Ob Fruchtsecco oder Biermixgetränk

Flexible Hygienepumpen meistern große und kleine Mengen

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Biermixgetränke, alkoholfreie Sektvarianten oder Craft-Biere – der Getränkemarkt ist in den vergangenen Jahren kräftig durcheinandergewirbelt worden. Was den Verbraucher freut, fordert den Hersteller oder – wohl eher – den Ausrüster. Altgewohnte Prozesse verändern sich, müssen flexibler werden und oft noch höhere Hygieneanforderungen erfüllen. KSB meistert diese Aufgaben mit seiner Produktpalette, wie drei Beispiele aus der Praxis zeigen.

Bei Puristen rufen Biermix-Getränke oder Fruchtseccos häufig nur ein Kopfschütteln hervor. Der Markt für diese Getränkevarianten wächst jedoch. Alkoholfreie Biermisch-varianten bieten eine Alternative zu alkoholfreien Getränken wie Apfelschorle oder Softdrinks und beim Sekt sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Die Anlagentechnik muss diesem Trend folgen und sich auf die hohe Variantenvielfalt einstellen. Die Mengen können stark schwanken – je nachdem, welche Geschmacksrichtung gefragt ist. Schließlich reichen die Absatzmengen selten an die Pro-Kopf-Volumina eines klassischen Getränkes heran. Aber auch bei den Hygieneanforderungen muss der Anwender neu denken. Natürlich produziert man alkoholhaltige Getränke auch in einem hygienischen Umfeld. Die Herstellung ist dennoch nicht so anspruchsvoll wie bei Mixgetränken, die durch die Zugabe von Säften oder Zucker und das Fehlen von Alkohol einen guten Nährboden für Bakterien bieten.

Im Einsatz bei Rotkäppchen

Seit Anfang des Jahres läuft in Eltville am Produktionsstandort von Rotkäppchen-Mumm eine neue Anlage. Dort produziert man für den Sekt-Premiumbereich die Neuheit „Mumm Dry Alkoholfrei“. Mittlerweile füllt der Hersteller pro Jahr rund 6 Mio. l der alkoholfreien Variante ab, mit steigender Tendenz. Die Sektkellerei produziert in der Anlage auch 8 Mio. l Weinmischgetränke, beispielsweise Fruchtsecco in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen.

Anfänglich war die Anlage für große Mengen der alkoholfreien Sektvariante geplant. Beflügelt durch den Erfolg hat man mittlerweile weitere Geschmacksrichtungen der Rotkäppchen-Fruchtseccos erfolgreich am Markt platziert. In der gleichen Anlage werden nun sowohl große als auch kleinere Mengen produziert. Dies verlangt von der Pumpen-, der Tank- und Verrohrungstechnik sowie der Automatisierung ein hohes Maß an Flexibilität. Gemeinsam haben die InfraServ Wiesbaden und KSB die Pumpen für diese Anlage geplant und ausgewählt. Ein besonderes Augenmerk mussten die Ingenieure auf die hygienegerechte Auslegung der Anlage legen. Während der klassische Sekt durch seinen hohen Alkoholgehalt vor Verkeimungen geschützt ist, fehlt dieser Effekt bei der alkoholfreien Variante. Daher muss man bei den Pumpen besonders viel Wert auf die hygienegerechte Ausführung legen. Sie müssen CIP-fähig sein, also mit Säure und Lauge befahrbar sein und hohe Temperaturen aushalten. Im Tanklager des neuen Produktionsbereiches fördern zwölf Vitacast-Pumpen Weine und alkoholfreie Getränke zwischen den 27 Tanks. Sie übernehmen auch den Transport zu den Abfüllanlagen.

Hierbei müssen sie die automatisierungstechnischen Bedingungen und Qualitätsanforderungen einhalten, beispielsweise Druck und Temperatur und natürlich die Fördermengen. Aufgrund des stark schwankenden Bedarfs sind alle Pumpen mit einem Frequenzumrichter ausgestattet. Der Pumpenantrieb Pumpdrive, der aus einem IE5-Synchron-Reluktanz-Motor und einem smarten Frequenzumrichter besteht, passt die Drehzahl der Pumpe kontinuierlich an den tatsächlichen Bedarf der Anlage an. Da die Anlage durch einen hohen Automatisierungsgrad geprägt ist, besitzen alle Pumpen eine Profibus-PA-Anbindung.

Auch Famix setzt auf Vitacast

Der renommierte Anlagenbauer Famix hat für die Brauerei Locher in Appenzell – bekannt für das beliebte Schweizer Bier Quöllfrisch – eine neue Produktionsanlage entwickelt und gefertigt. Um die Anforderungen der Brauerei bestmöglich erfüllen zu können, entschied sich Famix bei diesem Projekt für den Einsatz von Vitacast-Pumpen. In der neuen Anlage sollten sowohl alkoholfreie Softdrinks als auch Biermischgetränke hergestellt werden. Da beides sehr empfindliche Produkte sind, ist in der gesamten Anlage auf einen besonders schonenden Umgang mit den Medien zu achten. Um eine mikrobiologische Kontamination zu vermeiden, wurde sie nach den Regeln des Hygienic Design ausgelegt.

Eine weitere Besonderheit der Anlage ist, dass die Mischgetränke direkt inline, also in der Maschine, hergestellt werden. Dafür wird Wasser entgast und der enthaltene Sauerstoff entzogen. Anschließend mischt man mit den richtigen Komponenten zum fertigen Getränk. Da die Ausmischung inline stattfindet, ist kein Drucktank notwendig. Es ergeben sich jedoch besondere Anforderungen an die Pumpen. Da sie das verwendete Wasser aus einem Vakuumtank saugen, müssen die gewählten Pumpen über einen entsprechenden NPSH-Wert verfügen. Das Fördern aus dem Vakuumbehälter stellt auch für die Wellenabdichtung eine Herausforderung in Bezug auf möglichen Trockenlauf dar.

Craft-Bier im Aufwind

Die ursprünglich aus den USA stammenden Craft-Biere haben längst fast überall auf der Welt großen Erfolg. Auch die Brewdog-Brauerei in Schottland hat ein neues Sudhaus für eine Craft-Bieranlage errichtet. Aufgrund der steigenden Nachfrage sahen die Schotten ab, dass die vorhandene Sudhaus- und Gärkapazität bald ausgereizt sein würde. Der Hauptsitz der Brewdog in Ellon soll daher um einen 4500 m2 großen Anbau erweitert werden. KSB wurde vom Anlagenbauer Ziemann Holvrieka mit der Lieferung der Pumpen für diese Anlage beauftragt, und zwar nicht nur mit der hygienegerecht ausgeführten Pumpenausrüstung, sondern auch mit den Pumpen für die Sekundärprozesse.

Im Sudhaus, wo das Bier produziert wird, installierte KSB Pumpen des Typs Etachrom, Etabloc, KWP und Movitec. Der Prozess im Keller befasst sich mit der Behandlung des Endprodukts, wobei strengste Hygieneanforderungen erfüllt sein müssen. Darüber hinaus fördern Industrieprozesspumpen im Keller kaltes Glykol zur Regulierung der Temperatur. Ein Großteil der Lebensmittelpumpen Vitachrom und Vitaprime arbeiten in den CIP-Prozessen der Brewdog. Dort ermöglichen sie die Reinigung der Brauausrüstung nach Hygienevorschriften ohne Demontage der Ausrüstung. Dies erlaubt einen optimierten Chargenbetrieb und verringert die Stillstandszeit auf ein Minimum.

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: dei0318ksb

Halle 10.2, Stand D010


Autor: Bryan Orchard

Freier Journalist



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