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Was ist die IEC 61499?

Definition eines generischen Modells für verteilte Steuerungssysteme
Was ist die IEC 61499?

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Mit der IEC 61499 lässt sich das Potenzial von Industrie 4.0 voll ausschöpfen, beispielsweise für Predictive Maintenance Bild: Epstudio20 – stock.adobe.com
Die Norm IEC 61499 definiert ein generisches Modell für verteilte Informations- und Steuerungssysteme und ermöglicht eine Optimierung der Einrichtung und Verwaltung moderner, ereignisgesteuerter Automatisierungssysteme.

1. Hardwareunabhängigkeit:

Durch den Ansatz eines hardwareunabhängigen Applikationsmodells ermöglicht IEC 61499 die Portabilität von Applikationscodes über Plattformen und Engineering-Tools verschiedener Hersteller hinweg. Automatisierungsanwendungen, die für den Betrieb auf dem System eines bestimmten Herstellers entwickelt wurden, laufen auch auf dem System eines anderen Herstellers. Dabei können die Anwendungen sogar frei auf verschiedene Geräte, wie beispielsweise Steuerungen, intelligente Antriebe, IPC’s, Feldgeräte und Aktuatoren, verteilt werden. Die grundsätzliche Hardwareunabhängigkeit vereinfacht und verkürzt das Engineering erheblich und ermöglicht die Etablierung eines Plug-and-Produce-Prinzips in der Automatisierung. Die vorhandenen Programmstrukturen lassen sich leicht auf neue Geräte aufspielen und im Fall von Umbaumaßnahmen können sie unkompliziert angepasst werden – hinsichtlich Flexibilität und Time-to-Market ein Quantensprung.

2. Vorgefertigte Funktionsblöcke

Beim Engineering von Automatisierungsdesigns gemäß IEC 61499 spielen Funktionsbausteine eine zentrale Rolle: der Anwender verbindet diese grafisch miteinander und kann dabei auch auf standardisierte herstellerunabhängige Bausteinbibliotheken zurückgreifen, um das Rad nicht immer wieder neu erfinden zu müssen. Die Verwendung solcher Funktionsblöcke vereinfacht das Engineering ungemein, da sich die Schnittstellen und damit die Art und Weise der Kommunikation zwischen den einzelnen mechatronischen Komponenten aus der Beziehung der virtuell modellierten Bausteine ergibt. Werden die Funktionsblöcke dann auf die verschiedenen Zielplattformen verteilt, kann die Kommunikation zwischen den Komponenten automatisch generiert werden. Ein weiterer Vorteil: Die virtuellen Funktionsblöcke lassen sich gefahrlos innerhalb der Softwareumgebung testen und simulieren.

3. Ereignisgesteuerte Anwendungen

Die von IEC 61499 definierten Funktionsblöcke verfügen nicht nur über Ein- und Ausgänge für Daten, sondern auch für Events. Damit ist eine ereignisorientierte Modellierung von Automatisierungsanwendungen möglich, bei denen bestimmte Funktionen und Abläufe nur dann getriggert werden, wenn bestimmte Ereignisse sie auslösen. Auf eine zyklische Programmbearbeitung kann verzichtet werden.

Außerdem lässt sich auf Basis der Ereignissteuerung die Automatisierungs-OT mit weiteren IT-Funktionen innerhalb einer Anwendung kombinieren. Zum Beispiel die vorausschauende Wartung kann hiervon profitieren, da bestimmte Maschinenzustände selbstständig Wartungsvorgänge zum idealen Zeitpunkt innerhalb des Betriebsablaufs initiieren.

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