Startseite » Chemie »

Komposite mit dem Hygienic Dispenser abfüllen

Halb- und vollautomatische Spritzenbefüllung
Komposite für die Zahnmedizin abfüllen

Anzeige
In der Dentalindustrie werden Verbrauchsmaterialien wie Komposite in Einmalspritzen mit Luer-Lock-Ansatz oder in kleinere Unit-Dose-Verpackungen gefüllt. Die fließfähigen Füllungsmaterialien aus Kunststoff und Glas sind meist hochabrasiv, hochviskos und fadenziehend. Sie stellen hohe Ansprüche an die Dosier- und Abfüllsysteme. Die Hygienic-Dispenser-Baureihe wurde speziell für solche Anwendungen entwickelt.

Früher war es nichts Besonderes, im Rentenalter ein künstliches Gebiss zu haben. Doch heute werden die „Dritten“ aufgrund der verbesserten Möglichkeiten in der Zahnmedizin immer seltener. Und das, obwohl der Anteil älterer Menschen weltweit zunimmt. Diese Entwicklung hat Auswirkungen auf die Dentalindustrie. Gerade im Bereich der Komposite, die vor allem in den Bereichen Versiegelungen, Restaurationen oder zum Stumpfaufbau verwendet werden – denn mit der steigenden Anzahl an „alten Zähnen“ steigt die Nachfrage nach Füllungsmaterialien.

Umso wichtiger ist es, die Produktionsabläufe der gefragten Materialien so einfach und praktikabel wie möglich zu machen: Bisher erfolgte die Füllung der Spritzen meist manuell und war damit sehr zeitaufwendig. Abhilfe schaffen halb- und vollautomatische Abfüllsysteme. Das in den Viscotec-Dispensern verbaute Endloskolben-Prinzip überzeugt mit schonendem, hochpräzisem Materialhandling. Es ermöglicht eine wiederholgenaue Verarbeitung von niedrig- bis hochviskosen Materialien. Die Förderung erfolgt volumetrisch, wodurch auch größere Partikel unbeschadet transportiert werden können. Die Größe der sich alternierend öffnenden Kammern ist auch während der Rotation konstant, sodass es zu keiner Komprimierung des geförderten Produktes kommt. Das ist ein wichtiger Aspekt für die schersensitiven Füllstoffe in den Kompositen. Selbst abrasive Füllstoffe wie Keramik oder Glas können mit der Endloskolben-Technologie dank des hartchrombeschichteten Rotors sicher dosiert werden.

Leicht zu reinigen

Die Hygienic Dispenser von Viscotec sind leicht zu reinigen. Die verbauten Hochleistungswerkstoffe sind chemisch hochbeständig und ermöglichen auch eine Reinigung mit starken Lösemitteln – nach einfachem, werkzeuglosem Zerlegen manuell oder im Reinigungsautomaten. Die Dispenser erfüllen hohen Reinigungs- und Hygienekomfort und besitzen ein EHEDG-Zertifikat. Die eingesetzten Elastomere sind FDA-konform. Die Dokumentation wird durch ein 3.1-Werkszeugnis nach DIN-EN 10204 für metallische Bauteile komplettiert. Zum Schutz der Materialen gegenüber schädlichen Umwelteinflüssen sowie zum Schutz der Umwelt gegenüber ungeplantem Produktaustritt ist das speziell für den Pharmabereich entwickelte Dichtungsgehäuse mit einer Sperrkammer (Quench) ausgestattet.

Die volumetrische Dosierung bzw. Abfüllung erzielt selbst bei kleinsten Abfüllmengen von 0,1 ml perfekte Dosierergebnisse. Ein gleichbleibender Fadenabriss dank programmierbarem Rückzug ermöglicht eine absolute Wiederholgenauigkeit von 99 % – ein wichtiger Aspekt im Umgang mit den oft fadenziehenden Materialien. Es gibt keine Kontamination der Verpackung oder der Dosiernadel.

Halbautomatische Prozesse

Die halbautomatische Benchtop-Lösung bietet Zeitersparnis und sicheres Handling für den Anwender. Diese Variante eignet sich perfekt für Kleinchargen, die z. B. im Rahmen von Entwicklungen oder für seltene Farben notwendig sind. Nettodosierzeiten für 1 ml unter einer Sekunde sind, abhängig von der Viskosität des Materials, möglich.

Die Bedienung ist ganz einfach: Zur Befüllung verschraubt der Anwender die Spritze über den Luer-Lock-Anschluss mit der Anlage und über Betätigung des Fußschalters wird die Dosierung gestartet. Bauseitig reichen Stromanschluss und Druckluft für die Installation. Die Zuführung erfolgt über ein Kartuschensystem, das in verschiedenen Größen bis zu maximal 950 ml verfügbar ist.

Die zugehörige Steuerungseinheit ermöglicht die einfache, aber exakte Kontrolle von Förderstrom und gewünschtem Dosiervolumen. Durch direkte Eingabe über das Touchpanel können Dosiervolumen, Dosiergeschwindigkeit, Kalibrierung und Rückzug am Dosierende (Umkehrung der Drehrichtung des Dispensers) eingestellt und kontrolliert werden.

Vollautomatische Prozesse

Für die Serienfertigung haben sich die Hygienic Dispenser in vollautomatischen Anlagen bewährt. Die Antriebsregler der Dispenser können dabei einfach über verschiedene Schnittstellen wie Profinet in eine übergeordnete Steuerung integriert werden. Platzsparende Anordnungen der kompakten Dispenser können dabei über V-Anordnungen oder Blockpumpengehäuse realisiert werden.

Die Spritzen oder Unit-Dose-Komponenten können entweder mit herkömmlicher Fördertechnik oder mit Robotern an das Dosierende des Hygienic Dispensers transportiert werden. Die Füllung erfolgt bei den Spritzen durch Andrücken der Luer-Seite an den Dispenser. Die Unit-Dose-Verpackungen werden stopfenseitig via Spiegelabfüllung befüllt – und ermöglichen die Abfüllung noch kleinerer Mengen. Durch ihre minimale Öffnung kann das Material noch präziser aufgetragen werden. Sie werden z. B. zur Versiegelung von Fissuren oder Reparaturen von Füllungen oder kleinen Füllungen im Zahnhalsbereich verwendet, um eine Verschwendung der hochpreisigen Komposite zu vermeiden.

Für hohe Viskositäten geeignet

Aufgrund der besonderen Dosiergeometrie wird drehwinkelproportional pro Umdrehung immer ein konstantes Volumen gefördert – unabhängig von der Viskosität des Mediums und bei pulsationsfreiem Produktstrom. Selbst bei Dosierdrücken von bis zu 20 bar im Handling von hochviskosen Materialien wie den Kompositen, bleibt das Dosierergebnis linear zur Anzahl der Pumpenumdrehungen – auch bei Medien mit Viskositäten bis zu 7 Mio. mPas. Die Pumpentechnik des Endloskolben-Prinzips weist zusätzliche Vorteile gegenüber anderen Dosiermechanismen auf. So kann zum Beispiel in über 95 % aller Anwendungen auf Abfüll- und Dosierventile völlig verzichtet werden. Durch einen Rückzug kommt es zu einem kontrollierten Fadenabriss und ein Nachtropfen wird verhindert. Dank der hochpräzisen Abfüllung entfällt die oft übliche Überfüllung. Damit wird wertvolles Material gespart und in der Folge die Kosten gesenkt.

Viscotec GmbH, Töging am Inn


Autorin: Melanie Hintereder

Content Marketing
Managerin,

Viscotec



Hier finden Sie mehr über:
Anzeige
Schlagzeilen
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

cav-Produktreport

Für Sie zusammengestellt

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Top-Thema: Instandhaltung 4.0

Lösungen für Chemie, Pharma und Food

Pharma-Lexikon

Online Lexikon für Pharma-Technologie

Prozesstechnik-Videos

Hier finden Sie alle aktuellen Videos

phpro-Expertenmeinung

Pharma-Experten geben Auskunft

Prozesstechnik-Kalender

Alle Termine auf einen Blick

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de