Schonendes Fördern bei hoher Saugleistung

Hygienegerechte Schlauchpumpen

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Höchstmögliche Hygiene, einfaches Umstellen auf neue Produkte und Chargen sowie schonendes Fördern auch bei hoher Saugleistung sind die wichtigsten Anforderungen, die in der Chemie-, Pharma- und Food-Industrie an den Einsatz von Fördersystemen gestellt werden. Ponndorf-Schlauchpumpen erfüllen diese Vorgaben – nicht nur durch den Einsatz FDA-zugelassener Pumpenschläuche, sondern auch durch ihren Aufbau und ihr Funktionsprinzip.

Till Völker

In den selbstansaugenden, ventillosen Schlauchpumpen von Ponndorf Gerätetechnik, die für ein breites Förderspektrum von 0,0006 ml/min bis zu 40 000 l/h angeboten werden, herrscht das Verdrängungsprinzip. Ein medienbeständiger, elastischer Schlauch liegt an der Innenwand des Pumpengehäuses an. Im Gerät arbeitet ein Rotor mit versetzten Verdrängerrollen. Beim Ansaugvorgang drücken die Verdränger den Schlauch im Gehäuseinneren zusammen und schieben die darin befindliche Luft in die Druckleitung. Hinter dem Verdränger stellt sich der Pumpenschlauch wieder in seine ursprüngliche Form zurück und erzeugt dadurch einen Unterdruck, der ein Ansaugen des zu fördernden Mediums bewirkt. Nach Abschluss des Ansaugvorganges wird das Medium durch die Verdränger im Schlauch von der Saug- zur Druckseite gefördert. Das Ansaugen bzw. Abfördern des Mediums erfolgt über saug- und druckseitig angeschlossene, flexible Leitungen. Somit kommen bei Schlauchpumpen nur der eingesetzte Schlauch und keine weiteren mechanischen Teile mit dem Medium in Berührung. Im Pumpengehäuse selbst herrscht Reinheit: Schmutzecken oder Toträume, in denen sich Produktreste sammeln oder Keime bilden können, werden vom Fördermedium nicht erreicht.
Für Förder- und Dosieraufgaben
Für Dosieraufgaben besonders geeignet sind die Masterflex-Schlauchpumpen. Sie ermöglichen die Förderung hochviskoser, feststoffhaltiger Medien ebenso wie die von Flüssigkeiten. Bei dieser Baureihe stehen unterschiedliche Schlauchwerkstoffe mit Pharma-Zulassung zur Verfügung. Sowohl Pumpenantriebe ohne Fördermengenregelung als auch solche mit Potenziometer oder digitaler Steuerung für hochpräzise Dosierung und Kleinstmengenförderung sind denkbar. Geht es um hohe Förderleistungen, stehen dem Anwender je nach Applikation die Schlauchpumpen-Baureihen PX und PK zur Verfügung. Die Niederdruckpumpen der PX-Baureihe für bis zu 4 bar Förderdruck arbeiten nach dem Trockenlaufprinzip, d. h. ohne flüssiges Schmiermittelbad im Gehäuseinneren. Bei den PK-Hochdruckpumpen für bis zu 15 bar Förderdruck, den so genannten Nassläufern, ist der Schlauch von einem flüssigen Schmierbad umgeben. Durch ihr Funktionsprinzip besitzen diese Schlauchpumpen eine hohe Selbstansaugfähigkeit für geodätische Saughöhen von bis zu 8 m Wassersäule.
Robust, mediumsschonend sowie CIP-fähig
Die Förderung von pharmazeutischen Rohstoffen und Vorprodukten stellt je nach Mediumsbeschaffenheit unterschiedliche Anforderungen an die Schlauchpumpen. Bei einem Kristallbrei beispielsweise, dessen feste Inhaltsstoffe eine bestimmte Beschaffenheit im späteren Präparat aufweisen müssen, handelt es sich um ein sehr empfindliches Medium. Im Gegensatz zu anderen Systemen, gewährleisten Schlauchpumpen hier eine scherkraftfreie und damit schonende Förderung. Da in solchen Fördermedien enthaltene Pigmente, Kristalle oder Feststoffanteile jedoch gleichzeitig ein z. T. hohes Maß an Abrasivität aufweisen, bieten Schlauchpumpen in diesen Einsatzfällen weitere Vorteile. Hierzu gehört neben der richtigen Schlauchqualität die dichtungs- und ventillose Konstruktion. Dies gilt insbesondere gegenüber Exzenter-Schneckenpumpen, die häufig einen sehr starken Verschleiß bei den Rotor-/Statorpaketen, Gleitringdichtungen oder Stopfbuchsen aufweisen.
Hohe Hygiene und leichtes Reinigen stehen beim Fördern eines Pharmavorproduktes für die Herstellung von Insulin im Vordergrund. Schlauchpumpen erfüllen beide Anforderungen, da nur der Schlauch mit dem Medium in Berührung kommt und sich dieser leicht spülen lässt. Beim Abfüllen von Kosmetika muss das Produkt in der Regel direkt aus einem Großgebinde (Rührkessel oder Lagertank) abgezogen werden. Hier bewährt sich die hohe Saugleistung der Schlauchpumpen. Zudem ist bei einem Produktwechsel durch die Umkehr der Drehrichtung des Verdrängerrotors ein einfaches Entleeren von Pumpenschlauch und Anschlussleitungen möglich.
Fit für die Food-Förderung
Auch wenn die Medien in ihrer späteren Verwendung sehr unterschiedlich sind, bieten Schlauchpumpen beim Fördern doch die gleichen Vorteile hoher Leistung und Verfügbarkeit. Je nach Produkt kommen insbesondere beim Fördern von Lebensmitteln weitere Eigenschaften zum Tragen. So ist Gewürzöl, das bei der Herstellung von Kartoffelchips auf diese aufgespritzt wird, durch die enthaltenen Gewürzkristalle ein sehr abrasives Medium. Durch den Einsatz abriebfester Schlauchmaterialien wird eine lange, wartungsfreie Betriebsdauer der Schlauchpumpe im Herstellungsprozess erreicht. Nicht nur hier, sondern auch bei der Brotherstellung ist zudem die hohe Ansaugleistung der Schlauchpumpen besonders wichtig. Hier kann der hochviskose Sauerteig selbstständig angesaugt und in den Rührbottich befördert werden. Nicht nur bei Brot, sondern auch bei anderen Backwaren oder der Produktion von Nudeln, kommt zudem die einfache Reinigung durch Spülen der Leitungen zum Tragen. So kann schnell von einem Produkt auf ein anderes gewechselt werden. Produktreste in der neuen Charge sind dadurch ebenso ausgeschlossen wie die Keimbildung in Schmutzecken, da die Schlauchpumpen tot-raumfrei konstruiert sind und der Pumpenschlauch naturgemäß spaltfrei ist.
Flexibel einbindbar und mobil verfügbar
Dank kurzer Einbauzeiten, flexibler Anschlussmöglichkeiten und einfacher Inbetriebnahme lassen sich Schlauchpumpen schnell in bestehende Produktionssysteme und -prozesse einbinden. Für Aufgabenstellungen, in denen die Geräte an verschiedenen Stellen im Betrieb eingesetzt werden sollen, ermöglichen mobile Schlauchpumpenversionen einen besonders flexiblen Einsatz. Die fahrbaren Fördersysteme stehen komplett anschlussfertig zur Verfügung, d. h. mit allen elektrischen Zusatzkomponenten wie Schalter, Polwender zur Drehrichtungsumkehr oder Motorschutzschalter. Der Standortwechsel wird durch ein Schlauch-Schnellkupplungssystem erleichtert, so dass es wenig Aufwand macht, die Pumpe an einer Anlage abzukoppeln, um sie woanders schnell verfügbar zu haben.
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