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Vernetzt verpacken

Komplette Industrie-4.0-Linien aus einer Hand
Vernetzt verpacken

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Um die ganz speziellen Anforderungen der Chemiebranche zu meistern, liefert und installiert Beumer komplette Verpackungslinien aus einer Hand und passt diese individuell an die Bedürfnisse an. Damit sich die Wertschöpfungsketten effizient organisieren und steuern lassen, setzt der Systemlieferant ganz auf Industrie 4.0: „Alle Anlagen einer Linie sind miteinander vernetzt und exakt aufeinander abgestimmt“, erläuterte Gregor Baumeister auf der Interpack.

Damit Waren unbeschädigt zu den Kunden und Händlern gelangen, müssen sie sicher abgefüllt, palettiert und verpackt werden. Doch jedes Produkt hat so seine Eigenheiten. Gerade in der Chemie und Petrochemie besitzen sie zum Teil ein ungewöhnliches Fließverhalten, sodass die abgefüllten Säcke wenig formstabil sind. Andererseits unterscheiden sich Baustoffe wie Zement, Mörtel oder Gips durch ihre Schüttgewichte oder Korngröße. „Wir kennen die spezifischen Anforderungen der Chemieindustrie. Als Systemanbieter können wir Anwendern die komplette Verpackungslinie individuell auslegen, liefern und installieren“, sagte Gregor Baumeister, Leiter des Geschäftsbereichs Palettier- und Verpackungssysteme bei Beumer. Dabei kommt alles aus einer Hand. Der Vorteil: Anwender haben nur noch einen Ansprechpartner. Das erleichtert die Kommunikation bei Projekten sowie im laufenden Betrieb bei Wartung, Instandhaltung und Modernisierung.

Auf das Körnchen genau

Setzt Beumer Verpackungslinien um, kann das so aussehen: Um Schüttgut – insbesondere Baustoffe, aber auch viele andere Produkte – effizient in Säcke zu füllen, hat der Systemanbieter den Fillpac im Programm. Anlagen dieser Baureihe arbeiten zuverlässig, schonend, nachhaltig und mit dem geforderten Durchsatz.

Über eine spezielle Software kommuniziert eine Wägeeinrichtung permanent mit dem Füllstutzen. Die automatische Sackgewichtskontrolle ermittelt das präzise Gewicht während des Befüllens. Damit erreicht die Anlage immer exakte Füllungsgrade. Die Verpackungslinie arbeitet somit effizienter, weil keine Säcke wegen zu hoher oder zu geringer Füllgewichte aus dem Materialfluss genommen werden müssen.

Je nach Anforderung und Materialeigenschaften wie Schüttgewicht, Fließverhalten oder Korngröße bietet Beumer die Baureihe als Luft- und Turbinen-Abfüllmaschine an. Luft-Abfüllmaschinen eignen sich, um rieselfähige und grobkörnige Produkte mit Partikelgrößen bis zehn Millimeter abzusacken – das Turbinenverfahren ist dagegen vorwiegend für freifließende und feinkörnige Produkte wie Zement oder Gips geeignet.

Ordentlich und stabil auf die Palette

Diese vollen Säcke aus unterschiedlichen Materialien wie Papier, PE oder PP und in verschiedenen Größen und Gewichten stapelt anschließend der Paletpac stabil und gleichmäßig auf Paletten. Er lässt sich schnell montieren, ist für Bediener gut zugänglich und kann flexibel an die zu handhabenden Säcke angepasst werden. Je nach Produktanforderung kann er mit einer Klammer- oder Doppelbanddrehvorrichtung ausgestattet werden. Mit der Doppelbanddrehvorrichtung lassen sich Säcke, die aufgrund von Produkten mit besonderem Fließverhalten nicht formstabil sind, sehr schonend, schnell und genau auf Paletten schichten.

Für die Palettierung von Waren, die in Kartons, Kisten, Kanister oder Trays verpackt sind, kommt der Robotpac zum Einsatz. Der platzsparende Knickarmroboter löst vollautomatisch auch komplexe Palettier- und Depalettieraufgaben zuverlässig und effizient. Für jedes Packgut erhält der Anwender ein passendes Greifsystem, das er für verschiedene Produkte flexibel auswechseln kann.

Je nach Anforderung müssen die palettierten Waren beim Transport sicher auf der Ladefläche stehen oder zum Beispiel bei der Außenlagerung vor Staub, Regen oder anderen Witterungseinflüssen geschützt sein. Hierfür eignet sich die Hochleistungsverpackungsanlage Stretch hood. Sie lässt sich besonders intuitiv und sicher bedienen.

Am Ende dieser Verpackungslinie geht es aber noch weiter: Die Beumer-Systemlösungen können die palettierte und verpackte Ware zur Einlagerung in einem angeschlossenen Lager oder direkt zum Versand weiterleiten. „Weil wir branchenübergreifend arbeiten, bieten wir unseren Kunden ganz unterschiedliche Perspektiven an“, informierte Baumeister. Bei den Bestandteilen handelt es sich im Wesentlichen um Transporttechnologien wie Fördertechnik oder um fahrzeugbasierte Systeme. Dazu kommen verschiedene Handlinglösungen und Manipulatoren wie Roboter, Puffer- und Lagermodule.

Software aus dem Baukasten

Um bestmögliche Ergebnisse zu erhalten und eine durchgängige Material- und Datenverfolgung sicherzustellen, müssen die Abfüll-, Palettier-, Verpackungs- und weiteren Systemlösungen optimal aufeinander abgestimmt sein. Dazu wurde die modular aufgebaute BG-Software-Suite entwickelt. Diese kann der Betreiber individuell an seine Aufgaben anpassen. Ohne Probleme lassen sich auch Produkte von Drittanbietern integrieren. Der Anwender kann diese Lösung bei Bedarf jederzeit erweitern und damit seine Materialflüsse optimieren.

Prozessdaten oder Reporte zeigt die programmübergreifende Benutzeroberfläche BG Fusion an. Über diesen Monitor sind
alle verfügbaren Daten abrufbar – ohne zwischen verschiedenen Applikationen wechseln zu müssen.

„Je nachdem, wie komplex die Aufgabenstellung ist, lassen sich manche Anwendungen allein auf SPS-Ebene umsetzen. Andere wiederum erfordern übergeordnete Materialflussrechner oder Lagerverwaltungssysteme“, sagte Baumeister. Mit dem Modul Warehouse-Control-System lässt sich die Software Suite per Netzwerk an das Warehouse-Management oder die ERP-Lösung des Kunden anbinden. „Weil wir alles aus einer Hand liefern, vermeiden wir mögliche Fehlerquellen, die sich aus Schnittstellen ergeben können“, betonte Baumeister.

Boom für Mobile Worker

Ganz neu im Programm hat das Unternehmen die Beumer-Overall-Operation-Monitoring-App, kurz Boom. Mitarbeiter behalten mit dieser Anwendung auf ihren mobilen Endgeräten stets den Überblick über alle relevanten Kennzahlen der kompletten Verpackungslinien oder einzelner Anlagen. Es zeigt den Status quo über Verfügbarkeit, Leistungs- und Qualitätsgrade sowie den Energie- und Druckluftverbrauch an. Ein effizienter Betrieb ist somit jederzeit sichergestellt. Anwender können das Programm an ihre spezifischen Anforderungen anpassen. „Damit Betreiber ihre Wertschöpfungsketten besser organisieren und steuern können, wollen wir alle beteiligten Menschen, Anlagen, Maschinen und Produkte in einem dynamischen Netzwerk horizontal und vertikal integrieren“, erklärte Baumeister. „Mit dieser zunehmenden Vernetzung entstehen hochgradig verknüpfte Systemstrukturen – ganz im Sinn von Industrie 4.0.“

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: cav0817beumer


Dr. Bernd Rademacher

Redakteur




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