Lückenlose Lackverfolgung. Hemmelrath setzt auf durchgängige ERP-Lösung - prozesstechnik online

Hemmelrath setzt auf durchgängige ERP-Lösung

Lückenlose Lackverfolgung

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Die Hemmelrath Lackfabrik mit Hauptsitz in Klingenberg am Main produziert Lacke für die Automobilindustrie. Um die hohen Qualitätsstandards der Branche zu erfüllen, reichte die bisherige Planungssoftware nicht mehr aus, da sie die Geschäftsprozesse nicht durchgängig unterstützte. Durch die Einführung der ERP-Lösung Blending wurde jetzt das Fundament für die Auftragsabwicklung, die Abfüllung, die Lagerverwaltung und die Auslieferung bis hin zum Qualitätsmanagement im Labor und zur Containerverwaltung geschaffen.

Birgit Osterholt

Rahmenverträge mit den Automobilwerken und Aufträge, die 20 Wochen vor Liefertermin eingehen, erlauben der Hemmelrath Lackfabrik, ihre Fertigung zu 90 % plangesteuert zu organisieren – auch wenn die Feinabstimmung noch am Tag vor der Auslieferung erfolgt. „Bei uns kommt es vor allem darauf an“, charakterisiert Heinrich Fäth, EDV-Leiter bei Hemmelrath, die Herausforderung, „die hohen Qualitätsanforderungen der Automobilindustrie zu erfüllen. Denn natürlich geben uns die Automobilhersteller mit technischen Spezifikationen genau vor, welche Eigenschaften unsere Lacke haben müssen. Außerdem ist es für uns wichtig, dass wir möglichst effizient produzieren und unsere verschiedenen Produktionslinien optimal auslasten.“ Mit der bisherigen Software war das nicht mehr zu schaffen, weil sie die Geschäftsprozesse nicht durchgängig unterstützte. Die Hemmelrath Lackfabrik sah sich also bei verschiedenen Anbietern nach einer anderen Lösung um. „Blending hat unseren Anforderungen am besten entsprochen“, erläutert Fäth. „Es basiert auf Microsoft-Technologie, daher passt es nahtlos in unsere Office-Umgebung und ist offen für eigene Zusatzprogramme. Außerdem bildet es unsere individuellen Arbeitsabläufe am besten ab: von der Auftragsabwicklung über die dreistufige Produktion, die Abfüllung, Lagerverwaltung und Auslieferung bis hin zum Qualitätsmanagement im Labor und zur Containerverwaltung.“
Chargen und Rezepturvielfalt im Griff
Eine besondere Anforderung an das EDV-System ist eine lückenlose Chargenverfolgung aller Rohstoffe und Fertigprodukte. „Obwohl unterschiedliche Rohstoffe in verschiedenen Ansätzen zu einer Charge zusammengeführt und schließlich wieder in verschiedene Gebinde getrennt werden“, erläutert Fäth, „können wir die Chargen mit Blending jetzt vorwärts und rückwärts ganz leicht verfolgen. Per Mausklick sehen wir, in welchem Endprodukt welche Rohstoff-Chargen verarbeitet wurden.“
Mit Blending werden die Rezepturen zunächst mit allen benötigten Ressourcen wie Rohstoffen, Perlmühlen, Rührwerken, Dissolvern, Containern, Tankwagen und auch Mitarbeitern und Produktionszeiten eingegeben. Sobald ein Kundenauftrag eingegeben wird, prüft Blending anhand der Rezepturen automatisch den Lagerbestand benötigter Rohstoffe und generiert, wenn nötig, einen Einkaufsauftrag. Auch die technischen Spezifikationen der Kunden sowie Prüfkriterien und -prozesse für das Labor werden für jede Rezeptur in Blending festgehalten, so dass über sie alle notwendigen Arbeitsabläufe geplant und gesteuert werden können. „Unsere Rezepturen variieren hinsichtlich der Automobilwerke, an die wir liefern – sogar wenn sie zum gleichen Hersteller gehören“, erklärt der EDV-Leiter weiter. „Dort unterscheiden sich die Produktionslinien und – trotz gleicher technischer Eigenschaften des Lacks – modifizieren wir die Lackrezepturen, um für jedes Werk das Optimum zu liefern.“ Heute sind insgesamt etwa 3000 Rezepturen in der Branchenlösung von Incodev hinterlegt.
Hunderten von Containern europaweit auf der Spur
Die Auslieferung der Produkte erfolgt bei Hemmelrath auf unterschiedliche Weise. Manche Lieferungen umfassen ganze Tankzüge mit 20 t Lack, LKWs sind mit bis zu 24 t Lack beladen. Manche Kunden holen mit ihren Spediteuren auch jeden Tag eine Menge von nur zwei bis drei Tonnen Lack ab, um die eigene Lagerhaltung zu minimieren. Drei Viertel der Auslieferungen erfolgt aber in über 1700 eigenen Mehrwegcontainern, die ein Fassungsvermögen von 900 bis 1700 l haben und in ganz Europa unterwegs sind. „Dank Blending können wir auch die Mehrwegcontainer jetzt komfortabel verwalten“ erläutert Fäth den Nutzen der neuen Software. „Heute wissen wir nicht nur genau, wo unsere Container gerade sind und welche Chargen mit welchen technischen Eigenschaften sie enthalten. Auch die Reinigung in unserer neuen vollautomatischen und Wasser sparenden Waschanlage, die Prüfung auf Rückstände und die Freigabe zur erneuten Befüllung werden mit Blending unterstützt.“
Technische Kriterien und Gefahrstoffe voll unter Kontrolle
„Qualität ist in unserer Branche oberstes Gebot“, betont der EDV-Leiter die Bedeutung des Qualitätsmanagements. „Deshalb war uns die nahtlose Anbindung eines Labor-Informations-Management-Systems enorm wichtig. Und mit dem LIMS von Blending haben wir jetzt eine durchgängige Unterstützung unserer QS-Prozesse.“ Für jedes Produkt gibt es verschiedene technische Prüfkriterien zum Beispiel für den Glanzgrad, die Härte oder den Steinschlagwert, die vom Kunden vorgegeben werden. Diese Vorgaben sind mit ihren Prüfterminen und -verfahren Teil der Rezeptur. Blending generiert bei jeder Produktion automatisch einen Prüfauftrag für das Labor. Dort werden die Echtwerte geprüft und ins System eingegeben. Liegen sie im geforderten Bereich, wird die Charge freigegeben; falls nicht, wird sie gesperrt. Das LIMS von Blending ermöglicht auch statistische Auswertungen per Mausklick. So lassen sich Schwachstellen erkennen und Produktionsprozesse kontinuierlich optimieren.
Wer wie die Hemmelrath Lackfabrik 40 % seiner Produkte in alle Welt exportiert, weiß wie aufwändig und nervenaufreibend es ist, den vielen unterschiedlichen nationalen Gesetzen für das Gefahrstoffmanagement Folge zu leisten. Auch die unterstützt der Automobilzulieferer jetzt mit einer Komponente von Blending: Envicon. Sie übernimmt die technischen Werte einer Charge, analysiert automatisch die enthaltenen Gefahrstoffe und erstellt auf Knopfdruck alle für das jeweilige Zielland notwendigen Gefahrstoffdokumente, wie zum Beispiel das EU-Sicherheitsdatenblatt, in bis zu 13 Sprachen.
Das Fazit von Heinrich Fäth fällt positiv aus: „Mit Blending haben wir eine durchgängige Softwarelösung, mit der wir unsere gesamten Geschäftsprozesse auf moderner technologischer Basis effizient steuern können. Blending verschafft uns darüber hinaus einen Überblick über die aktuellen Unternehmenszahlen und Kosten. Es ist ein Steuerungsinstrument, auf das wir im Hinblick auf das geplante Wachstum nicht mehr verzichten wollen.“
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