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Visunet-Serie um zusätzliche Baureihe erweitert

Modulares Baukastensystem für HMI
HMI-Serie um zusätzliche Baureihe erweitert

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Pepperl+Fuchs hat die modulare Visunet-Serie um eine zusätzliche Baureihe erweitert. Beim neuen Visunet FLX ist der Name Programm, denn FLX steht für Flexibilität und für ein modulares Baukastensystem, das sich ganz nach dem Bedarf der Anwender individuell konfigurieren lässt.

Die Anforderungen an die Produktqualität sind in der Prozessindustrie enorm hoch. HMI-Geräte, die hier zum Bedienen und Beobachten der Prozesse eingesetzt werden, müssen ebenfalls höchsten Ansprüchen gerecht werden. Dem hat man bei Pepperl+Fuchs bereits 2016 durch die Entwicklung des modularen Visunet GXP für den Ex-Bereich Rechnung getragen. Mit dem neuen Visunet FLX für Zone 2/22 und den Non-Ex-Bereich schreibt man diese Erfolgsgeschichte nun fort. Das modulare Baukastensystem bietet selbst für anspruchsvolle Anwendungsszenarien eine perfekt passende Lösung. Die zusätzliche Baureihe ergänzt die bestehende Visunet-GXP-Serie und ermöglicht somit eine durchgängige Lösung von Zone 1 bis in den Non-Ex-Bereich

Ein hochflexibles Baukastensystem

Das vollständig modulare Design der neuen Plattform erlaubt eine sehr individuelle Konfiguration der HMI-Systeme und ermöglicht einen schnellen, einfachen sowie kosteneffizienten Service im Feld. Jeder Anwender kann aus einer großen Bandbreite an Technologien, Montageoptionen und Peripheriegeräten wählen. Ein HMI-System besteht dabei mindestens aus Computer- und Display-Unit, die aber individuell konfigurierbar sind. Um jede Applikation optimal zu unterstützen kann der Visunet FLX als Thin Client, PC und Direct Monitor bezogen werden. Entsprechend der Anwendungsanforderung ist er dann in drei Grundkonfigurationen verfügbar:

  • Das HMI-System oder Grundkonfiguration 1:
    Verschiedene Display-Optionen unter anderem in Full-HD werden mit einer Thin-Client-, einer PC- oder einer Direct-Monitor-Einheit kombiniert. Das zugehörige Gehäuse besteht aus rostfreiem Edelstahl in pharmatauglichem Design. Je nach Anforderung kann das System durch zusätzliche Adapter auf einem Standfuß oder mithilfe einer Wandhalterung frei in der Produktionsanlage installiert werden.
  • Der Panel-PC oder Grundkonfiguration 2:
    Hier können unterschiedliche Display-Optionen mit einer Thin-Client-, einer PC- oder einer Direct-Monitor-Einheit für den Schalttafeleinbau kombiniert werden.
  • Der Box-PC oder Grundkonfiguration 3:
    Er besteht aus einem Stand-Alone-PC oder Stand-Alone-Thin Client und ist für den direkten Einbau in einen Schaltschrank geeignet.

Alle Grundkonfigurationen sind für kosteneffiziente Thin Client-Applikationen mit Celeron-Prozessoren bestückt. Für rechenintensivere Anwendungen sind darüber hinaus i5-Prozessoren aus Intels siebter Generation „Kaby Lake“ verfügbar. Computertechnologie, die nicht nur hohe Leistung für künftige Softwarefunktionen bereitstellt, sondern auch den einfachen Austausch beim Upgrade von Komponenten ermöglicht. Insgesamt also eine sichere Investition in die Zukunft.

Für höchste Anforderungen und jede Einbausituation

Perfekt ausgerichtet wurde die neue Plattform unter anderem an den Bedürfnissen von Feinchemie und pharmazeutischer Industrie. Daher erfüllt der Visunet FLX problemlos die hohen Anforderungen einer der am stärksten regulierten Industriebereiche überhaupt. So können die Geräte in pharmazeutischen Reinräumen beispielsweise bei der Impfstoffproduktion zum Einsatz kommen. Die HMIs bieten dafür neben speziellen Gehäusen aus rostfreiem Edelstahl, auch Widerstandsfähigkeit gegen eine Vielzahl von Chemikalien und Reinigungsmitteln sowie gute Reinigbarkeit durch ein pharmagerechtes Design ohne Stufen, Kanten oder horizontale Flächen.

Solche Werke sind häufig Mehrzweck-Produktionsanlage, um eine ganze Palette von Produkten herstellen zu können. Feste oder flüssige Rohstoffe werden hier beispielsweise in stahlgekapselten Behältern bei Temperaturen von -50 bis +160 °C, unter Druck oder Vakuum gemischt und reagieren zu pharmazeutischen Produkten. Um diese Prozesse zu überwachen müssen die Geräte nicht nur den GMP-Richtlinien gerecht werden, auch bei den Einbausituationen ist hohe Vielfalt gefordert. Die neue Plattform bietet hier maximale Montageflexibilität und kann so alle Einbauanforderungen der Anlage mit einer Gerätereihe abdecken. Prinzipiell möglich sind beispielsweise Decken- oder Wandmontage, Panel-Einbau, Standfuß oder Varianten mit Duplex Monitor. Was durch die Vielzahl der Standardkonfigurationen nicht bereits abgedeckt ist, wird als individuelle Lösung in einem der weltweit verteilten Solution Engineering Centern (SECs) von Pepperl+Fuchs realisiert.

Maximale Verfügbarkeit der Prozesse

Anlagen der chemischen Industrie laufen in der Regel rund um die Uhr im 3-Schicht-Betrieb. Um diese durchgängige Produktion zu gewährleisten, liegt ein wichtiger Fokus der Branche auch auf der Verfügbarkeit aller Bedienstationen und der „Meantime to Repair“. Durch seinen modularen Aufbau sind der FLX wie die gesamte Visunet-Familie gegenüber monolithischen Geräten deutlich im Vorteil. Letztere müssen komplett abgebaut, eingeschickt und repariert beziehungsweise ersetzt werden. Bei den modularen Visunet-Gerätereihen können vor Ort, von eigenen Service-Mitarbeitern, einzelne Komponenten ausgetauscht werden. Das reduziert Stillstandzeiten auf ein Minimum und ist enorm kosteneffizient. Anlagenbetreiber können entweder selbst entsprechende Komponenten bevorraten oder in kurzer Zeit von einem nahegelegenen Ersatzteillager erhalten. Durch den Einsatz von Standard RDP (Remote Desktop Protocol) bieten die eingesetzten HMIs neben der hohen Zuverlässigkeit auch große Flexibilität. So ist der Visunet FLX mit allen gängigen Prozessleitsystemen sowie MES-Systemen kompatibel.

Die Bandbreite der Einsatzbereiche, die sich aus der Vielfalt der Konfigurationsmöglichkeiten für den FLX ergibt, ist groß. Ursprünglich konzipiert sind die Geräte für die bereits geschilderten industriellen Indoor-Anwendungen. Also zum Beispiel bei der Impfstoffproduktion in pharmazeutischen Reinräumen oder als Bedienstation zum Überwachen und Steuern von Prozessen unter GMP-Richtlinien in der batchorientierten Produktion der Pharmaindustrie. Für besondere Anforderungen jenseits dieser Applikationen sind aber auch weitere Varianten verfügbar, die bei Umgebungsbedingungen bis zum erweiterten Temperaturbereich einsetzbar sind, sowie Varianten mit Zone 2/22 Zulassung, die weitere Anwendungen abdecken. Zur Auswahl stehen hier ein HMI in Industriequalität für Applikationen bei Temperaturen von 0 bis +40/45 °C oder eine Panel für Betriebstemperaturen von –20 bis +55 °C. Sie sind optimal auf die Bedürfnisse der (petro-)chemischen Industrie sowie Öl und Gas Applikationen zugeschnitten.

Investitionssicherheit durch Rückwärtskompatibilität

Für Betreiber großer Prozessanlagen ist auch die Rückwärtskompatibilität ein ganz entscheidendes Kriterium. Da Nachfolgeprodukte häufig nicht mit älteren HMIs kompatibel sind, stellen Austausch und Update bei der Vielzahl der verbauten Geräte oft einen unnötig hohen Kostenfaktor dar. Beim Visunet FLX, wie auch bereits beim GXP, ist Rückwärtskompatibilität beispielsweise durch Montagekompatibilität und Thin-Client-Technologie jederzeit gewährleistet – so ist eine hohe Investitionssicherheit gegeben.

Fazit

Die Visunet-Gerätefamilie erfährt durch den neuen FLX eine optimale Ergänzung der verfügbaren flexiblen und kosteneffizienten HMI-Bedienstationen. Damit ist nun auch ein durchgängiges Portfolio von Zone 1 bis in den Schaltraum gewährleistet – alles aus einer Hand. Mit der Firmware RM-Shell basieren alle Thin-Client-Geräte zusätzlich auf einer gemeinsamen Softwarephilosophie, bei der Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit im Fokus stehen. Und über das Visunet-Control-Center können alle HMI-Systeme sehr komfortabel zentral verwaltet werden. Ein einfaches und einheitliches Handling der Geräte ist so für Anwender weltweit sichergestellt.

Pepperl+Fuchs SE, Mannheim


Autorin: Natalie Walther

Product Marketing Manager HMI,

Process Automation,

Pepperl+Fuchs

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