Service für Dichtungen. Instandhaltungsmanagement reduziert Kosten für Anwender - prozesstechnik online

Instandhaltungsmanagement reduziert Kosten für Anwender

Service für Dichtungen

Dichtungen sind sehr serviceintensiv. Mittlerweile gibt es aber Erfahrungen aus rund 80 internationalen Serviceverträgen.
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Der Anwender einer Dichtung erwartet nicht nur ein qualitativ hochwertiges Produkt, sondern auch einen schnellen und fachgerechten Service vor Ort. Die Dichtungshersteller sind daher immer mehr gefordert, ihren Anwendern ein umfassendes Konzept für ein kosten- und qualitätsbewusstes Instandhaltungsmanagement anzubieten. Neben der eigentlichen Reparatur und Wartung gewinnt die umfassende Beratung zu allen dichtungsrelevanten Fragen zunehmend an Bedeutung.

Dr. Nico Haßmann

Dichtungen sind in der Mehrzahl Verschleißprodukte mit einer begrenzten Lebensdauer und erfordern daher einen intensiven Service. Service bedeutet aber schon lange nicht mehr nur die bloße Instandsetzung der Dichtung. Vielmehr erwartet der Anwender, dass neben der Reparatur umweltgerechte Problemlösungen, Standardisierungen, Anwendungsversuche, Unterstützung bei Inbetriebnahmen, Reparatur- und Kostenanalysen, dichtungstechnische Seminare und praxisnahe Trainings Bestandteil des Services werden. Dieser Anspruch verlangt, dass der Service wie ein Produkt auf die ganz spezifischen Anforderungen und Vorstellungen des Anwenders abgestimmt werden muss. Aus einzelnen Servicebausteinen lässt sich ein maßgeschneidertes und umfassendes Service-Konzept für jeden Einzelnen entwickeln.
Servicebausteine
Die Beratung beinhaltet die Durchführung einer Analyse der vorhandenen Dichtungen in der Betriebsanlage. Auf Basis des Ist-Zustandes wird ein Standardisierungsvorschlag erarbeitet mit dem Ziel, die Anzahl der eingesetzten Dichtungstypen, -größen und -werkstoffe – unter Beachtung von Werksnormen und technischen Vorschriften – zu minimieren. Eingearbeitet werden dabei entsprechende technische Verbesserungen und Umrüstungsvorschläge.
Die Instandhaltung beinhaltet die Reparatur, Wartung und Umrüstungen von Dichtungen und Versorgungssystemen durch qualifizierte Monteure und Techniker in der Anlage bzw. in den entsprechenden Serviceeinrichtungen in Anwendernähe. Mit entsprechenden Software-Programmen können die für die Funktion einer Dichtung relevanten Daten erfasst und dokumentiert werden. Dies beinhaltet neben den Betriebsdaten auch die Störfallursachen, die Maßnahmen zur Schadensbeseitigung sowie die Kosten. Damit ist eine kontinuierliche Beurteilung des Dichtungslebenslaufes und der entstehenden Instandhaltungskosten möglich.
Mit dem Punkt Lagermanagement kann eine optimierte und kostengünstige Lagerhaltung beim Kunden oder in seiner unmittelbaren Nähe angeboten werden. Mit Seminaren und Training werden für Instandhaltungs- und Wartungspersonal, Betriebsmeistern und -ingenieuren aus den unterschiedlichen Industriebereichen gezielt umfangreiche Weiterbildungsprogramme angeboten.
Erfahrungen bei ICI
Ein Beispiel für die Entwicklung eines solchen Service-Konzeptes ist ICI-Chlor-Chemicals. Seit November 1999 besteht ein Drei-Jahres-Vertrag über ein umfassendes Seal-Care-Programm für die Chlor-Chemicals-Anlagen in Großbritannien. Dies betrifft u.a. Runcorn als einen der größten Chlor-Hersteller in Europa. Chlor-Chemicals suchte einen Partner, der nicht nur Dichtungen liefert und repariert, sondern weitere Vorteile für den Betrieb der Anlagen durch Erhöhung der Standzeiten, Reduzierung des Lagerbestandes und Prozessverbesserung bringen sollte. Noch während der Vertragsentwicklung wurde eine technische Erfassung der Gleitringdichtungen im Hinblick auf die Betriebsbedingungen in den Anlagen durchgeführt.
Ergebnis der Verhandlungen zwischen den Partnern war ein Liefervertrag über Neudichtungen und Ersatzteile sowie eine Service- und Reparaturvereinbarung. Dies beinhaltet auch eine definierte Verbesserung des MTBF-Wertes (Mean Time Between Failure), eine technische Unterstützung in der Anlage durch Mitarbeiter des Herstellers und eine kontinuierliche Schulung der Chlor-Chemicals-Mitarbeiter. Durch das vereinbarte umfassende Standardisierungsprogramm für die eingesetzten Gleitringdichtungen konnte die Vielfalt von ca. 50 verschiedenen Typen auf 7 Typen reduziert werden. Des Weiteren wurde eine auf den Anwender zugeschnittene Software installiert, mit der die Anlageningenieure eine kontinuierliche Erfassung aller Reparaturen und Kosten für die Pumpen und Gleitringdichtungen durchführen können. Dadurch ist eine klare Erfassung aller Daten zur Funktion von Pumpe und Dichtung für die Prozess- und die Instandhaltungsingenieure möglich.
Zusammen mit dem Anwender wurde ein Konzept erarbeitet, mit dem kontinuierlich Kosten eingespart werden. Chlor-Chemicals wird hierbei mit einem Fixkostenmodell die jährliche Reduzierung der Instandhaltungskosten für Gleitringdichtungen garantiert. Dies gibt dem Anwender Sicherheit in seiner Kostenplanung über die gesamte Vertragslaufzeit und bringt zusätzliche Kostenersparnisse während der Vertragslaufzeit.
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