Mobile-Worker-Konzept: Industrie 4.0 für den Ex-Bereich

Instandhaltung 4.0

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Mit Smartphones, Tablets, Sensoren und smarten HMI-Systemen sind Instand haltungsaktivitäten kein notwendiges Übel mehr, sondern bieten die Möglichkeit vorausschauend zu planen, um unvorhersehbare Stillstände zu vermeiden, Wettbewerbsvorteile zu erwirtschaften sowie Kosteneinsparungen zu realisieren. Entscheidend für den Unternehmenserfolg ist ein ineinander verzahntes, kompatibles Hardware- und Software-Lösungsportfolio rund um den vernetzten „Mobile Worker“ .

Fast alle Industrieunternehmen können in puncto Effizienz und Datenqualität enorm von mobilen, digitalen Lösungen profitieren. Die Erfahrung zeigt aber, dass aus Mangel an Alternativen, Gewohnheit oder fehlenden Zertifizierungen immer noch mit Klemmbrett und Papierlisten gearbeitet wird, Handheld-Computer nur im Offline-Modus eingesetzt werden oder End- und Peripheriegeräte nicht kompatibel sind. Das ist sowohl ineffizient, als auch fehleranfällig und stellt nicht nur ein Risiko für die Investition, sondern auch für das Personal dar.

Unzufrieden mit dem Status quo bei Wartung und Inspektion war auch Oliver Wichmann, Leiter des Geschäftsbereichs Mobile Solutions bei der Bilfinger Maintenance GmbH: „Es hat mich einfach gewurmt, dass die Handwerker ihre Arbeit bei Instandhaltungen erst handschriftlich und anschließend noch einmal im SAP System dokumentieren müssen. Deshalb haben wir überlegt, wie wir diesen unnötigen Doppelaufwand vermeiden, den Papierverbrauch senken und gleichzeitig die Qualität der Dokumentation erhöhen können.“

Insbesondere in Industriezweigen mit weitläufigem Gelände oder explosionsgefährdeten Bereichen kommt hinzu, dass eine konsequente, vorbeugende Instandhaltung neue Wege der Kommunikation und des Datenaustausches erfordert. „Mit Ecom haben wir einen geeigneten Partner gefunden, um mit mobilen Lösungen die Qualität von Dokumentationsprozessen in potenziell gefährlichen Arbeitsumgebungen zu verbessern, effizienter zu gestalten und gleichzeitig Zeit und Geld zu sparen“, erläutert Wichmann weiter. Sei es in der Fertigung, der Instandhaltung oder der Konfiguration und Kontrolle von Anlagen, bis hin zur Prüfung und Verwaltung von Maschinen, Werkzeugen und Ausrüstung, Supply Chain Management sowie Notfallmusterung und Anlagensicherheitskontrollen: Durch den Einsatz digitaler, mobiler Lösungen können Instandhalter, Techniker, Experten, Teams und Projektgruppen jetzt schneller, flexibler und live zusammenarbeiten.

Zielgerichteter instand halten

Um die einwandfreie Funktion der Anlagen zu gewährleisten, sind kontinuierliche Inspektionen in Chemiebetrieben, Raffinerien und anderen Gefahrenzonen unvermeidbar, leider aber auch sehr zeitintensiv. Üblicherweise werden derartige Kontrollen von Technikern über den Tag hinweg ausgeführt und die Ergebnisse anschließend in die Firmendatenbank eingespeist. Unnötig lang ist deshalb die Reaktionszeit zwischen der Erfassung eines Schadens und der Reparatur – ein hohes Risiko für Mensch und Material. Bilfinger Maintenance entwickelt seit fast zehn Jahren praxisorientierte, mobile Applikationen für die Instandhaltung. Als technologische Basis für die vernetzten Anwendungen dienen dabei die bis zu Zone 1/21 und Division 1 Ex-zertifizierten Smartphones, Tablets und Peripheriegeräte von Ecom.

Mit den entsprechenden mobilen Geräten und Applikationen kann der Mobile Worker zielgerichteter instand halten. Er bekommt auf seinem Smartphone oder Tablet den Auftrag und die Arbeitsaufgaben angezeigt, für die er legitimiert ist. Wartungsprotokolle sind auf dem Mobilgerät abrufbar und wie oft welcher Fehler in der Vergangenheit vorkam und wie dieser behoben wurde, lässt sich sofort ablesen. Auch Schaltpläne oder Herstellerinformationen lassen sich darstellen und bieten zusätzliche Unterstützung. Zudem kann der Mobile Worker einfach und schnell auf seinem mobilen Endgerät erfassen, welche Arbeitsschritte und Aufgaben er erledigt hat, wie viel Zeit er benötigte und welche Materialien verbraucht wurden. Die passende Applikation übermittelt diese Informationen automatisch an das Backend-System. Dementsprechend schnell ist die Reaktionszeit und sollte einmal keine Internetverbindung vorhanden sein, lassen sich die Daten auch offline eintragen und werden bei erneutem Zugriff auf das Firmennetzwerk sofort in der Dokumentation aktualisiert.

Neue Instandhaltungstechnologien

Die aus dem Consumer-Bereich bekannte Beacon-Technologie hat das Potenzial, die Instandhaltung und Sicherheit von Anlagen sowie das Asset- und Workflow-Management in explosionsgefährdeten Bereichen nachhaltig zu verbessern. Loc-Ex-01-BLE-Beacons von Ecom verbinden digitale und physikalische Daten in einer einzigen, einheitlichen Business-Intelligence-Einheit. Wenn sich beispielsweise ein Techniker einem Asset nähert, können Informationen – zugeschnitten auf Aufgabe, Person und Zugangsberechtigung – mittels einer individuellen App auf dem Bildschirm des Tablets oder Smartphones angezeigt werden, ohne dass dieser manuell zu den richtigen Inhalten navigieren muss. Damit wird umgehend der richtige Arbeitsablauf und Datenempfang eingeleitet.

Gleichzeitig bieten die Beacons eine kostengünstige, weitgehend wartungsfreie Möglichkeit (Batterietausch selbst bei höchster Sendeleistung erst nach vier Jahren), Daten von Assets zu sammeln und mit Backend-Systemen zu verbinden. Mit einem einzigen Zugriffspunkt können sie Informationen an Unternehmen liefern, um unmittelbar vor Gefahren/Ausfällen zu warnen, potenzielle Probleme zu identifizieren und Workflows zu verbessern. Zusätzlich liefern BLE-Beacons standortgenaue Einblicke über Betriebsabläufe und Asset-Informationen, wie Anlagenpläne, Login-Daten, Zahl der Einsätze und die durchschnittliche Verweildauer – selbst Temperaturmessungen und andere Metriken sind implementierbar.

Predictive Maintenance

Beacons, Smartphones, Tablets und Sensoren liefern mit den passenden Applikationen einen schnellen Zugriff und kompakten Überblick über Daten, Wissen und Informationen. Das System warnt vor möglichen Ausfällen und Gefahren. Mitarbeiter, die die Produktion und den Betrieb von Anlagen verantworten, können die Daten live auswerten. Darauf basierend können sie Abweichungen oder Auffälligkeiten detektieren, proaktiv anstatt reaktiv agieren, Trends erkennen sowie datengestützte Vorhersagen treffen. Kurz: Sie beugen möglichen Ursachen für Produktionsausfälle vor.

Im Kern geht es also bei der „Instandhaltung 4.0“ um eines: Vernetzung. Hierfür gilt es, eine flexible und sichere Kommunikation auch über große Entfernungen zu gewährleisten. Ein leistungsstarkes Mobile-Enterprise-Konzept, das sowohl Hardware als auch Software umfasst, ist zentraler Schlüssel zu mehr Effizienz, Produktivität und Flexibilität. Unternehmen erlangen dadurch Wettbewerbsvorteile wie effektivere Arbeits-, Maintenance- und verschlankte Entscheidungsprozesse sowie weit höhere Margen.

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: cav1017ecom


Autor : Paulo Jorge de Almeida

System Engineer Mobile Computing Europe,
Ecom




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