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Smartes Gefahrstoffmanagement im Labor

Sicherheitsschränke intellligent vernetzt
Smartes Gefahrstoffmanagement im Labor

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Mitarbeiter müssen im Labor oftmals mit gefährlichen oder leicht entzündlichen Substanzen umgehen. Der Einsatz von smarten Lösungen bietet Sicherheit bei der Lagerung von Gefahrstoffen, setzt Ressourcen frei und es bleibt mehr Zeit für die Forschung. Mit aktuellen Kenndaten und intelligenter Vernetzung wird der Gefahrstoffschrank ein Teil der Unternehmenswertschöpfungskette.

Die Lagerung von brennbaren Medien, Gefahrstoffen und Chemikalien gehört branchenübergreifend zum Laboralltag. Sie ist in verschiedenen Gesetzen geregelt wie z. B. in der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) oder den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS). Handelt es sich um die Lagerung original verpackter oder fest verschlossener Substanzen, deren Dämpfe im Regelfall nicht in die Atmosphäre gelangen, spricht man von passiver Lagerung. Die passive Lagerung in Sicherheitsschränken ist ausführlich in der Vorschrift TRGS 510 geregelt. In der Praxis ist jedoch oft die aktive Lagerung Realität, wenn nämlich am Sicherheitsschrank Stoffe ab- und umgefüllt werden, mit Substanzen gearbeitet wird oder zu entsorgende Abfallstoffe anfallen. Die aktive Lagerung umfasst demnach das Aufbewahren brennbarer Flüssigkeiten in ortsbeweglichen Gefäßen, die am Ort ihrer Lagerung ortsfest als Entnahme- und Sammelbehälter benutzt oder zu sonstigen Zwecken geöffnet werden. Über den Brandschutz hinaus sind nun weiterreichende Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Insbesondere das verstärkte Entweichen von Dämpfen und das daraus resultierende höhere Risiko von explosionsgefährlicher Atmosphäre erfordern entsprechende Lösungen.

Sicherheitsschränke nach Maß

Mit der TÜV-baumustergeprüften Schranklinie Disposal UTS ergo line hat Düperthal eine Lösung für die verschiedensten Anforderungen und Arbeitsprozesse
kreiert. Im Brandfall gewähren die nach
DIN EN 14470-1 baumustergeprüften Sicherheitsschränke der Serie Disposal UTS ergo line 90 Minuten Feuerwiderstandsfähigkeit. Darüber hinaus wurde die Modellreihe vom TÜV Süd mit dem High-Quality-Gütesiegel für gehobene Ausführung, Benutzerfreundlichkeit und erhöhte Lebensdauer ausgezeichnet. Sowohl das Prüfzertifikat als auch das damit verbundene Explosionsschutzdokument sind für eine umfassende Gefährdungsanalyse von Bedeutung. Denn die Betriebssicherheitsverordnung verpflichtet jeden Arbeitgeber zur Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung für seine Arbeitsmittel. Neben den Arbeitsschutzgesetzen und der TRGS 526 sind eine Vielzahl an zusätzlichen Vorschriften im Labor zu berücksichtigen. Geprüfte und zertifizierte Einrichtungen und Produkte vereinfachen dabei die notwendigen Dokumentationen in einem nachhaltigen Qualitäts- und Umweltmanagement.

Explosionsschutz

Um ein sicheres Ab- und Umfüllen zu gewährleisten, verfügen alle Modelle der Schrankserie für die aktive Lagerung nach den gängigen Vorschriften TRGS 509 und TRGS 526 (Laborrichtlinie) über eine optimierte Lüftung und eine erweiterte Erdung. Die Wirksamkeit sowie die Kontrolle der Abluft sind ein wichtiger Bestandteil zur Einhaltung des Explosionsschutzkonzeptes. Bei der aktiven Lagerung müssen Sicherheitsschränke zwingend an eine technische Lüftung angeschlossen und überwacht werden. So verfügen die UTS-ergo-line-Sicherheitsschränke über eine effiziente Luftführung mit erhöhtem Abluftvolumenstrom, dessen dreifache Wirkung Sicherheit gewährleistet. Mit der Objektabsaugung werden Dämpfe und Schadstoffe, die beim Umfüllen am Sammelbehälter entstehen können, direkt an der Entstehungsstelle sicher aufgenommen. Zeitgleich greift als zweite Stufe des Sicherheitspaketes die Absaugung des gesamten Schrankinnenraumes. Zusätzlich sind alle Sockel mit einer permanenten Bodenabsaugung mit frontalen Abluftschlitzen ausgestattet. Mit Anschluss der Abluft werden automatisch Dämpfe und Schadstoffe, die sich am Boden sammeln, sicher aufgenommen und der Abluft zugeführt. Zudem wird die Lüftungsfunktion mit der serienmäßig integrierten Abluftüberwachungseinheit überwacht. Bei Druckabfall oder Lüftungsausfall erfolgt eine akustische Fehlermeldung. Zur Einhaltung des Explosionsschutzes ist bei der aktiven Lagerung die Durchgängigkeit der Erdung bzw. ein Potenzialausgleich notwendig. Daher sind alle Oberflächenbeschichtungen der Sicherheitsschränke innen und außen sowie die An- und Einbauten gemäß
TRGS 727 elektrisch leitfähig ausgelegt. Der Anschluss an die hauseigene Erdung erfolgt über Potenzialausgleichslaschen.

Intelligentes Assistenzsystem

Das serienmäßig integrierte intelligente Assistenzsystem Smart Control überwacht die Funktionalität der Abluft und den aktuellen Füllstand der Sammelbehälter im Sicherheitsschrank. Der Impulsgeber für die Ermittlung des Füllstands kann wahlweise ein kapazitiver Sensor oder eine Schwimmersonde mit einem bis drei Messpunkten sein. Angezeigt werden die Informationen auf einem Touchdisplay mit Fehleranzeige und Protokollierungsfunktion. Das intelligente System warnt rechtzeitig vor Überfüllung und gibt einen entsprechenden optischen und akustischen Alarm, der über potenzialfreie Kontakte auch weitergeleitet werden kann.

Sicherheit in der Prozesskette

Alternativ zur Lösung Smart Control bietet Düperthal mit dem Cabi2Net-Netzwerk eine weitere Lösung an, den steigenden Anforderungen an Leistung und Effizienz, für die inzwischen jeder einzelne Nutzer verantwortlich ist, zu begegnen. Sicherheitsschränke können im Netzwerk miteinander verbunden und Arbeitsabläufe gesteuert werden. Prozesssicherheit ist dabei das zentrale Stichwort. Denn Betreiber tragen längst nicht mehr nur Sorge für die Sicherheit der Anwender und der Tätigkeiten während der internen Prozesskette; sie müssen diese auch dokumentieren und zur Weiterverarbeitung durch digitale Geräte aufbereiten. Eine Grundvoraussetzung hierfür sind zuverlässige Sensoren zur Überwachung der jeweils benötigten Parameter.

Mit Cabi2Net in Kombination mit vielfältigen Sensoren können Prozesse von vielen verschiedenen Sicherheitsschränken im Netzwerk optimiert und auf die Bedürfnisse vor Ort angepasst werden. So können z. B. Füllstände bei der Sammlung brennbarer Flüssigkeiten erfasst und entsprechende – selbstständige – Maßnahmen eingeleitet werden. Die Technologie erlaubt ferner, z. B. Temperaturen präventiv auszuwerten oder die Türschließung zu überwachen. Die große Auswahl an Sensoren in Kombination mit Düperthal-Sicherheitsschränken entlastet bei der täglichen Arbeit und gibt den Verantwortlichen Gewissheit, den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Prozesssicherheit wird gewährleistet und alle Parameter werden mit Cabi2Net automatisch für die Gefährdungsanalyse dokumentiert.

Das System unterstützt zusätzlich mit aktuellen Kenndaten und intelligenter Vernetzung die effiziente Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette. Informationen beispielsweise zu Füllständen oder Störungen können endgeräteunabhängig über ein Webinterface abgerufen werden. Das System ist einfach skalierbar und kann in die allgemeine Gebäudeautomatisierung eingebunden oder parallel dazu als autarkes Netzwerk betrieben werden. Dies ermöglicht, alle relevanten Informationen über den Betriebsstatus der Sicherheitsschränke mit dem Smartphone, Tablet oder PC abzufragen, und dies standortunabhängig.

Düperthal Sicherheitstechnik GmbH & Co.KG, Karlstein


Autor: Christian Völk

Leiter Marketing,

Düperthal Sicherheitstechnik

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