Bezahlen nach Verbrauch

Pay-per-Use-Modell für Druckluft

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Druckluft wie Strom und Wasser nach Verbrauch bezahlen? Mit der Pay-per-Use-Lösung wird das komplett unabhängig von der gewählten Kompressormarke möglich. Investitions-, Wartungs- und sonstige Servicekosten für die Druckluftanlage entfallen vollständig. Abgerechnet wird der tatsächliche Druckluftverbrauch, der anhand real gemessener Werte erfasst wird. Darüber hinaus gibt es keine monatlichen Mindestabnahmemengen.

Planbar und komplett variabel – das wünschen sich Controller und Unternehmensverantwortliche für „ihre Kosten“. Für Druckluft konnte dieser Wunsch bisher nur mit großen Einschränkungen realisiert werden. Möglich war es nur für wenige Kompressorstationen und bei Einhaltung einer monatlichen Mindestabnahme. Der süddeutsche Druckluft- und Pneumatikspezialist Mader hat deshalb ein Bezahlmodell für Druckluft entwickelt, das komplett herstellerunabhängig funktioniert und ohne monatliche Mindestabnahme umsetzbar ist.

Contracting gleich Pay-per-Use?

Finanzierungs- und Outsourcing-Modelle sind nichts Neues im Bereich Druckluft. Beim Contracting übernimmt ein externer Dienstleister, der Contractor, beispielsweise die Finanzierung einer Druckluftanlage (Finanzierungs-Contracting), das technische Anlagenmanagement (Betriebsführungs-Contracting) oder vereint beide Funktionen in Form eines Energieliefer-Contractings. Letzteres gilt als das klassische Contracting, bei dem der Contractor die gesamte benötigte Energiedienstleistung übernimmt und der Kunde allein die Druckluft einkauft. Üblicherweise wird bei einem Contracting-Vertrag die Abnahme einer gewissen Menge Druckluft in definierter Druckluftqualität vereinbart. Die Preise setzen sich, wie beim Strom, oftmals aus einem Grundpreis und einem Arbeitspreis zusammen. Im Rahmen dieses Modells werden gewöhnlich feste monatliche Abnahmemengen vereinbart. Steigt der Druckluftverbrauch unerwartet stark, werden Mehrkosten pro Kubikmeter fällig. Ist der Druckluftverbrauch geringer als kalkuliert, wird dennoch die vereinbarte Abnahmemenge in Rechnung gestellt. Weiteres Merkmal der Contracting-Verträge ist eine lange Laufzeit von mindestens sechs oftmals bis zu zehn Jahren. Die damit verbundene Inflexibilität bei schwankendem Druckluftverbrauch ist für den Kunden ein Hindernis. Ins Gewicht fällt auch die mangelnde Transparenz darüber, wie viel Druckluft in welchen Unternehmensbereichen tatsächlich verbraucht wird.

Pay-per-Use ist dagegen genau das, was der Name des Betreibermodells vermuten lässt – bezahlen nach Verbrauch. Mit dem Kunden wird ein Preis pro Kubikmeter Druckluft vereinbart, in dem alles enthalten ist: die Finanzierung der Anlage, die Wartung, die Zustandsüberwachung, die maximale Anlagenverfügbarkeit, etwaige Reparaturen mit Originalersatzteilen und Ersatzkompressoren im Fall der Fälle. Das alles wird von Mader übernommen. Der Kunde hat dabei keinerlei Fixkosten, Druckluft wird zum variablen Budgetposten. Die Laufzeit des Modells liegt in der Regel bei maximal sechs Jahren, kann aber individuell angepasst werden und richtet sich danach, wie schnell die vertraglich vereinbarte Gesamtdruckluftmenge vom Kunden „verbraucht“ wird.

Druckluftverbrauch in Echtzeit

Das Pay-per-Use-Modell ist erst mit der Digitalisierung der Druckluftkette möglich geworden. Die von der Looxr GmbH vorangetriebene Entwicklung einer Software, die einen vollständigen Überblick über die gesamte Druckluftkette erlaubt, liefert alle notwendigen Daten für die Cent genaue Abrechnung des Druckluftverbrauchs im Rahmen des neuen Betreibermodells. Über das Online-Portal Looxr Druckluft 4.0, das Pay-per-Use-Kunden standardmäßig nutzen können, lässt sich exakt nachvollziehen, wann, wo und wie viel Druckluft verbraucht wurde. Looxr gibt auch Auskunft darüber, wie energieeffizient das Druckluftsystem ist und ob Eingriffe notwendig sind, um die Druckluftversorgung zu sichern.
Das sind wichtige Informationen für den Betreiber der Anlage. Gleichzeitig wird der Pay-per-Use-Kunde dabei unterstützt, Strom einzusparen, indem die Energieeffizienz der Anlage permanent optimiert wird. Er erhält also eine optimal auf seinen Bedaf abgestimmte, energieefffiziente Druckluftanlage. Konkrete Handlungsempfehlungen zur Senkung des Druckluftverbrauchs liefert die Software Looxr gleich mit.

Im Vergleich zu älteren Bestandsanlagen lassen sich bis zu 50 % der Energiekosten bei einer neuen Druckluftanlage einsparen. Werden beispielsweise die empfohlenen Kompressoren mit Wärmerückgewinnungssystemen ausgestattet, kann der Kunde die Abwärme der Kompressoren kostenfrei nutzen. Ob für Heizzwecke, Nutzung als Prozesswärme oder zur Kühlung durch die Installation von Sorptionskälteanlagen.

Pay-per-Use und Lean Production

Je höher die Investitionssumme, umso lohnenswerter kann das Pay-per-Use-Modell sein. Bei der Abwägung, welches Modell für die eigene Druckluftanlage gewählt wird, sollten möglichst alle damit verbundenen Kosten berücksichtigt werden. Dazu gehören Kapitalkosten ebenso wie Kosten für Energie, Wartung und Betrieb als auch Störungskosten bei Ausfällen in der Druckluftanlage. Gerade Störungskosten sind schwer kalkulierbar.

Das Pay-per-Use-Modell macht Druckluft
zu einem variablen, direkt von der Produktionsmenge abhängigen Budgetposten.
Vor allem Unternehmen, die auf Lean
Production setzen, sind prädestiniert für das Pay-per-Use-Konzept. Wird Druckluft als Energieträger zugekauft, kann das Unternehmen sich auf seinen eigentlichen Wertschöpfungsprozess konzentrieren, bleibt effizient und schlank in den unterstützenden Prozessen. Vorteilhaft ist auch, dass mit dem Einsatz von Looxr Druckluft 4.0 der Druckluftverbrauch zu einer transparenten, direkt zuordenbaren Kennzahl wird. Der Pay-per-Use-Kunde erhält die volle Kostenkontrolle.

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: cav0519mader


Autor: Marco Jähnig

Mitglied der Geschäftsleitung,

Mader

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