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Deutschland bleibt auch 2014 führend

Patentanmeldungen in Europa
Deutschland bleibt auch 2014 führend

Ursprung der Patentanmeldungen
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Die Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt (EPA) haben 2014 mit 274 000 einen neuen Rekordwert erreicht. Das Anmeldeaufkommen übertraf die Vorjahresmarke von 266 000 damit um 3,1 %. Deutschland verzeichnete 2014 mit 31 647 Patentanmeldungen eine nahezu stabile Entwicklung (-0,8%). Gemessen am Gesamtaufkommen entsprach das Volumen der Anmeldungen aus Deutschland einem Anteil von 11 %. Damit wies Deutschland das höchste Anmeldeaufkommen der 38 Mitgliedstaaten der Europäischen Patentorganisation vor Frankreich (5 %), der Schweiz und den Niederlanden (je 3 %) sowie Großbritannien, Schweden und Italien (je 2 %) auf und lag vor China (9%) und Korea (6 %). Nur die USA (26 %) und Japan (18 %) verzeichneten ein höheres Aufkommen.

Die 38 Mitgliedstaaten der Europäischen Patentorganisation erreichten 2014 insgesamt ein Plus von 1,2 % an Patentanmeldungen. Bedeutende Zuwächse bei den EPO-Staaten verzeichneten die Niederlande, Frankreich und Großbritannien, während sich die Anmeldungen aus Ländern wie Finnland, der Schweiz und Spanien rückläufig entwickelten. Besonders stark nahmen die Anmeldungen aus China und den USA zu, das Aufkommen aus Japan hingegen ging erneut zurück. „Die Nachfrage nach Patentschutz in Europa ist nunmehr im fünften Jahr hintereinander gestiegen“, sagte EPA-Präsident Benoit Battistelli. „Dies zeigt, dass Europa seine Schlüsselrolle als Technologie- und Innovationsstandort für Unternehmen aus aller Welt weiter festigt.

Deutschlands traditionelle Stärke in der Chemieindustrie, dem Maschinenbau und im Automobilsektor schlug sich 2014 auch in den beim EPA eingereichten Patentanmeldungen nieder. So kamen im internationalen Vergleich der zehn anmeldestärksten Technologiefelder die meisten Patentanmeldungen im Bereich Maschinen, Pumpen und Turbinen (28 %), im Transportwesen (27 %) und in der organischen Chemie (24 %) aus Deutschland. Zuwächse deutscher Firmen verzeichnete das EPA in den Bereichen Messtechnik (+9,1 %), wo Deutschland einen maßgeblichen Anteil am Anstieg des gesamten Anmeldeaufkommens von insgesamt 6,6 % hatte, in der organischen Chemie (+6,9 %) und in der digitalen Kommunikation (+6,7 %). Im europäischen Vergleich waren deutsche Firmen unabhängig von teils rückläufigen Zahlen mit Ausnahme der Bereiche Biotechnologie und digitale Kommunikation in allen zehn anmeldestärksten Technologiefeldern führend. Bei Computern teilten sie sich die Führung mit Frankreich.
Die Stärke deutscher Unternehmen in der Chemie- und Automobilindustrie sowie im Maschinenbau und bei Maschinentechnik spiegelte sich auch in den einzelnen Rankings der anmeldestärksten Technologiefelder wider: In der organischen Chemie lag Bayer vor BASF an der Spitze der anmeldestärksten Firmen. Im Transportwesen lag der europäische Konzern Airbus im Ranking der zehn anmeldestärksten Unternehmen an zweiter Stelle, gefolgt von Robert Bosch (3), Siemens (4) und Continental (5) sowie Audi auf dem zehnten Platz. Und im Technologiefeld Maschinen, Pumpen und Turbinen führte Siemens das Ranking an, Robert Bosch belegte in der Messtechnik den ersten Platz.
Mit Siemens auf dem dritten Platz, BASF auf Rang 6 und Robert Bosch an achter Stelle behaupteten sich zudem drei deutsche Unternehmen im Top Ten Ranking der anmeldestärksten Firmen aller Technologiefelder und Herkunftsländer. Wie in den Vorjahren belegte Samsung den ersten Platz. Philips rückte auf den zweiten Platz vor. Mit Ericsson (9) kamen damit im vergangenen Jahr fünf europäische Firmen unter die ersten Zehn.
Im Ranking der anmeldestärksten deutschen Unternehmen beim EPA rangierten hinter dem Spitzentrio aus Siemens mit 1754 Anmeldungen (1), BASF mit 1476 Anmeldungen (2) und Robert Bosch mit 1396 Anmeldungen (3), die Firmen Bayer (722 Anmeldungen) und Continental (507 Anmeldungen). Mit Fraunhofer auf Rang 8 (368 Anmeldungen) platzierte sich zudem eine Forschungseinrichtung in den Top Ten. Darüber hinaus waren Merck auf dem neunten Rang (354 Anmeldungen) und Evonik auf Platz 10 (300 Anmeldungen) im Ranking vertreten, was die Innovationsfähigkeit deutscher Unternehmen im Chemie-Technologiefeld unterstreicht.
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