Mülheimer Automatisierungsspezialist auf Vorjahresniveau

Kein Stillstand, trotz gedämpfter Zahlen

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Die Turck-Gruppe erwartet für das Geschäftsjahr 2012 einen konsolidierten Gesamtumsatz von rund 430 Mio. Euro. Damit bewegt sich der Automatisierungsspezialist exakt auf dem Niveau des Vorjahrs. Eine Umsatzsteigerung ließ sich aufgrund der Konjunktur- und Marktentwicklung 2012 nicht erzielen. Zur SPS IPC Drives 2012 hat Turck dennoch eine Vielzahl an Innovationen im Gepäck, darunter ein eigenes Steckverbinderprogramm, eine neue Serie von Passivverteilern und die Multiprotokoll-Ethernet-Gateways.

Die aktuellen Zahlen zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2012 sowie eine Fülle von neuen Produkten, die auf der SPS IPC Drives 2012 vom 27. bis 29. November dem Fachpublikum vorgestellt werden, präsentierte die Turck-Gruppe im Oktober in Essen. „Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren mit jeweils 25- bis 30-prozentiger Umsatzsteigerung haben unsere Zielmärkte 2012 eine Phase der Konsolidierung erlebt, die etwas deutlicher ausgefallen ist als ursprünglich erwartet“, sagte Turck-Geschäftsführer Christian Wolf. „Nach einem sehr guten Start im Jahr 2012, war insbesondere im August und September der Konjunkturverlauf schwächer, was sich auch auf die Auftragseingänge bei Turck auswirkte. Daher ließ sich unsere Wachstumserwartung von 5 % in diesem Jahr leider nicht realisieren.“ Christian Wolf erwartet für das Jahr 2012 einen wechselkursbereinigten Umsatz von rund 430 Mio. Euro. Das entspricht in etwa dem Vorjahresniveau.

Mit knapp 100 Mio. Euro Umsatz konnte das Familienunternehmen im deutschen Markt allerdings eine leichte Steigerung von 2 % verzeichnen. Durch intelligente Vertriebsprojekte hat Turck neue Kundensegmente erschlossen. So wurden beispielsweise 10 000 Highspeed-Linearwegsensoren, die gemeinsam mit dem Kunden auf diese Anwendung angepasst wurden, in die Kunststoff-Spritzgießmaschinen von Arburg eingebaut. Den höchsten Rückgang verzeichnete das Unternehmen in China. „Hier wachsen die Bäume nicht mehr in den Himmel, auch wenn nach wie vor großes Potenzial da ist“, erklärte Wolf die Marktsituation. Der Markt weise einen gewissen Sättigungsgrad auf und die Zahl lokaler Anbieter steige stetig. Dennoch werde China ein Wachstumsmarkt bleiben.
Christian Wolf gab einen sehr vorsichtigen Ausblick auf das Jahr 2013. „Um eine Prognose für das kommende Jahr zu treffen, müssen wir abwarten, ob das letzte Quartal 2012 eine Trendumkehr erkennen lässt. Sollte das der Fall sein, gehen wir für 2013 von einer Umsatzsteigerung von ca. 5 % aus, was einem Gesamtumsatz von rund 450 Mio. Euro ausmachen würde.“
Anschlusstechnik aus eigner Produktion
Zur SPS IPC Drives 2012 kommt Turck mit einem eigenen Steckverbinderprogramm. „Wir sehen die Anschlusstechnik als eines der Wachstumsfelder für die Zukunft“, erklärte Oliver Merget, Leiter des Geschäftsbereichs Automation Systems, in Essen. Durch eine Technologiekooperation mit dem Unternehmen Escha in Halver hat Turck nun die Möglichkeit, Steckverbinder selbst zu produzieren und Steckverbinderlösungen zu entwickeln. In den USA ist Turck mit Steckverbinderprodukten bereits auf dem Markt. „Unsere Erfahrungen aus Nordamerika wollen wir nun weltweit ausrollen“, erklärte Merget.
Die neuen Produktfamilien TXL und TEL sind mit M8- oder M12-Steckern in gewinkelter oder gerader Ausführung erhältlich. Durch verschiedene Kombinationen von Kupplungs- und Steckeranschlüssen in 3-, 4- oder 5-poliger Ausführung und Leitungslängen von 30 cm bis zu 10 m findet jeder Anwender für seine Applikation die passende Leitung. Die Anschluss- und Verbindungsleitungen der TXL-Familie vereinen in einer einzigen Serie unterschiedliche Anforderungen, für die bisher jeweils Spezialkabel vorgehalten werden mussten. Die Kabel sind mit besonders abriebfestem Polyurethan (PUR) ummantelt. TXL-Leitungen sind halogen- und silikonfrei und dennoch flammwidrig, schweißfunkenbeständig, besonders schleppkettenfähig sowie resistent gegen Öl und Chemikalien. Die TXL-Reihe erfüllt sowohl die nordamerikanische cULus-Norm als auch die europäische RoHS-Richtlinie. Für Maschinen und Anlagen mit Standardanforderungen gibt es die TEL-Serie. Die PVC-Leitungen sind beständig gegen Säuren und Laugen, ebenfalls flammwidrig und cULus- sowie RoHS-zugelassen.
Aktive Passivverteiler
Auch das Angebot an Passivverteilern wurde erweitert. Neben den Standardverteilern mit 4, 6 und 8 Eingangsbuchsen und Multipolkabelausgang gibt es nun zwei aktive IO-Link-Varianten. Die IO-Link-Verteiler bündeln 16 einzelne Schaltinformationen im 16-Bit-IO-Link-Signal und bringen so über ein einziges Standardkabel 16 Schaltsignale von der Maschine zum Schaltschrank. Statt wie bisher jedes Signal den einzelnen Adern eines M23-Stammkabels zuzuordnen, zu konfektionieren und mit Multipolkabeln zum Schaltschrank zu bringen, reicht mit der IO-Link-Verteilerbox ein einfaches M12-Standardkabel.
Die Signale können beispielsweise von Näherungsschaltern, Tastern, optischen Schaltern oder auch Temperatursensoren mit Schaltausgang stammen. Der Einsatz der Verteiler empfiehlt sich vor allem, wenn sehr viele Schaltsignale von der Maschine zum Schaltschrank geführt werden müssen. Die IO-Link-Verteiler sind mit LEDs versehen, die den Schaltzustand jedes einzelnen Eingangs anzeigen. Die Verteiler können in P- oder N-schaltender LED-Belegung bezogen werden.
Drei Protokolle in einem Gerät
Auf der SPS IPC Drives stellt Turck zudem die ersten Feldbus-Gateways und Block-I/O-Module vor, die Profinet IO, Modbus TCP oder Ethernet/IP sprechen. Die Multiprotokollgeräte lassen sich automatisch in jedem der drei Ethernet-Systeme betreiben. Anwender, die unterschiedliche Ethernet-Protokolle einsetzen, reduzieren mit den Multiprotokolllösungen die Vielfalt der vorzuhaltenden Gerätevarianten. Die Geräte ermöglichen außerdem die identische Planung von Maschinen und Anlagenteilen mit unterschiedlichen Ethernet-Protokollen.
Multiprotokollgeräte sind für die modularen Gateways der BL20-Reihe zur Schaltschrankmontage sowie für die BL67-Reihe zur Feldmontage erhältlich. Auch IP-67-Block-I/O-Module inklusive der platzsparenden BL-Compact-Reihe sind als Multiprotokollgeräte verfügbar.
Halle 7, Stand 351
prozesstechnik-online.de/cav1112426
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