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Differenzdruck-Messumformer

Messumformer, zertifiziert für Atex-Zonen 2 und 22
Differenzdruck-Messumformer

Der Messumformer HE 5409 von Hesch erfasst kleine und mittlere Differenzdrücke bei trockenen, nicht aggressiven Gasen zuverlässig und genau. Der Differenzdruck-Messumformer eignet sich deshalb für die Filterüberwachung in einem breiten Spektrum von Anwendungen. Auch der Einsatz in den Ex-Schutz-Zonen 2 und 22 ist problemlos möglich.

zu diesen Bereichen zählen beispielsweise Lackieranlagen, denn hier können Lackstaub-Luft-Gemische entstehen (Nitrozellulosestäube), die unter bestimmten Bedingungen explosionsfähig sind. Der HE 5409 misst in den Anlagen den Differenzdruck von belasteter und unbelasteter Luft und überwacht so die Absaugwirkung des Lüfters sowie die Reinigungskraft der Filter. Auf diese Weise können Verunreinigungen frühzeitig erkannt und ein Austausch bzw. die Reinigung der Filter veranlasst werden, bevor es zu einer signifikanten Beeinträchtigung der Anlagenfunktion kommt. Der Differenzdruck-Messumformer ist für den Einsatz in Bereichen mit explosionsgefährdeten Atmosphären prädestiniert, da das Polycarbonat-Gehäuse des HE 5409 staubdicht ist und von ihm deshalb keinerlei Entzündungsgefahr ausgeht.

Die Zulassung für den Einsatz in den Zonen 2 und 22 hebt den Druckmessumformer von zahlreichen vergleichbaren Produkten ab. „Das ist in der Preisklasse eine Seltenheit“, sagt Werner Brandis, Geschäftsführer der Hesch Industrie-Elektronik GmbH. Die Atex-Zulassung erweitert das Anwendungsgebiet für den HE 5409, denn er ist damit für viele Bereiche verwendbar, in denen herkömmliche Druckmessumformer nicht verbaut werden dürfen. Ein Beispiel sind bestimmte Bereiche der chemischen Industrie, in denen es zwar möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich ist, dass sich eine explosionsfähige Atmosphäre bildet.

Überwachung von Filtersystemen

Ein ganz anderes Einsatzgebiet für den Differenzdruck-Messumformer HE 5409 ist die Kontrolle von Filtersystemen. Diese Komponenten werden in ganz unterschiedlichen Anlagen verwendet, die aber alle eines gemeinsam haben: Luft muss ständig gereinigt bzw. ausgetauscht und zwischen verschiedenen Räumen hin- und her bewegt werden. Das passiert unter anderem in Absauganlagen in der Industrie. Sie saugen die schad- und feinstoffhaltige Luft aus dem Produktionsbereich ab, leiten sie durch einen Filter und führen die gereinigte Luft zurück in die Werkhalle. Damit dieser Kreislauf reibungslos funktioniert, muss der Filter aufnahmefähig sein. Wenn der Filter allerdings gesättigt ist, vermindert sich seine Reinigungsfähigkeit. Der HE 5409 misst deshalb kontinuierlich den Differenzdruck zwischen der Luft vor und hinter dem Filter und erkennt eine nachlassende Filterleistung sofort an einem Druckanstieg.

Die Filterüberwachung ist nicht nur an Lüftungs- und Klimaanlagen ein wichtiges Thema, auch in Entrauchungs- und Trockneranlagen ist sie unerlässlich. Letztere werden unter anderem für die Trocknung von Kunststoffgranulaten eingesetzt, an deren Oberfläche und Kern sich durch die Luftfeuchtigkeit Wasser ablagern kann. Da die Feuchtigkeit Fehler wie Viskositätsverluste, Materialschwund oder Farbunterschiede verursachen kann, müssen die Granulate ständig entfeuchtet werden. Die Qualität des Granulates hängt damit unmittelbar mit der Leistungsfähigkeit der Trockneranlage und ihres Filters zusammen. Verstopfte oder verunreinigte Filter verhindern aber nicht nur eine vollständige Trocknung des Granulates, sie erhöhen auch den Energieverbrauch des Trockners um ein Vielfaches.

Mit dem Differenzdruck-Messumformer HE 5409 haben Anwender den Filterzustand immer im Blick und können eingreifen, bevor die Leistung der Anlage nachlässt. Die Sensoreinheit hebt sich nicht nur durch ihre Atex-Zulassung von herkömmlichen Geräten dieser Bauart ab, sie ist auch ausgesprochen montagefreundlich. „Wir haben das Gehäuse bewusst schraubenlos gestaltet, damit es sich schnell installieren lässt und man es im Wartungsfall innerhalb kürzester Zeit öffnen kann“, erläutert Werner Brandis das Produktkonzept. Der Differenzdruck-Messumformer hat für OEM aber noch weitere Vorteile. „Auf Wunsch liefern wir die Geräte mit individueller, kundenspezifischer Frontfolie und farblich passenden Verschlüssen“, so Brandis. „Damit lassen sie sich perfekt an die eigene Marke anpassen.“

Den Füllstand immer im Blick

Mit einem Differenzdruck-Messumformer kann auch einfach und exakt der Füllstand von Tanks bestimmt werden. Eine Möglichkeit, den Pegel zu ermitteln, ist die Messung des hydrostatischen Drucks der Flüssigkeitssäule am unteren Ende des Behälters und des Drucks im Behälter oberhalb der Flüssigkeit. Ist die Dichte der Flüssigkeit bekannt, kann mithilfe der gemessenen Drücke der Füllstand berechnet werden.

Eine andere Variante ist die sogenannte Einperlmethode, für die der HE 5409 ebenfalls geeignet ist. Hier wird ein Rohr in einen Behälter mit Flüssigkeit eingeführt, bis kurz vor den Boden. Anschließend wird das Rohr mit Druckluft oder Stickstoff beaufschlagt und der Luftdruck gemessen, der nötig ist, um die im Rohr stehende Flüssigkeitssäule hinauszupressen. Über die Gleichung des hydrostatischen Bodendrucks kann dann der Füllstand des Behälters berechnet werden.

Ein Plus an Sicherheit und Effizienz

Ein weiteres Anwendungsgebiet für den HE 5409 ist die Überwachung der Inertgas-Konzentration in Lagertanks. Inertgase sorgen dafür, dass bestimmte Gase wie z. B. Luft von chemischen Reaktionen in den Tanks ferngehalten werden. Sie reduzieren oder ersetzen den Sauerstoffanteil in den Behältern und nehmen die Reaktionswärme auf, sodass die Bildung einer explosiven Atmosphäre stark erschwert oder zumindest die Ausbreitung einer Explosion gestoppt wird. Der Differenzdruck-Messumformer überwacht den Gasdruck und gibt Aufschluss über die Menge an Inertgas, die sich im Behälter befindet. So ist ein ausreichender Explosionsschutz jederzeit gewährleistet.

Der HE 5409Differenzdruck-Messumformer ermöglicht aber nicht nur sichere, hochwertige Prozesse. Er unterstützt Unternehmen auch dabei, ihre Effizienz zu steigern, denn verschmutzte Filter verursachen hohe Energiekosten und gehen damit zulasten der Produktivität eines Unternehmens. Die robusten, leicht zu montierenden Mess-Systeme sind deshalb eine sinnvolle Ergänzung für viele Industrieanlagen – entweder für OEM oder als Nachrüstoption für Endanwender.

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: cav0218hesch


Autor: Thomas Jäger

Teamleiter Vertriebsinnendienst,

Hesch Industrie-Elektronik



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