Automatische Absperrventile für gastechnische Anlagen

Immer die passende Ventillösung

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Magnetventile, die für Gase eingesetzt werden, müssen sehr unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Neben der klassischen Sicherheitseinrichtung für Brenngase gehört auch der Einsatz als Absperreinrichtung bei der Gaszuführung in industriellen Gastableaus oder für Labortische dazu. Sowohl diese Anwendungen, als auch die dafür geltenden sicherheitstechnischen Aspekte haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. In der Konsequenz sind heute einerseits spezielle Ventillösungen für ein eng definiertes Einsatzgebiet in hoher Stückzahl und andererseits Allrounder gefragt, die durch ihre Variabilität die Lücken schließen, die die „Spezialisten“ nicht bedienen können.

Robuste Magnetventile, die sich als zuverlässige Allrounder für unterschiedliche Anwendungen eignen, werden in vielen Bereichen gebraucht. Für Zündbrenner an großen Gasbrennern in Heizungsanlagen oder Pro-zessöfen beispielsweise sind Magnetventile als Sicherheitseinrichtung zum Schalten der Gaszufuhr immer eine gute Wahl. Sie ermöglichen einen definierten Start der Großbrenner. Aber auch aus vielen anderen Einsatzbereichen, von der Großküche über das Labor bis zum Ölbrenner, lassen sich Magnetventile nicht wegdenken.

Universell muss nicht langweilig sein
So unterschiedlich wie die Anwendungen sind aber auch die Anforderungen, die die eingesetzten Ventile erfüllen müssen. Bürkert bietet deshalb ein breites Sortiment an Magnetventilen, die die einschlägigen Normen und Richtlinien erfüllen und dem jeweils aktuellen Stand der Technik angepasst sind. Da sich das aufeinander abgestimmte Magnetventilprogramm flexibel an die jeweilige Anwendung anpassen lässt, sind die Allrounder alles andere als langweilig.
In der Labor- und Medizintechnik beispielsweise sind die Anforderungen an die medienberührenden Teile der Ventile besonders hoch. Kontaminationen aufgrund des eingesetzten Materials, des Produktions- oder Montageprozesses sind zwingend zu vermeiden. Alle medienberührenden Teile der Ventile sind für solche Einsatzbereiche aus hochwertigem Edelstahl gefertigt. Nach Abschluss der Produktion werden sie einem speziellen Reinigungsverfahren unterzogen, bei dem Rückstände vollständig entfernt werden. Für Anwendungen mit Gasen werden die Ventile mit PTFE-Gleitringen ausgestattet, die auch bei trockenen Medien einen verschleißarmen Betrieb mit langen Wartungsintervallen sichern. In der öl- und fettfreien Ausführung können die Geräte in Sauerstoffanwendungen eingesetzt werden. Für Prüfstands- oder Analyseeinrichtungen sind außerdem hochdichte, per Heliumlecktest geprüfte Varianten erhältlich. Hochwertige Dichtungspakete aus PTFE und PEEK in Kombination mit einem Edelstahlgehäuse bieten eine zuverlässige Funktion bei Öltemperaturen bis +160 °C. Durch diese Vielfalt an Ausführungsmöglichkeiten lässt sich für jede Anwendung eine passende Lösung finden, ohne dass der Anwender technischen Overhead bezahlen muss, den er eigentlich nicht braucht.
Von der Standard- zur Systemlösung
Gleiches gilt auch für anwendungsorientierte, komplexe Systemlösungen, zu denen sich die Magnetventile gemeinsam mit anderen standardisierten und normkonformen Geräten kombinieren lassen. Solche Systeme mit fluidischen, elektrischen und sicherheitstechnischen Funktionen sind in vielen Bereichen gefragt. Bei Gastableaus für Industrieöfen beispielsweise, wie sie in Härtereien und bei der Wärmebehandlung von Stahl zu finden sind, lassen sich dann einzelne Gasstrecken mit Absperrventilen und anderen Regeleinrichtungen wie Durchflussreglern, etc. für unterschiedliche Gase auf einer Grundplatte aufbauen und miteinander vernetzen. Das Resultat sind komplette intelligente Einheiten, die der Anwender je nach gewünschtem Mischungsverhältnis programmieren kann. Bürkert hat hierfür im Rahmen der Geräteplattform EDIP (Efficient Device Integration Plattform) eine praxisgerechte Lösung geschaffen, die der steigenden Nachfrage nach elektrischen Integrationslösungen gerecht wird. Diese Entwicklung stößt für die neuen intelligenten Bürkert-Geräte das Tor zur digitalen Vernetzung auf und bietet komfortable Bedien- und Parametriermöglichkeiten. Online-Analyse-Systeme, Durchflussmessgeräte (Flowave) und Massendurchflussregler (MFC) lassen sich damit besonders schnell, einfach und flexibel miteinander vernetzen. Der Anwender kann ohne zusätzliche Steuerung die Logik programmieren und an sich ändernde Prozesse und Betriebsbedingungen anpassen. Ein solches autarkes Subsystem wird in das vorhandene Netzwerk bzw. an den jeweiligen übergeordneten Feldbus an genau einer Stelle angeschlossen. Das vereinfacht die Projektierung und minimiert Schnittstellen.
Einsatzbeispiele für dezentrale Systeme
Beispiele für solche dezentralen Komplettsysteme gibt es noch in vielen anderen Anwendungsfeldern: Wo metallische Materialien zugeschnitten werden, kommen oft sogenannte Brennschneidsysteme zum Einsatz. Um die unterschiedlichen Gasströme verfahrenstechnisch zu steuern und zu regeln, lassen sich ebenfalls die benötigten fluidischen, elektrischen und sicherheitstechnischen Funktionen miteinander verknüpfen. Auch hier wieder ist das Resultat ein autarkes Fluidik-System mit allen benötigten Drucksensoren sowie Durchflussregelungen, dass nur eine Schnittstelle zur Anbindung an den Prozess benötigt.
Aber nicht nur bei Gasanwendungen haben sich die kombinationsfreudigen Allrounder inzwischen bewährt. Magnetventile sind zum Beispiel auch ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Steuer- und Regelkreise an Ölbrennern. Hier werden hohe Anforderungen an Qualität, Funktionssicherheit und Lebensdauer gestellt, um einen störungsfreien, wartungsarmen Betrieb über viele Jahre sicherzustellen.
Die Magnetventile mit TÜV-Zulassung nach DIN EN ISO 23553–1 und Certco-Zertifizierung haben sich im Vor- und Rücklauf bei Brennern verschiedenster Leistungsklassen und Bauarten bewährt. Die Absperrventile mit Zertifizierung nach DIN Certco werden zum Beispiel zur Ansteuerung ölhydraulischer Brennerlanzen und Luftklappen sowie zur Absperrung der Ölzuleitungen eingesetzt. Vorlaufventile im Brennstoffzulauf bei Ein- und Mehrstufenbrennern dienen als vorgeschriebene Sicherheitsabsperreinrichtungen. Die Anzahl der benötigten Ventile ergibt sich aus dem Düsenstockaufbau des Brenners. Bei den Brennern werden ebenfalls ein oder zwei Ventile als Sicherheitsabsperrung im Rücklauf benötigt. Für diese Anwendungsbereiche ausgelegte Allrounder bieten hier beste Voraussetzungen für einen langen, störungsfreien Betrieb.

Thomas Müterthies
Field Segment Management Magnetventile und -systeme,Bürkert Fluid Control Systems


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