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Igus lässt sich auch in der Krise nicht unterkriegen

Auftragseingang fast stabil - Produktpräsentation auf digitaler Messe
Igus lässt sich auch in der Krise nicht unterkriegen

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Igus lässt sich auch in der Krise nicht unterkriegen und präsentiert über 100 Neuheiten auf einem virtuellen Messtand Bild: Igus
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Aufgrund der Corona-Beschränkungen konnte Igus in diesem Jahr die Kunden und Vertreter der Presse weder nach Köln noch nach Hannover einladen. Mit einer virtuellen Pressekonferenz eröffnete der Gleitlager- und Energiekettenspezialist daher virtuell die digitale Neuheiten-Messe 2020.

Auf dem virtuellen Messestand werden über 100 Kunststoffinnovationen und Programmerweiterungen aus allen Motion-Plastics-Bereichen präsentiert, die ursprünglich unter anderem auf der Hannover Messe vergestellt werden sollten. Der rund 400 Quadratmeter große reale Stand ist im Internet begehbar und informiert multimedial zum Thema „Cost down, Life up. It’s our job.“ Die Messe ist dabei Teil des digitalen Supportangebots an die Kunden; auch persönliche Führungen, Einzel- und Gruppengespräche am Stand können vereinbart werden.

Bilanz für 2019

Im vergangenen Jahr konnte der Igus den Umsatz trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes um 2 % auf 764 Mio. Euro steigern. „Über die 2 % waren wir nicht ganz glücklich, aber heute würden wir uns natürlich freuen“, so Frank Blase, Geschäftsführer der Igus GmbH. „Mit der aktuellen Corona-Krise haben sich die Rahmenbedingungen weiter verschärft. Der Umsatz in den ersten vier Monaten dieses Jahres ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 % zurück. Erfreulich ist aber, dass der Auftragseingang nahezu stabil ist und derzeit bei nur bei -2 % liegt.“

Sichere Lösungen

Aufgrund von über 50 Jahren Erfahrung in Forschung und Praxis ist Igus in der Lage, sichere Lösungen aus Kunststoffen anzubieten. Ein Beispiel wie das gelingen kann, ist die moderne Produktion eines Herstellers von Verpackungsmaschinen. Hier sollten pro Sekunde zwei Toastbrote geschnitten, verpackt und versiegelt sein. Eine Schwachstelle war bisher das bewegte Kabel für die rasend schnelle Bestückung der Maschine. Auf der Suche nach einer Lösung, bereits vor der aktuellen Corona-Lage, fand das Unternehmen im Internet den Chainflex-Lebensdauerrechner für dynamische Leitungen – und damit das genau passende Produkt für seine hochdynamische Anwendung. Mit dem Zusatz einer intelligenten Smart-Plastics-Überwachung dieser Leitung erreichte es sein Ziel: Die Verfügbarkeit der Anlage im 24/7-Dauerbetrieb, ein planbarer Leitungsaustausch alle 18 Monate und dadurch hohe Einsparungen von Kosten.

Über 100 Neuheiten

Wie Kunden Kosten sparen und ihre Technik verbessern können zeigt beispielweise die Energiekette Autoglide 5 mit Seil-Bodenführung, durch die sich in der Intralogistik und bei Krananlagen 88 % Montagezeit sparen lassen und das bei Gesamtkosten. Neu ist auch die Drylin-Polymer-Teleskopschiene, mit der sich unter anderem Schubladen, Sitz- und Kopfverstellung einfach verstellen und ausziehen lassen. Außerdem ist sie 64 % leichter als metallische Führungen.

Für eine sichere Produktion in der Elektronik- und Halbleiterindustrie sind Bauteile gefragt, die elektrostatisch ableitende Eigenschaften besitzen. Damit Anwender ihre Verschleißteile mit ESD-Eigenschaften flexibel fertigen können, hat Igus ein neues stabiles Material für das SLS-3-D-Druck-Verfahren entwickelt. Die schmierfreien Sonderteile aus Iglidur I8-ESD sind bereits innerhalb von drei Tagen gedruckt und versendet.

Roboter kinderleicht programmieren

Gelenkarmroboter, Delta-Roboter oder Linearroboter: Alle drei Kinematiken führt Igus als Low-Cost-Automatisierungslösungen in seinem Portfolio. Mit der Igus-Robot-Control-Software kann der Anwender schon vorab simulieren,welcher Roboter sich für ihren Einsatz am besten eignet. Das Besondere: die Software ist komplett kostenlos online erhältlich und lizenzfrei. In der Software gibt es für alle Igus Roboter einen digitalen Zwilling, der wie der reale Roboter simuliert und geteached werden kann. Die Robotersteuerung dient außerdem später dazu den Roboter intuitiv zu programmieren. Jede Programmierung lässt sich im Nachhinein auf den realen Roboter anwenden.

Kosten sparen, Technik verbessern

Auch wenn igus sich bewusst ist, dass Planungen derzeit schwierig sind, hält das Unternehmen an langfristigen Investitionen weiter fest, wie Frank Blase betont: „Die Umsatzeinbußen und Kosten bei der Bewältigung der Krise sind heftig. Eine generelle Wende zum Besseren ist derzeit schwer vorher zu sagen. Allerdings haben wir ein hohes Eigenkapital für solche Ausnahmezeiten angespart. Und wir packen alle Kosten an.“ Kurzarbeit wurde in einigen Ländern angemeldet, in Deutschland nicht. „Wir möchten die Auswirkung auf unsere Mitarbeiter so weit wie möglich minimieren. Und wir müssen entscheidende Zukunftsinvestitionen weitertreiben.“ Dazu zählen beispielweise der derzeitige Tunnelbau und die Erschließung des neuen Geländes für einen zusätzlichen Neubau am Kölner Standort. Und auch die hohen Investitionen in die Digitalisierung gehen weiter. Acht zusätzliche Lebensdauersimulatoren und Online-Tools brachte das Unternehmen allein 2019 ins Web, beispielsweise für Zahnräder, Rollen und Wellen, sowie die Plattform RBTX für Low-Cost-Robotik. Inzwischen sind 38 Online-Tools registrierungs- und kostenfrei nutzbar.

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