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Lean-Duplex-Stähle im Chemieanlagenbau

Kostengünstige Alternative
Lean-Duplex-Stähle im Chemieanlagenbau

Einsatz von Lean-Duplex-Stahl für Behälter in der Papier- und Zellstoffindustrie
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Duplex-Stähle sind mit nur 1 % der weltweiten Produktion nicht rostender Stähle ein echtes Nischenprodukt. Und doch zieht diese Nische immer dann das Interesse von Metallurgen, Werkstoffentwicklern und Anwendungstechnikern auf sich, wenn es darum geht, den Preisschwankungen des Nickels zu begegnen und Werkstoffe mit höheren Festigkeiten als Standardaustenite zu entwickeln.

Autorin Dr. Iris Rommerskirchen Geschäftsführung, Butting

Das austenitisch-ferritische Duplex-System bietet einige Variationen, bei denen Nickel und Molybdän etwa durch Mangan, Chrom und Stickstoff ersetzt werden. Damit können kostengünstige Alternativen zu den Standardausteniten TP 304L oder TP 316L mit höheren Festigkeiten bereitgestellt werden. In den letzten Jahren gab es vermehrt Entwicklungstätigkeiten auf dem Gebiet niedrig legierter austenitisch-ferritischer Stähle. Niedriger als Standard-Duplex-Stähle legierte austenitisch-ferritische Stähle werden in der sogenannten Lean-Duplex-Gruppe von Legierungen zusammengefasst. Zunächst wurden diese Werkstoffe in weniger kritischen Bereichen eingesetzt, z. B. für Halterungen oder drucklose Lagerbehälter. Inzwischen gibt es auch anspruchsvollere Anwendungen in Verdampfern oder in Versorgungsleitungen von Offshore-Anlagen.
Rohrleitungen für Solvay
Butting hat kürzlich einen Auftrag für Rohrleitung aus dem Lean-Duplex-Werkstoff 1.4162 (UNS 32101) erhalten. Zum Einsatz kommen die Rohre beim international aufgestellten Chemiekonzern Solvay mit Sitz in Brüssel. Der Auftrag umfasste ca. 1900 m längsnahtge-schweißte Bandrohre mit den Abmessungen 114,3 x 3,6 mm in 12-m-Längen aus 1.4162 (UNS S32101). Dazu kamen Rohre der Abmessung 88,9 x 3,2 mm, aus einzelnen Blechtafeln in 6-m-Herstellungslängen gefertigt, und Flansche aus Standardduplex 1.4462 und dem Standardausteniten 1.4571. Ergänzt wurde das Paket durch rund 100 Zweischalenbogen, einige Reduzierungen und T-Stücke. Die Tatsache, dass die Flansche in dem gängigen Standardduplex-Werkstoff 1.4462 und dem Standardausteniten 1.4571 spezifiziert waren, kann technische Gründe haben. Es kann auch daran liegen, dass der neue Lean-Duplex-Werkstoff noch nicht als Flansch verfügbar ist oder dass sich qualifizierte Schmiedeunternehmen nicht ohne Bedenken an die neue Aufgabe heranwagen.
Die längsnahtgeschweißten Rohre aus dem Lean-Duplex-Werkstoff 1.4162 wurden nach den in der DIN EN 10217-7 TC2 beschriebenen technischen Lieferbedingungen für geschweißte Stahlrohre für Druckbeanspruchungen und gemäß RB 40009/1148 VdTÜV-556 gefertigt. Somit setzte Butting kaltgewalzte Bänder und Bleche als Vormaterial ein. Die geschweißten Rohre wurden einer abschließenden Lösungsglühung unterzogen. Der qualitätsbewusste Kunde legte Wert auf eine von innen und außen metallisch saubere Oberfläche für optimale Korrosionsbeständigkeit. So erfolgte im Anschluss das Beizen und Passivieren im Vollbad. Hinsichtlich der Maßtoleranzen durfte der Außendurchmesser lediglich um +/-0,75 % variieren und die Wandstärke um +/-10 %. Die Rohrenden bedurften keiner speziellen Bearbeitung.
prozesstechnik-online.de/cav1014401
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