen 10 und 70 g) von Fibregum, Saccharose oder von Fructo-Oligosacchariden zu sich. Die Aufnahme der Saccharose diente der Kontrolle. Die Fructo-Oligosaccharide wurden zu Vergleichszwecken dargereicht. Zwischen den drei Perioden lag jeweils ein Zeitraum von 15 Tagen, an denen die Probanden keine der oben genannten Verbindungen zu sich nahmen (Wash Out). Die dritte und letzte Phase der Studie war in drei eintägige Perioden aufgeteilt. An diesen drei Tagen nahmen die Versuchspersonen jeweils eine der drei Verbindungen ein. Die Tagesmenge betrug 20 g.
Nach Angaben der Testpersonen veränderte weder Fibregum noch die Fructo-Oligosaccharide die Häufigkeit bzw. das Volumen der Stuhlausscheidungen. Fibregum verursachte bei Tagesrationen von weniger als 30 g nicht mehr Flatulenzen oder Blähungen als Saccharose. Im Unterschied dazu lösten die Fructo-Oligosaccharide bereits ab einer täglichen Dosis von 10 g bei acht Testpersonen Flatulenzen und bei vier Probanden Blähungen aus. Fibregum verursachte keine gastrointestinalen Symptome bei Tagesrationen zwischen 15 und 30 g bzw. einer Einzeldosis von 20 g. Wie bei Saccharose führt selbst die Einnahme von großen Fibregum-Mengen nicht zu Diarrhöen. Dagegen klagten zwei Testpersonen nach der Einnahme von Fructo-Oligosacchariden (10 g/d) über Diarrhöen.
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