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So profitieren Betreiber von Ölplattformen vom IoT

Herausforderungen bei der Wartung meistern
So profitieren Betreiber von Ölplattformen vom IoT

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Techniker, die auf Ölplattformen und Ölbohrinseln beispielsweise in der Nordsee eingesetzt werden, müssen strenge Anforderungen in Bezug auf ihre Gesundheit und ihre mentale Verfassung erfüllen Bild: iStock.com/Igor-Kardasov
Ölbohrinseln und -plattformen gehören zu den sensibelsten Umgebungen, in denen das IoT zum Einsatz kommt. Reibungslose Abläufe sind in diesen Bereichen daher unerlässlich. Welche Herausforderung gilt es, auf der letzten Meile zur Wartung einer Ölplattform oder einer Ölbohrinsel zu meistern?

Auf Ölbohrinseln und -plattformen gibt es nichts, was nicht überwacht werden muss, von den Wetterbedingungen und Temperaturen über den Öldruck und die Bewegung der Plattform auf hoher See bis hin zum Status der verschiedenen Systeme an Bord. Ohne die akribische Überwachung all dieser Parameter rund um die Uhr ist es unmöglich, eine Ölplattform am Laufen zu halten. Jeder Ausfall ist zudem extrem teuer: Der Umsatzverlust pro Tag bei einem Ausfall einer durchschnittlich großen Bohrinsel oder Ölbohrplattform beläuft sich auf mehrere Mio. US-Dollar. Und nicht nur das – er kann auch lebensbedrohlich sein. Deshalb ist die IoT-Verfügbarkeit gerade in dieser Branche von noch größerer Bedeutung als in anderen.

Spezielles Know-how notwendig

Als Experte für IoT-Field Service bietet das Nürnberger Unternehmen Hemmersbach IoT-Dienstleistungen für die Öl- und Gasindustrie auf der letzten Meile bis zur Bohrplattform in der Nordsee an, aber auch in allen anderen Regionen dieser Welt, in denen Öl gefördert wird. In besonders schwierigen Umgebungen wie der Nordsee sind Erfahrung und Know-how von entscheidender Bedeutung. Alleine in Norwegen verfügt Hemmersbach deshalb über rund 30 speziell ausgebildete Techniker, die rund 40 Ölplattformen und 35 Bohrinseln vor der norwegischen Küste betreuen. Dabei kümmern sie sich um Installation, Wartung und Instandhaltung der verschiedenen IoT-Sensoren, die Temperatur, Druck, Bewegung und andere kritische Parameter messen und lebenswichtig sind. Das alles trägt dazu bei, eine Ölplattform am Laufen zu halten und dem Personal an Bord die Arbeit zu ermöglichen – Tag und Nacht. „Wir können innerhalb eines Tages einen Techniker vom Festland auf die Bohrinsel bringen – vorausgesetzt, die Wetterbedingungen erlauben es uns, vom norwegischen Festland auf die Plattform in der Nordsee zu fliegen“, sagt Line Sundet, Area Manager Nordics bei Hemmersbach.

Gut geschulte Techniker und eine optimal eingeübte Logistikkette sind hier unverzichtbar. Ein weiterer wesentlicher Aspekt, um das IoT an die entlegensten Orte der Welt – wie eben eine Ölbohrplattform in der rauen Nordsee – liefern zu können, sind standardisierte, globale Prozesse, um spezifische Anforderungen wie die der Öl- und Gasindustrie zu erfüllen: Schnelligkeit, Zuverlässigkeit sowie Compliance und Sicherheit sind dafür unerlässlich. Techniker spielen eine entscheidende Rolle dabei, die kritischsten Infrastrukturen der Welt 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche am Laufen zu halten.

Besondere Rahmenbedingungen

Die Herausforderungen bei der Wartung der IoT-Systeme einer Bohrinsel oder Plattform sind bei weitem nicht nur technischer Natur. Das technische Personal, das auf Bohrinseln und Plattformen beispielsweise in der Nordsee eingesetzt wird, muss strenge Anforderungen in Bezug auf seine Gesundheit und sogar seine mentale Verfassung erfüllen. Vor ihrem ersten Einsatz absolvieren die Techniker ein spezielles Training, das sie auf die Arbeit unter schwierigen Bedingungen auf einer der Plattformen vorbereitet, z. B. auf schwere Stürme und sintflutartigen Regen, aber auch auf die mentalen Herausforderungen, wenn sie die Bohrinsel oder Plattform wegen schlechten Wetters nicht rechtzeitig verlassen können und dort zum Teil deutlich länger als geplant auf ihren Rückflug zum Festland warten müssen.

„Um ehrlich zu sein, braucht es eine bestimmte Art von Persönlichkeit, um diesen Job zu machen. Denn nicht nur körperliche, sondern auch mentale Stärke ist bei der Arbeit auf einer Bohrinsel oder Plattform sehr wichtig“, erklärt Sundet. „Das fängt schon damit an, dass das Abseilen aus einem Hubschrauber nicht jedermanns Sache ist. Das ist aber manchmal notwendig, weil Bohrinseln – anders als Plattformen – im Meer schwimmen und daher keinen Landeplatz haben. Und es hat auch einen ganz menschlichen Aspekt: Da nicht nur der Flug zur, sondern auch der Rückflug von der Bohrinsel von den Wetterbedingungen abhängt, ist es für die Techniker nicht gewiss, wann sie wieder zurück nach Hause kommen. Wir hatten schon Techniker, die Weihnachten auf einer der Bohrinseln verbringen mussten, während ihre Familien auf sie warteten.“

Standardisierte Prozesse

Was die offensichtlichen örtlichen Herausforderungen angeht, können sich die Hemmersbach-Techniker einerseits auf ihre Erfahrung mit der Arbeit in herausfordernden Umgebungen, die für ihre Wetterbedingungen oder geografischen Extreme berüchtigt sind, verlassen. Standardisierte Prozesse helfen ihnen darüber hinaus, die Anforderungen, Regularien und Compliance – die nicht nur in der Öl- und Gasindustrie besonders streng sind – zu erfüllen. Langjährige Erfahrung in der globalen Wartung von IoT-Geräten der Branche hilft dabei, neue Vorschriften und Compliance-Anforderungen schnell zu übernehmen, egal ob sich die Bohrinsel oder Plattform in der Nordsee, vor der Küste Brasiliens oder Nigerias befindet.

Hemmersbach GmbH & Co. KG, Nürnberg


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