Kunststoffflaschen optimal blasen

Preform-Temperierung mit dem Proshape-Verfahren

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Im Einzelhandel entscheiden sich Käufer innerhalb von Sekundenbruchteilen für ein bestimmtes Produkt. Vor allem die Flaschengestaltung inklusive Etikett spielt dabei eine große Rolle. Für ein neues Produkt entschied sich die Fit GmbH für ein ovales Design der Kunststoffflasche. Für die Herstellung der Flasche setzt das Unternehmen auf eine Krones-Maschine mit Proshape-Technologie.

Seit über 25 Jahren setzt Fit auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt, gepaart mit hoher Produktqualität. Viele Erzeugnisse werden auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt, sind phosphatfrei sowie vollständig biologisch abbaubar und tragen das Europäische Umweltzeichen. Doch nicht nur beim Portfolio und den Inhaltsstoffen achtet Fit auf die Umwelt, sondern bei dem gesamten Herstellungsprozess. So werden beispielsweise Preforms und teilweise auch Verschlüsse direkt am Standort hergestellt. Dadurch werden unnötige Transporte eingespart und der CO2-Ausstoß verringert.

Für eine nachhaltige und effiziente Produktion setzt das Unternehmen auf Maschinen von Krones. Zwei 16-teilige Contiform-S-Maschinen produzieren eine große Bandbreite von Flaschen für Produkte wie Spülmittel, Haushaltsreiniger und Waschmittel in Behältergrößen von 100 ml bis 2 l. Die Etikettierung erfolgt auf Krones-Contiroll- sowie Kosme-Flexa-Etikettiermaschinen, die Abfüllung auf Kosme-Wägezellen-Füllern. Im Trockenteil finden sich zusätzlich Krones-Palettiermaschinen, die Robobox sowie der Pressant Uni.

Zuletzt wurde im Jahr 2017 eine Maschine mit der Proshape-Technologie zur Behälterherstellung in Betrieb genommen: eine Contiform 3 Pro mit 12 Kavitäten und einer Leistung von bis zu 2300 Flaschen pro Kavität und Stunde.

Ausgefallenes Design verwirklichen

„Mit ausgefallenen Flaschenformen kann man die Blicke der Konsumenten auf das Produkt ziehen – denn der erste Eindruck zählt. Um das zu erreichen, entschieden wir uns für ein ovales Design der Behälter“, erklärt Fit-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Groß. Doch gerade diese Optik stellt bei Standardmaschinen eine Herausforderung dar, denn die gleichmäßig aufgeheizten Preforms formen sich während des Blasprozesses ungleichmäßig: Die langen Seiten der Flasche, die die Blasform als erstes berühren, haben eine relativ hohe Wandstärke. Parallel dazu verringert sich diese an den kurzen Seiten der Flasche, da weniger Material zur Verfügung steht.

Damit an diesen kurzen Seiten die Materialstärke noch ausreicht, kann ein schwererer Preform verwendet werden. Da dies aber dem Nachhaltigkeitsgedanken widerspricht und zusätzlich ein großer Teil der Verpackungskosten direkt vom Preform-Gewicht abhängig ist, musste eine andere Lösung her. „Mit dem Proshape-Modul zur selektiven Preform-Temperierung konnte Krones einfach nur überzeugen. Das Material wird dabei gezielt verteilt, um entweder eine gleichmäßige Wanddicke zu erzeugen oder um bestimmte Bereiche der Flasche zu verstärken. Es ermöglicht ausgefallene Designs und lässt, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, Lightweighting ovaler Behälter realisieren“, so der Geschäftsführer Dr. Wolfgang Groß.

Das Proshape-Modul ist zwischen einem Serienlinearofen und einem Serienblasrad in die Contiform integriert. Mittels speziell auf die Anforderungen der späteren Flasche ausgelegten temperierten Aluminiumformen wird auf der Preform das erforderliche Temperaturprofil aufgebracht. Dadurch wird der Preform entsprechend konditioniert und anschließend mit exakter Ausrichtung an die Blasform übergeben. Eine gezielte und optimale Materialverteilung wird beim anschließenden Streckblasen der Flasche erreicht. Zur Preform-Orientierung wird eine optische Sensorik verwendet, die Orientierungsmarken am Mundstück unterschiedlichster Preforms erkennen kann. Nach der Erkennung der Orientierungsmarke wird der erforderliche Winkel berechnet und der Preform entsprechend individuell im Behandlungsstern mittels Servotechnik ausgerichtet. Dadurch kann die Preform vor dem Konditionieren unter anderem so gedreht werden, dass später der Schraubverschluss immer in der gleichen Position auf der Flasche sitzt.

Durch Proshape lassen sich Flaschen mit stark rundovaler Kontur und anspruchsvoller Wanddickenverteilung mit höchster Effizienz, mit geringen Energieverbräuchen und niedrigen Kosten flexibel herstellen. Zusätzlich sorgen die definierten Wanddicken in allen Behältersegmenten für optimale Haptik und Funktionalität, beispielsweise für die richtige Rückstellkraft beim Auspressen der Flasche.

Hand in Hand zur perfekten Flasche

Auch beim Flaschendesign unterstützte Krones Fit. Flasche, Mundstück und Verschluss wurden an die Anwendung und die Forderungen des Kunden angepasst. „Die Kooperation auf dem Feld der Flaschenentwicklung ist exzellent. Krones kann umfassende Kompetenz für Verpackungsentwicklungen aus einer Hand bieten. Dazu zählt das erfahrene Design Team, die technische Kompetenz und die Erfahrung im Aufbau von Produktionslinien. Kombiniert mit unserer Innovationskraft und der ebenfalls großen technischen Kompetenz meiner Mitarbeiter wurden Lösungen Hand in Hand erarbeitet, die wirklich beeindruckend sind“, zeigt sich Dr. Wolfgang Groß begeistert.

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: cav0619krones


Autor: Jochen Forsthövel

Expert Product Management

Plastics Technology,

Krones

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