Chemie

Für raue Umgebung

Personen- und Bereichsüberwachung mit dem Mehrgasmessgerät X-am 7000
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Das tragbare Mehrgaswarngerät Dräger X-am 7000 kann mit drei elektrochemischen und zwei infrarotoptischen oder katalytischen Sensoren bestückt werden und misst kontinuierlich gleichzeitig bis zu fünf Gase. Damit eignet sich das Gerät besonders für Überwachungsaufgaben in der Chemischen Industrie, der Erdöl- und Gasindustrie, der Offshore-Industrie und der kommunalen Abwasserentsorgung.

Ulf Osterman

Eine Vielzahl von Wartungsarbeiten in Anlagen der Chemischen Industrie oder auch in Raffinerien macht die Personenüberwachung in Bezug auf explosible und toxische Stoffe notwendig. Außerdem werden Gasmessgeräte oft auch zur Bereichsüberwachung – sozusagen als Sicherungsposten – bei Arbeiten in Industrieanlagen eingesetzt.
X-am 7000 erlaubt eine flexible Anpassung an individuelle Messaufgaben. Eine Auswahl aus über 25 Sensoren ermöglicht das Detektieren von über 100 Gasen und Dämpfen. Alle in diesem Gerät eingesetzten Sensoren – auch die katalytischen und infraroten Sensortypen – sind steckbar und intelligent und werden vom Gerät automatisch erkannt (Plug-and-Play). Die elektrochemischen, katalytischen und infraroten Sensoren erlauben eine Speicherung verschiedenster Daten (Kalibrierdaten, Gasidentifizierung, Alarmgrenzen, Messdaten, Temperaturkorrektur etc.) auf dem im Sensor befindlichen EEPROM. Die Sensoren sind vorkalibriert und lassen sich dadurch leicht austauschen. Das universelle Messgerät kann damit durch einfaches Stecken von Sensoren ohne Kalibrier- und Konfigurationsaufwand für unterschiedliche Anwendungen im Betrieb eingesetzt werden.
Freigabemessungen von Schächten
Bei Freigabemessungen an Abwasserschächten, Tankanlagen, Silos, Rohr- und Kabelschächten oder anderen beengten Räumen ist die integrierte, leicht nachrüst- und austauschbare Hochleistungspumpe ein besonderer Vorteil. Vor dem Begehen solcher beengter Räume wird die Gasatmosphäre beispielsweise auf Sauerstoffmangel, toxische Substanzen oder Explosionsgefahren hin kontrolliert. Das X-am 7000 saugt dazu das Messgas durch einen Schlauch von bis zu 45 m Länge an. Bei zu geringer Pumpenleistung wird ein Durchflussalarm ausgelöst. Eine Palette verschiedener Entnahmesonden erlaubt die Anpassung an individuelle Anforderungen.
Trend zum wirtschaftlichen infrarotoptischen Sensor
Bei der Anschaffung von Gasmessgeräten muss in der Industrie mehr und mehr auch der Kostenfaktor Betriebskosten betrachtet werden. Es ist daher ein klarer Trend in Richtung der nicht kontaminierbaren Infrarotsensoren zu beobachten. Diese Art von Sensoren findet sowohl bei der Messung von Ex-Gefahren als auch zur Detektion von Kohlendioxid Einsatz. Infrarotsensoren haben keine beweglichen Teile und verfügen über eine goldgeschützte Sensoroptik, die selbst in rauer industrieller Umgebung nicht kontaminiert wird. Darüber hinaus ergeben sich bei diesen Sensoren lange Kalibrierintervalle (sechs Monate) und zudem extrem lange Sensorlebensdauern mit einer Garantie von fünf Jahren.
Im Gegensatz zu katalytischen Ex Sensoren detektieren Infrarot-Ex-Sensoren explosive Atmosphären unabhängig vom Sauerstoffgehalt der gemessenen Luft. Organische Gase und Dämpfe werden vom Infrarotlicht absorbiert. In Bereichen, in denen Explosionsgefahr durch Wasserstoff und Acetylen zu erwarten sind, ist der Einsatz der infraroten Ex-Sensoren jedoch eingeschränkt. Infrarotlicht absorbiert diese Stoffe nicht. Dies ist ein typisches Einsatzgebiet für katalytische Ex-Sensoren.
Leckagesuche an Gasleitungen
Ein konkretes Einsatzbeispiel für die katalytischen Sensoren ist die Lecksuche an Gasleitungen. Damit detektiert das X-am 7000 Methan im Bereich der unteren Explosionsgrenze. Viele dem Erdgas zugesetzte Odorierungsmittel können zudem mit dem Dräger-Odorantsensor gemessen werden. Weiterhin detektiert das Gerät in dieser Anwendung auch toxische Gefahren, verursacht durch Kohlenmonoxid und Schwefelwasserstoff.
Eine ideale Lösung für Kontrollgänge und Überwachungsmessungen bietet das Gerät mit dem Leckagesuchmodus. In diesem Modus schaltet die Displayanzeige von der normalen Anzeige auf eine grafische Darstellung um. Das angezeigte Säulendiagramm bewegt sich in 50-ppm-Schritten.
Unterstützt wird diese Funktion durch eine ansteigende oder abfallende Tonfrequenz in Abhängigkeit von der festgestellten Gaskonzentration, ähnlich der eines Geigerzählers. Mit einer beweglichen Schwanenhalssonde sind auch schwer zugängliche Stellen komfortabel zu erreichen.
Robust und sogar tauchfest
Das Dräger X-am 7000 ist nicht nur staub- und spritzwassergeschützt, sondern auch absolut wasserdicht nach IP67. Bei einem Fall ins Wasser werden die Sensoren durch Wasser abweisende Membranen geschützt. Ein serienmäßiger Gummi-Gehäuseschutz schützt das Gerät selbst bei einem Fall aus einer Höhe von 1,5 m. Da die Sensoren schockunempfindlich sind, beeinträchtigt ein Stoß ihre Messfunktion nicht.
Heute richtet man im Mehrschichtbetrieb ein besonderes Augenmerk auf die Betriebszeit und die Ladezeit von wieder aufladbaren Batterien. Eine lange Lebensdauer der Batterien mit vielen Ladezyklen sorgt für eine Senkung von Betriebskosten. Ein intelligentes Akkumanagement trägt diesen Anforderungen Rechnung. X-am 7000 informiert den Nutzer sowohl über die noch verfügbare Betriebszeit als auch über die noch verfügbare Restkapazität (Anzeige in Prozent). Außerdem wird die Kapazität des Akkus in [Ah] angezeigt. Die Lade- und Entladetechnik zeichnet sich durch das blockweise Entladen der Versorgungseinheiten aus. Der 6-Ah-Akku besteht aus 16 Zellen, die zu vier Blöcken von je vier Zellen (1,5 Ah) zusammengeschaltet sind. Die Blöcke werden einzeln und nacheinander entladen. Die Batterien werden dadurch vollständig entladen, was die Nutzungsdauer der Zellen verlängert. Zudem ist eine genaue Berechnung der verbleibenden Batteriekapazität möglich. Geladen wird das Gerät mit einer Stromstärke von 1 A. Dies sorgt für ein sehr schnelles Laden der Versorgungseinheiten. Zudem verhindern die hohen Ladeströme auch die Bildung von Dendriten, was zu einer erhöhten Lebensdauer der Akkus führt.
Die Dreitasten-Menübedienung des Dräger X-am 7000 ist intuitiv und leicht erlernbar. Der Anwender kann das passwortfreie Quickmenü individuell mit den für die Anwendung wichtigen Funktionen gestalten. Zur Erleichterung der Arbeit sind die Tasten selbst mit schweren Schutzhandschuhen leicht zu bedienen. Alle Meldungen erscheinen im Klartext.
In Alarmsituationen warnt das Gerät mit einem sehr lauten akustischen Multiton-Alarm und einem optischen Rundum-Alarm (360°). Zusätzlich ist die schnelle Abfrage der Maximalkonzentrationen sowie der MAK- und STEV-Werte möglich.
Zulassungen
Die Konformitätserklärung zur EG-Baumusterprüfungsbescheinigung gemäß den Bestimmungen der Richtlinie 94/9/EG (Atex) für das Dräger X-am 7000 ist mit den Zündschutzklassen II 2G EEx ia d IIC T4 und I M2 EEx ia d I vorhanden. Gemäß Richtlinie 89/336/EWG wurde die elektromagnetische Verträglichkeit getestet und das CE-Zeichen erteilt. Für die USA ist das Gerät zugelassen durch UL entsprechend Class I, Div 1, Group A, B, C und D. Der Temperatureinsatzbereich liegt zwischen -20 und +60 °C.
Halle 6, Stand L41
cav 406
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