Pilz setzt auf komplette Automatisierung

Mit Sicherheit auf der Erfolgsspur

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Die Unternehmensgruppe der Pilz GmbH & Co. KG mit Sitz in Ostfildern bei Stuttgart hat das Geschäftsjahr 2013 erneut mit einem Umsatzplus abgeschlossen. Der Umsatz stieg um 3 % auf 233 Mio. Euro. Damit liegt der Komplettanbieter für die sichere Automation über dem Branchendurchschnitt. Über aktuelle Unternehmensentwicklungen, Produkte, Lösungen und das Thema „Complete Automation” unterhielten wir uns mit der Vorsitzenden der Geschäftsführung, Renate Pilz, und Dr. Rüdiger Frank, Bereichsleiter Sensorik, Produktmanagement.

dei: Im Jahr 2012 hat Pilz einen Umsatz von 227 Mio. Euro erwirtschaftet. Wie haben sich die Umsatz- und Mitarbeiterzahlen im Jahr 2013 entwickelt?

Renate Pilz: Mit dem erzielten Umsatzanstieg um 3 %, von 227 Mio. Euro in 2012 auf 233 Mio. Euro in 2013, sind wir sehr zufrieden. Die geplanten Wachstumsziele haben wir erreicht. Insgesamt stieg die Mitarbeiterzahl 2013 um über 7 %. Die Unternehmensgruppe zählte Ende 2013 weltweit 1807 Beschäftigte gegenüber 1684 ein Jahr davor. Von diesen waren 890 Ende Dezember 2013 in Deutschland beschäftigt. Direkt am Stammsitz Ostfildern waren 800 Mitarbeiter tätig. Für das laufende Jahr sind rund 90 zusätzliche Stellen in Planung, insbesondere im Bereich Entwicklung von Hard- und Software. In das laufende Geschäftsjahr sind wir mit großem Optimismus gestartet. Wir sind davon überzeugt, das wirtschaftliche Ergebnis des letzten Jahres noch steigern zu können.
dei: Pilz ist ein familiengeführtes Unternehmen mit schwäbischen Wurzeln und internationaler Ausrichtung. Können Sie kurz skizzieren, in welchen Märkten sich das Unternehmen schwerpunktmäßig bewegt und welche Entwicklungen es hier derzeit gibt?
Pilz: In den letzten Jahren haben wir konsequent unsere Tochtergesellschaften aufgebaut und weiterentwickelt. Wir schauen uns die Märkte, in denen wir wachsen wollen und können, genau an. Mit den 2013 neu gegründeten Tochtergesellschaften in Kanada, Taiwan und Tschechien gehören jetzt 31 Töchter zur Pilz-Gruppe. Der Exportanteil von Pilz betrug im vergangenen Geschäftsjahr 68,2 %. In Europa sind wir sehr gut aufgestellt und in den BRIC-Staaten entwickeln wir uns gut. Insbesondere China und Amerika laufen sehr gut. Das zunehmende Sicherheitsbewusstsein und die Annäherung an europäische Standards bieten in China hervorragende Perspektiven für uns. Um die Kunden auf dem asiatischen Markt schneller beliefern zu können, errichten wir momentan im chinesischen Jintan eine eigene Produktionsstätte, die erste außerhalb Europas. Gleichzeitig erweitern wir in Ostfildern unsere Kapazitäten mit einem neuen Produktions- und Logistikzentrum. Mit dem Neubau verfolgen wir das Ziel, die Produktion und die produktionsnahen Prozesse noch effizienter zu gestalten. Das Investitionsvolumen für beide Werke in Deutschland und China beträgt rund 25 Mio. Euro.
dei: Pilz hat sich in den letzten Jahren zum Komplettanbieter entwickelt. Sie haben auch den Begriff „Complete Automation“ geprägt. Was verstehen Sie genau darunter?
Dr. Rüdiger Frank: Komplett heißt zum einen, dass das Unternehmen heute von der Sensorik über die Steuerungstechnik bis hin zur Aktorik die gesamte Automatisierungstechnik abdeckt. Ergänzt wird das Produktspektrum durch entsprechende Softwaretools, Diagnose- und Visualisierungssysteme und Dienstleistungen. So entstehen komplette Systemlösungen. Komplett heißt aber auch, dass unsere Lösungen sowohl aus Automatisierungs- als auch aus Sicherheitsfunktionen bestehen. Der Begriff „Complete Automation“ regt zur Diskussion an und daher finde ich ihn ausgesprochen gut. Wir sind jedoch nicht nur mit Produkten sehr breit aufgestellt, sondern wollen, dass der Kunde in seiner Gesamtheit zufrieden ist. Dazu müssen wir zunächst sein Problem verstehen und ihm dann eine komplette Lösung anbieten. Dies können wir mit einer großen Bandbreite eigener oder auch teilweise fremder Produkte realisieren, mit denen wir eine Komplettlösung aus einer Hand bieten. Ein Ansprechpartner bietet dem Kunden über den gesamten Lebenszyklus der Anlage ein komplettes Dienstleistungs-, Betreuungs- und Serviceangebot.
dei: Als Pilz 2009 das Automatisierungssystem PSS 4000 auf den Markt gebracht hat, war das Schlagwort Industrie 4.0 noch nicht geboren. Sie bezeichnen dieses System heute euphorisch als den neuen Stern am Automatisierungshimmel. Was meinen Sie damit?
Pilz: Ich bin begeistert, welche Anwendungen wir mittlerweile mit dem Automatisierungssystem PSS 4000 realisieren. Doch, wir sind noch lange nicht am Ende der Entwicklung, passen das System Schritt für Schritt an unterschiedliche Applikationen an. PSS 4000 besteht aus einer skalierbaren Steuerungshardware, der Vernetzung aller Systemkomponenten über SafetyNET p, dem Engineeringtool PAS 4000 und aus zahlreichen vorgefertigten Funktionsbausteinen – alles sowohl für die Funktionen der Automatisierung wie der Sicherheit. Mit diesem System werden wir dem im Zusammenhang mit Industrie 4.0 oft genannten mechatronischen Ansatz gerecht. Dieser besagt, dass sich Anlagen in funktionale Einheiten zerlegen lassen, die die Aspekte von Mechanik, Elektronik und Steuerung gleichermaßen berücksichtigen.
dei: Wo liegt die besondere Stärke von Pilz im Maschinen-, Apparate- und Anlagenbau für die Prozessindustrie?
Pilz: Durch ein breites Spektrum in der sicheren Sensorik, Steuerungs- und Antriebstechnik und mit innovativen Lösungen bieten wir beispielsweise ein gutes Angebot für die Verpackungstechnik, um sowohl Lösungen für kleinere Maschinen als auch für komplexe Anlagen wirtschaftlich realisieren zu können. Auch in diesem Bereich lassen sich sowohl Sicherheits- als auch Automatisierungsaufgaben mit dem Automatisierungssystem PSS 4000 einfach umsetzen. So passt es sich veränderten Anforderungen bzw. Produktionsabläufen des Verpackungsprozesses flexibel an. Dies führt zu hoher Wiederverwendbarkeit und bietet insbesondere Vorteile für verteilte Anlagen, wie sie in der Verpackungsindustrie zu finden sind. Pilz hat fundierte und gut ausgebildete Spezialisten für alle Bereiche. Wir bieten dem Kunden Produktschulungen, Sicherheitsanalysen, Sicherheitsbewertungen, Normenschulungen, informieren über neue Maschinenrichtlinien und bilden Personen in Zusammenarbeit mit dem TÜV Nord zum „Certified Machinery Safety Expert“ aus, eine Zusatzausbildung für Angestellte mit technischem Hintergrund.
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