Anschluss in IDC-Technik

Sekundenschnell, dauerhaft, gasdicht

Die Reihenklemmen der IDU-Reihe garantieren mit ihrem sekundenschnellen, gasdichten Anschlusssystem eine sichere Verbindung der Sensorik und Aktorik bei der kontinuierlichen Prozessregelung und -überwachung
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Great Lakes mit Hauptsitz im amerikanischen West Lafayette, Indiana, ist einer der führenden Produzenten von chemischen Spezialprodukten. Das deutsche Great Lakes-Werk im bayrischen Waldkraiburg produziert Additive, die eine vorschnelle Alterung von Kunststoffen und Gummiartikeln verhindern. Sowohl im Ex- als auch im nicht Ex-Bereich der umfangreichen Anlage kommen Reihenklemmen der IDU-Reihe zum Einsatz.

Dipl.-Ing. Horst Kalla

Eine permanente Überwachung des Prozesses zur Einhaltung hoher und konstanter Produktqualität steht auch in der deutschen Great Lakes-Produktionsstätte an erster Stelle. Die Anlage in Waldkraiburg produziert Antioxidanzien und Lichtschutzmittel. Um eine stets gleichbleibende Produktqualität zu erhalten, benötigt man modernste Produktionsverfahren und -anlagen. Nur sie garantieren die Herstellung solch hochinnovativer Stoffe. Dementsprechend verfügen diese Anlagen über eine äußerst umfangreiche Sensorik und Aktorik. Das wiederum schlägt sich in einer großen Anzahl von Signalleitungen nieder, die in der Anschlussebene verdrahtet werden muss. Für die Bewältigung dieser Aufgabe setzten die Ingenieure von Great Lakes nicht auf ein Bussystem, sondern auf Reihenklemmen mit Schnellanschlusstechnik, und zwar aus folgenden Gründen: Der Termin, an dem die neue Anlage fertiggestellt sein sollte, war sehr knapp bemessen, deshalb fiel die Wahl auf die Schnellanschlusstechnik. Außerdem wollte man diese zukunftssicheren Klemmen auch im Ex-Bereich unter Praxisbedingungen testen. Bussysteme für den Ex-Bereich hat Great Lakes in einer anderen Anlage im Einsatz. Die damit gemachten Erfahrungen waren jedoch nicht positiv: GSD-Dateien waren falsch, PLS stürzte am laufenden Band ab, auch waren benötigte Hardwarekomponenten nicht lieferbar. Bei der damaligen Anlage hatte man keinen Termindruck und somit eine entsprechend große Testphase. In der neuen Anlage, in der die Reihenklemmen mit Schnellanschlusstechnik eingesetzt werden, wollte man nicht mit dem Bus spielen. Deshalb viel die Entscheidung zu Gunsten erprobter Standardtechnik.
IDU-Reihe und ihre Vorteile
Reihenklemmen in Schneid-Klemm-Technik – IDC-Technik (Insulation Displacement Connection) – eignen sich für Anwendungen, in denen eine große Anzahl von Leitungen angeschlossen werden muss. Mit ihrem sekundenschnellen Anschluss verkürzen sie die Installationszeiten um bis zu 75% und senken so die Montagekosten. Denn zeit- und kostenintensive Arbeitsschritte wie das Abisolieren von Leitern und das Crimpen von Aderendhülsen sind überflüssig. Mit der Weidmüller IDU-Reihe lassen sich auch ein- und feindrähtige sowie feinstdrähtige (Litzendurchmesser $0,1 mm) Leiter sicher anschließen. Die Leitertypen lauten: eindrähtig/feindrähtig H05V-U/K und eindrähtig/feindrähtig H07V-U/K. Je nach Klemmentyp sind das die Querschnittsbereiche: AWG 24 (American Wire Gauge) bis AWG 16, also von 0.21 bis 1.5 oder bis 2,5 mm2 (AWG 14). Ein Spezialwerkzeug zum Anschließen ist nicht notwendig. Ein Schraubendreher genügt. Die Klemmen der IDU-Generation sind so konstruiert – Zusammenspiel zwischen fremdgefedertem Kontakt, Anschlussschieber und Klemmenkörper -, dass sie sich problemlos be- und entschalten lassen. Weidmüller garantiert auch dann noch eine einwandfreie Funktion der Klemmstelle, wenn das Kontaktsystem neun Mal mit dem maximalen und das zehnte Mal mit dem minimalen Leiterquerschnitt beschaltet wird.
Anschluss ohne Spezialwerkzeug
Beim IDC-Anschluss wird der anzuschließende Leiter einfach in die geöffnete Klemmstelle eingelegt und der Schieber mit Schraubendreher betätigt. Die Klemmstelle ist geschlossen. Bei diesem Vorgang wird die Isolierung des Leiters eingeschnitten und der Kontaktbereich geöffnet. Während des Vorschneidvorgangs wird schon der erste Kontakt zur Stromschiene hergestellt. Hat der Leiter die Endposition erreicht, ist die Isolierung vollständig durchtrennt und ein großflächiger Kontakt hergestellt.
Dauerhafter, gasdichter Kontakt
Auch bei der IDC-Technik haben die Ingenieure – wie von den anderen WeidmüllerAnschlussarten bekannt – die Trennung zwischen mechanischer und elektrischer Funktion beibehalten. Das heißt, es werden fremdgefederte Kontakte eingesetzt; mit dem Vorteil, dass die verwendete Kupferschiene mit Zinnoberfläche einen geringen Spannungsfall garantiert und die Edelstahlfeder einen dauerhaften Kontakt sichert. Durch die ausgleichende Wirkung der Fremdfeder können selbst dann noch kleine Querschnitte angeschlossen werden, wenn vorher große Leiter den Kontakt aufgeweitet hatten.
Die besondere Konstruktion des fremdgefederten Kontaktes, sowie die verwendeten Materialien garantieren einen dauerhaften, gleichbleibenden und gasdichten Kontakt. Eine Relaxation, also das Nachlassen der Kontaktkraft, ist bei diesem System ausgeschlossen.
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