Startseite » Chemie »

Energiemanagement via Cloud

Chancen und Risiken
Energiemanagement via Cloud

Anzeige
Energiemanagement via Cloud vereint zwei wichtige Kosten- und damit Wettbewerbskriterien in der Chemieindustrie: Energieeffizienz und Digitalisierung. Die Cloud bietet viele Chancen, Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Nichtsdestotrotz sind damit auch Herausforderungen verbunden. Sie sind jedoch zu bewältigen – mit sicherer, modularer und systemoffener Technik.

Cloud Computing hat sich etabliert. Das hat der Digitalverband Bitkom erst im Juni dieses Jahres verkündet. Danach nutzen mittlerweile zwei Drittel aller Unternehmen Rechenleistungen aus der Cloud. Jedes fünfte Unternehmen plant oder diskutiert den Einsatz. Auch in der „energiefressenden“ Wirtschaft rückt die Cloud mit ihren Vorzügen in den Fokus. Denn: Der ambitionierte Kohleausstieg der Politik wird die Strompreise noch weiter nach oben treiben. Wirtschaftsverbände schlagen Alarm: Investitionshemmnisse und sinkende internationale Wettbewerbsfähigkeit seien die Folgen. Grund genug, ein effizientes Energiemanagement ins Auge zu fassen. Aber welche konkreten Vorteile bietet die Cloud für das Energiemanagement?

Grundsätzlich können Unternehmen mit der Cloud flexibel agieren, finanziell und ortsunabhängig. Für das Energiemanagement ergibt sich ein weiterer Pluspunkt: die kostengünstige Schaffung einer aussagekräftigen Datenbasis, um Energieeffizienz noch präziser planbar zu machen.

Finanzielle Flexibilität

Mit der Cloud vermeiden Unternehmen eine hohe Kapitalbindung. Investitionen in eine eigene Serverlandschaft wie auch eigene Serverräume inklusive Sicherung, Bewirtschaftung und Wartung entfallen. Hinzu kommt der fiskalische Vorteil: Während die Anschaffung eines Servers über Jahre hinweg von der Steuer abgeschrieben werden muss, können die Kosten für das „Mieten“ der Rechenleistung oder des Datenspeichers in einem Rechenzentrum direkt steuerlich abgesetzt werden, quasi als Betriebskosten. Zudem wird ein zertifiziertes Energiemanagement auch vom Staat entsprechend honoriert.

Kapazitätsanpassung

Doch es geht nicht nur um finanzielle Flexibilität, sondern auch um die kurzfristige Kapazitätsanpassung. Denn gerade beim Energiemanagement fällt eine enorme Menge an vielfältigen Energiemessdaten an, die irgendwo gespeichert werden müssen. Hier bietet die Cloud eine entsprechende Speicherlösung. Sie ist hoch skalierbar und passt sich den Bedürfnissen an. Diese flexibilisierte Nutzung ermöglicht es, agil zu planen, ohne dabei ein Kostenrisiko einzugehen. Denn aufgrund verbrauchsbasierter Abrechnungsmodelle wird nur das bezahlt, was auch genutzt wird.

Standortunabhängigkeit

Durch die Möglichkeit, Anwendungen als Software as a Service (SaaS) in der Cloud zu betreiben, wird das Energiemanagement durch den webbasierten Zugriff standortunabhängig. Voraussetzung dafür ist natürlich eine solide Netzanbindung.

Doch genau das löst immer noch Skepsis aus. Denn die durchgehende Verfügbarkeit von Cloud-Diensten ist für gewerbliche Kunden entscheidend. Und die damit verbundenen Herausforderungen sprechen gleich mehrere Gruppen an: Die Cloud-Nutzer müssen selbst eine funktionierende IT vorhalten, die Cloud-Anbieter ihre Dienste ausfallsicher gestalten und die Politik den Netzausbau vorantreiben, damit Firmen in ländlichen Regionen nicht abgehängt werden.

Erhöhte Sicherheit

Doch neben der Verfügbarkeit von Programmen, Rechenleistung und Daten ist die Sorge um die Datensicherheit immer noch der Hauptgrund, weshalb ein Teil der Wirtschaft noch nicht auf die Public Cloud setzt. Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Bitkom-Befragung: Die meisten fürchten einen unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten oder gar den kompletten Datenverlust.

Diese Sorge ist generell nicht unbegründet, ihre Verortung in der Cloud ist jedoch fraglich. Denn kaum ein Unternehmen kann für eine so hohe Elementar- und Datendiebstahlsicherheit sorgen, wie es ein professionell betriebenes Rechenzentrum kann. Die Sicherheitsvorkehrungen kommen denen eines Hochsicherheitstrakts gleich. Sie sind integraler Bestandteil des Geschäftsmodells von Cloud-Anbietern.

Wirtschaftliche Datenwolke

Zusätzlich werden Daten meist auch in ein anderes Rechenzentrum gespiegelt. Fällt das eine aus, greift das andere. Datenverlust wird so vorgebeugt. Welches Wirtschaftsunternehmen kann dies selbst leisten – ohne hohe Investitionen in Infrastruktur und Personal? Übrigens: Firmen, deren Daten und Anwendungen bereits auf Wolken wandern, berichten, dass durch die Cloud-Nutzung der Verwaltungsaufwand abgenommen habe, die IT-Kosten seien gesunken. Damit wird die Cloud auch mehr und mehr zu einer Frage der Wirtschaftlichkeit von Unternehmen.

Reibungslose Netzintegration

Als Hemmnis und Herausforderung wird auch die Integrationsfähigkeit von Public-Cloud-Lösungen in die interne IT genannt. Und in der Tat: Je komplexer Prozesse sind, desto größer ist der Aufwand für die Migration in die Cloud.

Jedoch erleichtert modulare, systemoffene Hardware die Netzintegration. Sie wirkt wie eine Erweiterung der bestehenden IT-Infrastruktur. Das erübrigt eine komplexe Systemintegration mit zig Kompatibilitätsproblemen.

Dadurch offenbart sich ein zusätzlicher Sicherheitsaspekt. Denn die Verbindung mit der Cloud kann wie eine Einbahnstraße konstruiert werden: Prozessdaten können zwar in die Cloud gesendet, umgekehrt kann aber nicht von der Cloud auf die interne IT zugegriffen werden. Das beugt neben Verschlüsselung und VPN-Tunnel Datendiebstahl vor und sichert die interne IT gegen Cyberattacken aus der Cloud ab.

Big Data möglich machen

Die größte Herausforderung für Energiemanagement in der Cloud wird künftig jedoch eine andere sein: erhobene Energiedaten sinnvoll auszuwerten. Denn die Cloud ermöglicht es, alle Messdaten zu bündeln und zu archivieren, um sie für eine Datenanalyse bereitzustellen. Dadurch kann Energiemanagement noch effizienter und vorhersehbarer gestaltet werden, auch in Bezug auf Servicewartungen – Stichwort Predictive Maintenance. Solche Datenberge zu beherbergen sowie Rechenleistung zur zeit- und ortsunabhängigen Analyse bereitzustellen, können Unternehmen in Zukunft nur wirtschaftlich und damit wettbewerbsfähig betreiben, wenn sie die Cloud nutzen.

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: cav1018wago


Autor: Lukas Dökel

Global-Key-Account-Manager im Bereich Energiemanagement,

Wago Kontakttechnik


Kurz & Bündig: Testballon steigen lassen

Cloud-Nutzung bedeutet für ihre Nutzer weder die Kontrolle noch die Datenhoheit zu verlieren oder für immer an einen Cloud-Anbieter gebunden zu sein. Wer sich davon kostenlos und unverbindlich überzeugen will, kann noch bis Ende des Jahres die Wago-Cloud Data-Control testen.

Die Wago-Cloud Data Control verwaltet und überwacht alle Wago-Controller PFC sowie deren Applikationen und Daten. Ein Web-Portal dient dem Anwender als Benutzeroberfläche für den Cloud-Dienst, der bei Microsoft Azure gehostet wird. Über diesen hat er Zugriff auf Funktionen wie Projekt-, Controller- und Benutzerverwaltung oder Controller-Status-Monitoring, Alarmfunktionen und E-Mail-Benachrichtigungen. Auf einem Dashboard lassen sich Texte, Tabellen, Diagramme, Zeigerelemente und Kommando-Buttons bequem und übersichtlich bedienen. Bei anwendungsspezifischen Lösungen kommt die REST- oder OPC-UA-Schnittstelle zum Einsatz, beispielsweise beim Energiemonitoring, aber auch für Predictive-Maintenance-Applikationen.

Anzeige
Schlagzeilen
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

cav-Produktreport

Für Sie zusammengestellt

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Top-Thema: Instandhaltung 4.0

Lösungen für Chemie, Pharma und Food

Pharma-Lexikon

Online Lexikon für Pharma-Technologie

Prozesstechnik-Videos

Hier finden Sie alle aktuellen Videos

phpro-Expertenmeinung

Pharma-Experten geben Auskunft

Prozesstechnik-Kalender

Alle Termine auf einen Blick

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de