Weltweit auch im Jahr 2001 gefragt

Automatisierungstechnik made in Germany

Helmut Gierse, Vorsitzer des ZVEI-Fachverbandes Automation
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Die deutsche Automatisierungsindustrie wuchs auch im Jahr 2001. Allerdings fiel der Zuwachs geringer aus als im sehr guten Vorjahr, meldete der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) e. V. „Für das Gesamtjahr rechnen wir in der Produktion mit einem Plus von gut 4%. Erstmals liegt die Produktion in Deutschland damit über 50 Mrd. DM“, so Helmut Gierse, neuer Vorsitzender des ZVEI-Fachverbandes Automation anlässlich der ZVEI-Pressekonferenz zur Eröffnung der Automatisierungsmesse SPS/IPC/DRIVES im November 2001. Insbesondere im ersten Halbjahr 2001 konnte die Branche bei der Produktion ebenso wie beim Auftragseingang ein Wachstum verbuchen, wenn auch im Vergleich zum außergewöhnlich guten Vorjahr erwartungsgemäß etwas schwächer. In der zweiten Jahreshälfte dämpfte die allgemeine Konjunkturentwicklung die grundsätzlich positive Stimmung.

Für die Branche erfreulich, entwickelten sich im Jahr 2001 die Bereiche Schaltgeräte und Steuerungen mit einem Plus in der Produktion von rund 6% auf 23,3 Mrd. DM. Etwas schwächer war das Wachstum bei Antrieben mit + 4% auf 10,7 Mrd. DM und bei der Messtechnik und Prozessautomatisierung mit + 2% auf 16,4 Mrd. DM. Die immer wichtiger werdenden Bereiche Software und Services in der Automation werden derzeit auf 6 Mrd. DM geschätzt und sind nicht in dem ausgewiesenen Produktionsvolumen von 50 Mrd. DM enthalten.
Das Wachstum der Branche wurde auch im letzten Jahr noch immer im Wesentlichen vom Ausland getragen. Nach einem Plus von 15,7% im Vorjahr erwartete der ZVEI 11% mehr Ausfuhren im Jahr 2001. Fast die Hälfte der Exporte gingen in den europäischen Raum und jeweils gut 10% in die USA, nach Mittel- und Osteuropa sowie Südostasien. Das Ausfuhrwachstum nach Mittel- und Osteuropa und Südostasien fiel mit 16 bis 17 % besonders hoch aus. Die starke Konjunkturabkühlung in den USA wurde jedoch durch Exporte in andere Regionen nur zum Teil kompensiert.
Die hohen Auftragsbestände und die gute Kapazitätsauslastung zu Beginn des letzten Jahres führten zu einem erfreulichen Zuwachs der Beschäftigung um 2%.
Der Bedarf an Automatisierungstechnik summierte sich im Weltmarkt nach vorläufigen Berechnungen des ZVEI im Jahr 2001 gegenüber dem Vorjahr unverändert auf 351 Mrd. DM. Die USA erreichten mit einem Anteil von 39% unangefochten die Spitzenposition. Europa folgte mit einem Anteil von 32%. Der Deutsche Markt fragte 10 % der weltweit produzierten Automatisierungstechnik nach. Japans Anteil betrug 23%.
Wie sich der Weltmarkt im Jahr 2002 entwickelt, ist Gierse zufolge außerordentlich schwer vorauszusagen. Für die Automatisierungsindustrie ist der ZVEI zuversichtlich, dass es nach einer schwachen ersten Jahreshälfte 2002 im weiteren Verlauf zu einer moderaten Erholung kommt. Allerdings werde sich diese in Teilbereichen wie der Prozessautomation voraussichtlich erst später im Konjunkturzyklus einstellen.
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