Spezial-Heizschläuche für die Zuführ- und Fördertechnik

Vielfältige Seelen

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Heizschläuche werden immer dann eingesetzt, wenn beheizte Rohrleitungen aus physikalischen oder mechanischen Gründen nicht eingebaut werden können, beispielsweise zwischen beweglichen Anlagenteilen, fahrbaren Verladeeinrichtungen oder an schwer zugänglichen Stellen. Die Einsatztemperaturen erstrecken sich von Frostschutz bis zu einer Temperatur von +600 °C. Diese breite Temperaturspanne erfordert unterschiedliche Materialien für das Innenleben.

Willi Hillesheim

Ein wichtiger Bereich in der Chemie-, Pharma-, Transport- und Lebensmitteltechnik, in denen Heizschläuche oft zur Anwendung kommen, ist die Förder- oder Zuführtechnik. Typische Anwendungen sind der Transport von flüssigen und gasförmigen, aber auch pastöse und granulate Medien in Rohren und Schlauchleitungen, die auf Verarbeitungstemperatur gehalten werden müssen. Hillesheim verfügt für diese Branchen über ein komplettes Programm von elektrischen Begleitheizungen inklusive beheizter Zuführ- und Förderschläuche mit der passenden Regeltechnik.
Beheizte Schläuche in der Fördertechnik sind vielfachen mechanischen und thermischen, oft auch chemischen und witterungsbedingten Beanspruchungen ausgesetzt. Trotz dieser Belastungen müssen die Schläuche flexibel bleiben, dürfen sich nicht zusammenziehen oder ausdehnen, nicht verspröden oder erweichen und müssen resistent gegen viele chemische Einflüsse sein. Die wichtigsten technischen Daten eines beheizten Schlauches sind daher der Betriebsdruck, der Biegeradius und die Nennweite. Der Innendurchmesser eines Schlauches beeinflusst die Durchflussmenge und den Druck. Letzterer nimmt bei fließendem Medium mit zunehmender Länge des Schlauches ab.
Aufgrund von Bewegungen, Druckimpulsen, Verschleiß, Alterung und eventuellen Beschädigungen, stellen eingebaute Schlauchleitungen in Produktionsanlagen ein hohes Gefährdungspotenzial dar und unterliegen daher besonderen Vorschriften, wie sie auch für Arbeitsmittel, von denen eine Gefährdung für Mitarbeiter ausgehen kann, in den Betriebssicherheitsverordnungen festgelegt sind. Dies sind z. B. die Überprüfung des Heizschlauches nach der ordnungsgemäßen Montage auf sichere Funktion sowie regelmäßige wiederkehrenden Prüfungen durch eine befähigte Person im Sinne der TRBS 1201. Die Fristen für die wiederkehrenden Prüfungen sind durch den Betreiber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung bzw. der sicherheitstechnischen Bewertung festzulegen. Schlauchleitungen sind Verschleißteile und müssen in angemessenen Zeitintervallen ausgewechselt werden. Die Verwendungsdauer von Schlauchleitungen hängt im Wesentlichen von den Einsatz- und Umweltbedingungen ab. Daher kann keine allgemeingültige Aussage über die Lebens- und Einsatzdauer von Schläuchen gemacht werden.
Beheizte Zuführ- und Förderschläuche werden je nach Einsatz und Verwendungszweck aus verschiedenen Materialien hergestellt. In vielen Fällen werden auch Kombinationen verschiedener Werkstoffe eingesetzt, um optimale Lösungen für den Einsatz anbieten zu können. Durch die oft vorkommende chemische Aggressivität des zu transportierenden Mediums muss daher ein ganz besonderes Augenmerk auf die chemische, thermische und mechanische Beständigkeit des Heizschlauches geworfen werden. Daher kommen für die Innenseele des Schlauches hauptsächlich folgende Werkstoffe in Betracht:
  • Naturkautschuk NR
  • Synthetische Kautschuke wie EPDM, NBR, SBR
  • Kunststoffe wie PVC, PUR, PA, PE, PTFE
  • Metallwellschläuche aus 1.4541, 1.4571, 1.4404
Die Innenseele des Schlauches wird erst durch weitere Ummantelungen druckfest und flexibel. Hierzu zählen Umflechtungen mit Kunststoff oder Metalldrähten, Gewebeeinlagen und weitere Umspritzungen. Gewellte Schläuche sind durch ihre Konstruktion auch als Unterdruck- und Saugschlauch geeignet.
Heizschläuche aus Kautschuk und Kunststoff
Bei diesem speziellen Heizschlauchaufbau mit einer Innenseele aus Naturkautschuk oder synthetischem Kautschuk wird das Heizelement innerhalb des Schlauchmantels auf die Schlauchseele aufgewendelt und liegt damit einvulkanisiert im Inneren der Schlauchwand. Der Vorteil dieser Konstruktion besteht darin, dass der Außendurchmesser des Heizschlauches keinen wesentlichen Unterschied zu einem unbeheizten Schlauch aufweist. Der Temperatursensor ist ebenfalls in den Schlauch eingearbeitet und erfasst die Temperatur der Schlauchwandung direkt. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Abrieb- und Witterungsbeständigkeit. Die beiden Anschlussarmaturen sind in den Schlauch einvulkanisiert und werden gleichzeitig mitbeheizt.
Für die Innenseele von Kunststoffheizschläuchen werden mehrere Arten von Kunststoffen eingesetzt, wie z. B. PTFE, PUR, PA und PE. Eine Neuheit bei den PTFE-Glattschläuchen ist ein Schlauchaufbau in Kombination mit einer Edelstahlspirale der sich besonders für anspruchsvolle Beheizungsanwendungen eignet, bei denen es neben der chemischen Beständigkeit auch bei großen Nennweiten bis DN 50 auf eine hohe Flexibilität ankommt. Die eingebaute Edelstahlspirale verleiht dem Glattschlauch ebenso eine hohe Vakuum- und Abknickfestigkeit. Die Antihafteigenschaft des PTFE bewirkt eine problemlose Förderung der Medien, da die glatte Seele das Ansetzen von Schmutzresten und Bakterien verhindert.
Neben dem PTFE-Glattschlauch ist auch ein PTFE-Schrägwellschlauch, der als universal Saug- und Druckschlauch dient, lieferbar. Dieser ist, da er sehr kleine Biegeradien aufweist, höchst flexibel und gleichzeitig beständig gegen viele Chemikalien, Säuren, Dämpfe, pharmazeutische Produkte und Lösemitteln.
Diese beiden Schläuche sind auch mit einer elektrisch leitfähigen Innenseele lieferbar, sodass Anwendungen in explosionsgefährdeten Bereichen keine Probleme darstellen, da sich diese nicht statisch aufladen.
Metallwellheizschläuche aus Edelstahl
Als Innendruckschlauch werden auch gewellte Edelstahlschläuche eingesetzt. Diese kommen zum Einsatz, wenn die Mediumtemperatur über +250 °C liegt und ein wärmeverlustfreier Transport von Öl, Fett, Wachs, Harz oder Teer gewährleistet werden soll oder Materialien im Durchlauf erhitzt werden müssen. Durch seine Wellung ist der Schlauch sehr flexibel und in großen Innendurchmesser bis zu DN 100 lieferbar.
Zahlreiche Anschlussarmaturen
An beiden Enden jedes Heizschlauches wird jeweils eine Schlaucharmatur nach Vorgabe angebracht. Möglich sind beispielsweise Flansche, Verschraubungen, Außengewinde oder auch spezielle Schlauchkupplungen. Die Schlaucharmaturen werden in einem speziellen Verfahren an den Druckschlauch montiert. Ebenso sind Armaturen wie z. B. Storz, TW, Kamlok, Milchrohrverschraubung, Clamp oder T-Abzweigung, die in die Heizung integriert sind, lieferbar.
Halle 4.1, Stand D8
Online-Info www.cav.de/0509406
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