Van Bylen prognostiziert verhaltenes Wachstum für 2019. Jahresbilanz der chemisch-pharmazeutischen Industrie - prozesstechnik online

Jahresbilanz der chemisch-pharmazeutischen Industrie

Van Bylen prognostiziert verhaltenes Wachstum für 2019

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VCI-Präsident Hans Van Bylen (rechts neben VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann) zur Lage der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland Bild: VCI/Andreas Döring
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VCI-Präsident Hans Van Bylen zog auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt eine positive Bilanz für das Jahr 2018 für die chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland. Der Branchenumsatz erhöhte sich 2018 um 4,5 % auf 204 Mrd. Euro und überstieg damit erstmals die 200-Milliarden-Euro-Schwelle. Die Produktion wuchs im Jahresvergleich um 2,5 %, während die Chemikalienpreise um 2 % zulegten.

„Unsere Industrie konnte das gute Vorjahr noch einmal übertreffen. Trotzdem ist die konjunkturelle Lage nicht ungetrübt.Daher hat sich die Stimmung in den deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen zum Jahresende abgekühlt“, so Van Bylen.

Die boomende Pharmaproduktion hat die Jahreskennzahlen für 2018 maßgeblich beeinflusst. Diese Sparte legte um starke 11,5 %zu. Andere Bereiche der Branche verzeichneten dagegen Rückgänge. Die Produktion von anorganischen Grundstoffen sank 2018 um 2,5 %. Bei Polymeren und in der Petrochemie ging die Produktion jeweils um 2 % zurück. Die Hersteller von Seifen, Wasch- und Reinigungsmitteln oder Kosmetika produzierten 3 % weniger als im Vorjahr. Das Geschäft mit Fein- und Spezialchemikalien wuchs hingegen. Hier stieg die Produktion im Gesamtjahr 2018 um 1,5 %. Die Zahl der Mitarbeiter in der Branche stieg auf einen neuen Höchststand. In der Chemie arbeiten derzeit 462 000 Menschen. Das sind 2 % mehr als im Vorjahr.

„Wir halten im kommenden Jahr ein bescheidenes Wachstum im Chemiegeschäft für erreichbar“, sagte Van Bylen. Wenn größere Rückschläge ausbleiben, kann die Chemie- und Pharmaindustrie ihre Produktion 2019 voraussichtlich um 1,5 % steigern. Chemieprodukte verteuern sich um 1,0 %. Der Branchenumsatz sollte dabei um 2,5 % zulegen.

Mit Blick auf die zunehmenden Risiken im Welthandel betonte der VCI-Präsident, dass nur ein wirtschaftlich starkes und politisch geeintes Europa von den USA und China als Partner auf Augenhöhe akzeptiert würde. Einzelne europäische Nationalstaaten hätten keine Chance, auf der Weltbühne Gehör zu finden. Notwendig sei eine gemeinsame europäische Strategie, die auf eine Stärkung der Industrie sowie freien Welthandel und fairen Wettbewerb setze.

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