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Auf dem Weg zum Systemlieferanten

Lutz-Pumpen bietet Komplettlösungen für das Handling von Flüssigkeiten
Auf dem Weg zum Systemlieferanten

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Seit fast 50 Jahren ist die Lutz-Pumpen GmbH & Co. KG in Wertheim einer der Weltmarktführer im Bereich Fass- und Behälterpumpen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch Durchflusszähler, Doppelmembran- und Zentrifugalpumpen an. Anfang des Jahres 2003 haben die Gesellschafter von Lutz-Pumpen, Jürgen und Heinz Lutz, die Jesco Dosiertechnik in Wedemark übernommen, einen Dosierpumpenhersteller, der zusätzlich Technologien zur Wasseraufbereitung anbietet. cav sprach mit den beiden Managern über die strategischen Ziele dieser Übernahme.

cav: Am 1. Februar 2003 hat die Lutz-Jesco GmbH in Wertheim die Jesco Dosiertechnik in Wedemark übernommen. Welche wirtschaftlichen und strategischen Ziele verfolgen Sie mit dieser Übernahme?

Heinz Lutz: Wir verfolgen bei Lutz-Pumpen seit Jahren das Ziel, uns als kompetenter Ansprechpartner rund um das Thema Fluid Management zu präsentieren. Aus diesem Grund haben wir uns Gedanken darüber gemacht, was man um das Lutz eigene Produkt, die Fass- und Behälterpumpe, zusätzlich aufbauen kann. 1993 erfolgte die Entwicklung eines modularen Durchflusszählers zur wirtschaftlichen und genauen Mengenmessung und 1994 die Erweiterung des Vertriebsprogramms durch druckluftbetriebene ölfreie Doppelmembranpumpen. Seit 2001 ergänzen auch Zentrifugalpumpen unser Angebot. Als es jetzt möglich war, Jesco zu übernehmen, haben wir dies getan, da wir damit sowohl eine interessante Produktpalette als auch einen funktionierenden Vertrieb dazubekommen haben.
cav: Sie entwickeln sich also immer mehr zum Komplettanbieter für das professionelle Handling von Flüssigkeiten?
Jürgen Lutz: Die Antwort ist hier eindeutig ja. Mit den Fass- und Behälterpumpen sind wir seit Jahrzehnten sehr erfolgreich. Wir können uns auf Dauer jedoch mit dem Erreichten nicht zufrieden geben. Aus diesem Grund ist es erforderlich, das Programm sinnvoll zu ergänzen. Heinz Lutz: Der Trend geht heute immer mehr dahin, Lösungen und nicht mehr nur einzelne Produkte anzubieten. Dazu ist es erforderlich, sowohl Pumpen als auch komplette Dosier- und Regeltechnik herstellen und liefern zu können. Wir müssen uns also weg vom Pumpen- hin zum Systemanbieter entwickeln. Lutz-Jesco beispielsweise verkauft auch komplette Dosierstationen. Unser Ziel ist es, alles, was mit dem Fördern von Flüssigkeiten zu tun hat, abdecken zu können, um für den Kunden interessanter zu sein.
cav: Wie sind die beiden Unternehmen Lutz-Pumpen und Lutz-Jesco heute strukturiert?
Jürgen Lutz: Ich selbst bin Geschäftsführer von Lutz-Pumpen. Mein Bruder Heinz ist Geschäftsführer der Lutz-Jesco GmbH und der Technopool Schwimmbadtechnologie GmbH, einem Unternehmen, das wir zum 1. Juli 2003 übernommen haben und das Technologien für die Wasseraufbereitung in Schwimmbädern anbietet. Die Übernahme von Lutz-Jesco ist keine Verschmelzung zwischen den beiden Unternehmen Lutz-Pumpen und Lutz-Jesco, sondern es sind nach wie vor zwei rechtlich unabhängige und selbstständige Unternehmen.
cav: Bleibt der Standort Wedemark erhalten?
Heinz Lutz: Wir haben uns eindeutig zum Standort in Wedemark bekannt und dies auch öffentlich kundgetan, d. h. sowohl die Produktion als auch die Entwicklung werden in Wedemark bleiben. Eine Dosierpumpe ist nicht mit einer Fasspumpe zu vergleichen. Es sind hier unterschiedliche Technologien zu beachten. Deshalb macht es für uns keinen Sinn, das Entwicklungszentrum für die Dosierpumpen nach Wertheim zu verlagern. Auch die Mitarbeiterzahlen sowohl in Wedemark, als auch in Wertheim, bleiben in dieser Größenordnung konstant.
cav: Auf der Achema haben sich die beiden Unternehmen Lutz-Pumpen und Lutz-Jesco noch mit zwei Ständen präsentiert. Sollen diese beiden Unternehmen künftig enger zusammenwachsen?
Jürgen Lutz: Überall dort, wo beide Firmen traditionell ausstellen, ist es unser Bestreben, einen gemeinsamen Messeauftritt zu haben. Hierbei müssen aber die Kernkompetenzen beider Unternehmen sichtbar bleiben. Außerdem wollen wir Synergien im Laufe der Zeit besser nutzen.
cav: Gilt dies auch für den Vertriebsbereich?
Heinz Lutz: Wir haben bereits darüber nachgedacht, vertriebliche Aktivitäten in unterschiedlichen Ländern unter einem gemeinsamen Dach zusammenzuführen. Im Normalfall nutzen wir jedoch für Lutz-Pumpen und Lutz-Jesco separate Vertriebskanäle und wollen dies auch künftig so beibehalten. Nur dort, wo die Notwendigkeit besteht, etwas zu verändern, werden wir dies tun.
cav: Lutz-Jesco bietet u.a. Dosierpumpen für Flüssigkeiten unterschiedlichster Viskositäten. Welche aktuellen Produkt-Entwicklungen gibt es?
Heinz Lutz: Das Produktspektrum bei Lutz-Jesco reicht von kostengünstigen Magnet-Membrandosierpumpen über Motor-Membrandosierpumpen bis hin zu Kolbendosierpumpen für hohe Drücke bis 200 bar, wobei Dosiermengen von bis zu 4200 l/h erreicht werden. Intelligente Steuerungen mit Mikroprozessortechnik ermöglichen eine einfache Einbindung in Regelkreise. Dies erlaubt eine vielseitige Anpassung an verschiedenste Ansteuersignale und Systemüberwachungen. Für Einsatzfälle, die keine Steuerung benötigen, sind auch Dosierpumpen mit manueller Dosiermengenverstellung verfügbar. Bei der neuesten Entwicklung, der Magnet-Membrandosierpumpe Magdos LT, steuert die Elektronik die Energie für den Pumpenantrieb abhängig vom Gegendruck. Vorteile dieser Methode sind die Reduzierung des Energieverbrauchs, der Geräuschentwicklung sowie der Erwärmung der Pumpe. Durch die geringere Pumpenerwärmung lässt sich die Magdos LT – abhängig vom eingesetzten Werkstoff – bei Umgebungstemperaturen von bis zu 45 °C einsetzen. Die Dosierpumpe ist in den Leistungsbereichen von 0,2 bis 6 l/h bei einem maximalen Druck von 6 bis 16 bar erhältlich, wobei eine flexible Druckanpassung möglich ist. Selbst bei kleinsten Fördermengen sorgen integrierte Doppelkugelventile für eine hohe Dosiergenauigkeit. Einsatzgebiete der Magnet-Membrandosierpumpe Magdos LT sind insbesondere die Wasseraufbereitung und die Prozessindustrie. Durch die hermetisch dichte Konstruktion ist die Pumpe auch für toxische und aggressive Medien geeignet.
cav: Welche Anforderungen stellen Sie an die Entwicklung künftiger Pumpensysteme?
Jürgen Lutz: Neben der Qualität, der Betriebssicherheit und der Zuverlässigkeit wird künftig die Umweltverträglichkeit der Produkte, aufgrund sich permanent verschärfender Vorschriften und gesetzlicher Umweltauflagen wie zum Beispiel dem Emissionsschutz, eine noch größere Rolle spielen als bisher. Darüber hinaus müssen die Produkte anwenderfreundlich, nahezu wartungsfrei und leicht zu handhaben sein. Wichtig erscheint mir auch eine Durchgängigkeit in der Bedienbarkeit der Produkte und der vermehrte Einsatz langlebiger, innovativer und umweltgerechter Werkstoffe. Ein aktives und partnerschaftliches Verhältnis zwischen Hersteller und Kunden wird bei der Entwicklung zukünftiger Pumpensysteme immer mehr an Bedeutung gewinnen, da nur so anwenderspezifische Lösungen entwickelt, realisiert und erfolgreich vermarktet werden können.
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