Generatoren mit Power-as-needed-Technologie

Stickstofferzeugung im russischen Outback

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Eine russische Öl- und Gasraffinerie benutzt Stickstoff für die Öl- und Gas-Verarbeitung. Die Firma liegt an der russisch-chinesischen Grenze und damit weit entfernt von den üblichen Transportrouten oder Lieferwegen. In der Vergangenheit wurde flüssiger Stickstoff mit Lkws angeliefert. Heute erzeugt das Unternehmen den benötigten Stickstoff über Stickstoffgeneratoren von Inmatec.

Die Stickstofflieferung per Lkw ist in der abgelegenen Gegend an der russisch-chinesischen Grenze nicht immer zuverlässig und darüber hinaus auch noch sehr kostenintensiv. Ohne eine ausreichende Stickstoffversorgung kommt es aber im schlimmsten Fall zu einem Produktionsstillstand im Raffineriebetrieb. Die russischen Raffineriebetreiber strebten daher nach mehr Unabhängigkeit von unzuverlässigen oder unbeständigen Stickstofflieferungen. Gleichzeitig wollte der Betreiber Kosten einsparen und die Zuverlässigkeit des Produktionsprozesses durch die N2-Eigenversorgung erhöhen. Inmatec verschaffte der russischen Raffinerie die Möglichkeit, mit eigenen Stickstoffgeneratoren Stickstoff vor Ort selbst zu erzeugen. Mit der ausgefeilten PAN (Power-as-needed-Technologie) kann N2 nach Bedarf aus der Umgebungsluft gewonnen und direkt in der Raffinerie verwendet werden. Die Anlage PN PAN 48.000 besitzt eine Stickstoffkapazität von 250 bis 2500 Nm³/h, die Stickstoffreinheit ist auf 99,95 % per Remote Control einstellbar. Die Anlage besitzt die Maße
8,5 x 7,8 x 5 m.

Nutzung des Stickstoffs vor Ort

Stickstoff wird in der russischen Öl- und Gasraffinerie zur Kopfraumbegasung der Öltanks eingesetzt und verhindert somit eine Feuer- und Explosionsgefahr. Je mehr Öl den Lagertanks entnommen wird, umso mehr sinkt der Ölspiegel im Tank. Deshalb muss gleichzeitig der Kopfraum im Öltank mit N2 inertisiert werden um eine Entzündungsgefahr zu minimieren.

Der Stickstoff wird auch zur Explosionsverhinderung beim Reinigen des Tanks alle
5 Jahre benutzt. Beim Lagern von Öl in Tanks setzt sich mit der Zeit am Boden des Tanks Schlacke ab. Dadurch verliert der Tank an Effektivität, weil die Schlacke Lagerraum einnimmt. Reinigungsmittel lösen diese Schlacke und erhöhen die Lagerkapazität wieder auf 100 %. Damit auch hier keine Explosionsgefahr besteht, wird der entstandene Leerraum im Tank mit gasförmigem Stickstoff aufgefüllt.

Einen weiteren Teil des Stickstoffs nutzt der Kunde in seinem Turboverdichter zur Überlagerung der Gleitringdichtung. Mit diesem Verdichter erhöht er den Druck des Erdgases auf 55 bar, um das Erdgas über Pipelines weiterleiten zu können. Bei Revisionen der Leitungen wird der Stickstoffdruck auf über 100 bar erhöht, um eventuelle Leckagen an der Pipeline zu finden.

Im internen Raffinerie-Rohrleitungsnetz werden parallel zur Produktion, Transport und Schutz von Öl und Gas, die nicht benutzten Rohrleitungen mit Stickstoff inertisiert und mit unterschiedlichem Druck geprüft, um Schäden und Ausfall der Produktion im Vorhinein zu unterbinden. Der Catwalk ermöglicht einen einfachen Service an der Anlage.

Um all diese unterschiedlichen Stickstoffverfahren, Anwendungen, Druckbedingungen und gleichzeitig eine 100%ige Ausfallsicherheit bei nur einem Kunden gerecht zu werden, hat Inmatec eine modulare PAN-PSA-Anlagentechnologie angewendet.

PAN-Technologie

Die PAN-Technologie (Power as needed) ermöglicht eine verbrauchsabhängige und energieoptimierte Versorgung mit Stickstoff in einer Reinheit bis zu 6.0/1.0 ppm (Restsauerstoff) und Liefermengen von 0,5 bis 16 000 Nm3/h. Sie ist somit sehr effizient und spart Kosten von bis zu 60 % ein.

Die Produktion von hoch- bis ultrareinem N2 zeichnet die Inmatec-PSA-Stickstoffgeneratoren aus. Hierbei durchströmt die saubere Druckluft mit CMS gefüllte Adsorptionsbehälter. In diesem Druckwechselverfahren bindet die hochwertige Aktivkohle die Sauerstoffmoleküle, während die freien Stickstoffmoleküle in den Produkttank strömen. Bei diesem Produktionsprozess werden neben den Sauerstoffmolekülen auch Kohlendioxidmoleküle entfernt. Der trockene und hochreine Stickstoff kann nun in den verschiedensten Anwendungsbereichen eingesetzt werden.

Ein modularer Aufbau der Adsorptionsbehälter (Twin Tower) ermöglicht zusätzlich, nicht gebrauchte Stickstoffkapazitäten komplett oder zu Revisionszwecken teilweise abzuschalten. Das Twin-Tower-System lässt somit größtmögliche Flexibilität im alltäglichen Gebrauch des Stickstoffgenerators.

Industrie-4.0-Vernetzung

Stickstoff- und Sauerstoffanlagen von Inmatec sind mit aktueller Remote-Control-Technologie ausgestattet. Über das Webportal werden sämtliche Funktionen und Parameter der Stickstoff- oder Sauerstoffgeneratoren überwacht. Der Inmatec-Webservice ist online mit dem Generator verbunden und kann im Bedarfs- oder Servicefall direkt auf die Systeme zugreifen. Maximal 60 Minuten benötigt der Service, um sich per Remote Control einzuschalten und so Support- und ggf. Produktionsausfälle zu verhindern. Und das an 365 Tagen im Jahr. Der Webservice kann jederzeit bei jedem Stickstoff- oder Sauerstoffgenerator nachgerüstet werden.

Mittels der Remote-Monitoring-Box (RMB) werden zusätzlich alle wichtigen Produktionsdaten der Generatoren erfasst und gespeichert. Die RMB gewährleistet ständige Dokumentation und Kontrolle. Ressourcen, Energie und Serviceaufwand werden dadurch drastisch reduziert. Gesammelte Daten werden für Analysen und Algorithmen verwendet, um Prognosen und Empfehlungen abzugeben.

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: cavPC117inmatec


Autor : Guido Kuschmierz

Geschäftsführer,

Inmatec




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