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Ungewöhnliches Bildungsprojekt

Rätsel Januar 2014
Ungewöhnliches Bildungsprojekt

Wer es lesen kann, ist im Vorteil!
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Gerade einmal 27 Jahre alt wurde die weibliche Hauptdarstellerin unserer Geschichte. Und dennoch sorgte sie für Furore, dass sich selbst berühmte Literaten mit ihrem Leben beschäftigten. Angefangen hatte alles im Jahre 1821, als ein kleines uneheliches Mädchen in der Schweiz geboren wurde. Der Großvater kümmerte sich liebevoll um die Kleine bis zu seinem Tod. Mit 15 machte unsere Protagonistin eine Lehre als Näherin und startete dann eine Karriere als Kinder- und Nähmädchen im Hause eines deutschen Chemie-Professors in Zürich. Hier traf sie zufällig auf einen deutschen Star-Mediziner. Aus diesem Aufeinandertreffen entstand eine tiefe Liebesbeziehung, über die der angesehene Arzt schrieb: „…und so passierte mir das lächerlichste, was einem Kavalier von Welt in solchem Verhältnis begegnen kann: Ich interessierte mich nicht bloß für ihren Körper, sondern auch für die Seele des Mädchens.“ Damit war die Situation klar. Oder etwa doch nicht? Sie haben sicher das Problem erkannt: Während unser Mediziner ein angesehener Professor aus dem Bürgertum war, stammte unser junges Kindermädchen aus eher unrühmlichen Verhältnissen. Doch Not macht erfinderisch. Unser Mediziner startete für sein Liebchen ein ungewöhnliches Bildungsprojekt.

Was jetzt folgte, ist der Stoff, aus dem eine brilliante Liebesgeschichte auch heute noch besteht: Zunächst gab unser Professor seine geliebte in die Obhut seines Schwagers Carl Gustav August, der sie wiederum unter einem Pseudonym in ein Mädchenpensionat für „höhere Töchter“ in Traben einführte, wo sie im Kreise deutlich jüngerer Mitschülerinnen das übliche bürgerliche Bildungsprogramm durchlief: Spracherziehung, Religion, Literatur, Mythologie, Deklamation, Klavierspiel, Zeichnen und Tanz. Nach einer gezielten Indiskretion drohte der Schwindel allerdings aufzufliegen. Kurzerhand nahm die Schwester des Professors das Heft in die Hand und holte das Mädchen in ihren Haushalt, um die Ausbildung zur standesgemäßen Braut abzuschließen. Doch im Hintergrund spannen die Gegner der Mesalliance ihre Intrige weiter. Im Oktober 1845 sahen sich die Liebenden nach eineinhalb Jahren erstmals wieder, doch unserem Professor blieb jetzt nichts anderes mehr übrig, als seinem Vater die nicht standesgemäße Liebe zu gestehen. Dieser hatte aber ein Einsehen und gestattete die Verlobung der beiden im Dezember 1845. Schon im März 1846 fand die Trauung in Trier statt. Doch das junge Glück war nur von kurzer Dauer: Schon auf der Hochzeitsreise nach Wien litt die Frischverheiratete an Hustenanfällen und „Bluthusten“. Trotzdem kam im Dezember 1846 der Sohn Karl zur Welt, im Januar 1848 die Tochter Elise. Ihre Mutter starb am 21. Februar 1848 an der Exacerbation einer Lungentuberkulose. Schon zeitgenössisch fragte man sich offensichtlich, ob die „Versuchsanordnung dieses Bildungsexperiments“ einen ungünstigen Einfluss auf den Krankheitsverlauf zeitigte.
Wie heißen die beiden Liebenden, deren unglaubliche Geschichte mehrfach in der Literatur in Geschichten und Erzählungen niedergeschrieben wurde?
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