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Doppelte Kontrolle ist besser

Metalldetektoren und Röntgenscanner im Einsatz in der Müsliriegelproduktion
Doppelte Kontrolle ist besser

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In der Otto Beier Waffelfabrik sorgen ab sofort der Röntgenscanner Easyscope sowie der Tunnelmetalldetektor Metron 07 CI von Mesutronic für Fremdkörperfreie Endprodukte sorgen. Die beiden Systeme ergänzen sich optimal und überprüfen rund eine Million Müsliriegel pro Woche.

Bis zu 100 unterschiedliche Rohstoffarten wie Trockenfrüchte, Nüsse oder Cerealien verarbeitet die Otto Beier Waffelfabrik in ihren Müsliriegeln. „Damit nur unbedenkliche Produkte an den Endverbraucher gelangen, haben wir im Bereich der Qualitätskontrolle mit einer doppelten Sicherheitsschleuse vorgesorgt“, sagt Markus Beier, kaufmännischer Geschäftsführer der 80-jährigen Süßwarenfabrik aus Bayern. Einerseits stellt das Unternehmen Waffelprodukte und Schaumzuckerware unter dem eigenen Namen her, andererseits produziert es Frucht- und Müsliriegel für andere namhafte Hersteller als Lohnfertiger.

Gefährdung durch Fremdstoffe

Die Firma Beier setzt nur auf ausgewählte Rohstoffe und bezieht unter anderem 3000 t Früchte im Jahr. Doch wo Naturprodukte verarbeitet werden, besteht immer die Gefahr, Kontaminationen verschiedener Art in die Produktion einzubringen. „Es ist normal, dass bei der Ernte Steine, Metallteilchen oder Schrotkugeln von Jägern in die Rohware gelangen“, weiß Markus Beier. Auch Schalenteile von Nüssen stellen eine Gefahrenquelle in den Rohwaren dar.

Aus diesem Grund hat sich der Produzent die Frage gestellt, wie er die Fremdkörperkontrolle weiter optimieren und damit die Endverbraucher noch besser schützen kann. Prinzipiell wäre der Einsatz zweier etablierter Verfahren zur Untersuchung der Endprodukte möglich: die Röntgeninspektion sowie die induktive Metalldetektion.

Produkte im Röntgencheck

Die Röntgendetektion ist ein bildgebendes Verfahren: Die vom Röntgengenerator erzeugte Strahlung wird mithilfe einer Diodenanordnung im Empfänger und einer Rechnereinheit in ein Bild umgewandelt. Das zu untersuchende Produkt blockiert einen Teil der Strahlung und wird damit in verschiedenen Grautönen angezeigt. Je höher die Dichte, Dicke und atomare Masse eines Objekts, desto dunkler erscheint es im erzeugten Röntgenbild.

Die meisten Fremdkörper wie Metalle, Glasstücke, hochdichte Kunststoffe oder Steine besitzen eine hohe Dichte und atomare Masse. Aus diesem Grund heben sie sich, selbst bei relativ geringer Dicke, deutlich vom umgebenden Produkt ab und können vom Röntgeninspektionssystem gut erkannt werden. Problematisch sind jedoch sehr dünne metallische Verunreinigungen wie feine Abscherungen oder metallisierte Folien, da sie nicht genug Strahlung absorbieren. Sie sind für die bildverarbeitenden Algorithmen des Scanners unsichtbar.

Keine Chance für Metallpartikel

Metalldetektoren, die nach dem sogenannten Balanced-Coil-Prinzip arbeiten, untersuchen Produkte mithilfe eines wechselnd gepolten Magnetfeldes, das in den Empfängerwicklungen der Spule eine Spannung induziert. Sie erkennen nur metallische Verunreinigungen auf Basis von elektrischer Leitfähigkeit und magnetischer Durchdringbarkeit. Auch Kontaminanten mit geringer Dicke oder Dichte erkennt das System gut. Jedoch bedingen auch dünn metallisierte Verpackungskomponenten im Umkehrschluss eine Verringerung der generellen Detektionsleistung.

Speziell bei den gut zu untersuchenden Produkten der Firma Beier ist die Erkennungsgenauigkeit des Metalldetektors im Bereich der Eisen- sowie der Aluminiumteile besser als die Ergebnisse des Röntgenscanners. Schwieriger wird es bei der Verwendung von metallisierten Verpackungskomponenten. Bei diesen Produkten ist der Röntgenscanner auch im Bereich der Metalle fast immer überlegen.

Durch die vielfältigen, unvermeidbaren Gefahrenquellen, die aus den Rohstoffen resultieren, blieb nach HACCP-konformer Risikobewertung für Beier im Prinzip nur die Röntgentechnologie als angemessenes Werkzeug der Fremdkörperkontrolle. Sie erkennt die größte Bandbreite an Kontaminationen im fertigen Produkt. Außerdem bietet die Technologie noch weitere Werkzeuge der Qualitätssicherung, wie Zählfunktionen oder eine Bruchkontrolle. Nach dieser Entscheidung begab sich der Süßwarenproduzent auf die Suche nach einem passenden Technologieanbieter.

„Unsere Entscheidung viel zugunsten des Röntgenscanners Easyscope von Mesutronic. Das Inspektionssystem liefert einen optimalen Kompromiss aus Bedienerfreundlichkeit und Erkennungsgenauigkeit, die Projektierung und Inbetriebnahme verliefen reibungslos“, so Alexander Beier, technischer Geschäftsführer der Otto Beier Waffelfabrik.

Zwei Systeme, zwei Kontrollen

Um die Verbraucher bestmöglich zu schützen, entschied man sich bei Beier dafür, die Produkte mit zwei unterschiedlichen Inspektionssystemen zu kontrollieren: Ergänzend zum Röntgenscanner installierte der Süßwarenproduzent aus diesem Grund an allen Linien zusätzlich Tunnelmetalldetektoren des Typs Metron 07 CI. Die Metallerkennungssysteme sind die Spezialisten für alle Arten metallischer Kontaminationen. Sie entfernen im ersten Schritt bereits weitestgehend alle Riegel, die mit Schrotkugeln, Abscherungen, Drahtstücken oder Ähnlichem belastet sind.

Die Röntgensysteme sind dagegen speziell für die Detektion von nicht metallischen Kontaminationen wie Steine, Schalenstücke oder Glasbruch optimiert. Außerdem verbessern sie die Detektionsleistung bei Produkten mit metallisierten Umverpackungen. Je Linie werden so bis zu 600 Riegel/min inspiziert, an die Sekundärverpackungsmaschine weitergeleitet und schließlich an den Handel ausgeliefert.

www.prozesstechnik-online.de
Suchwort: dei1117mesutronic


Georg Hübner

Fachbereichsleiter Marketing,

Mesutronic Gerätebau

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