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Vernetztes Asset Management und Echtzeit-Lokalisierung

Industrie 4.0
Vernetztes Asset Management und Echtzeit-Lokalisierung

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Ein effizientes Asset Management gewinnt für eine optimale Organisation, Planung und Steuerung von Anlagen und Anlagenteilen zunehmend an Bedeutung. Mobile Lösungen in Kombination mit Bluetooth-fähigen Beacons ermöglichen nun eine vernetzte, lückenlose Nachverfolgung und Kontrolle wichtiger Assets.

Unternehmen in der Prozessindustrie teilen dieselbe Herausforderung: Sie müssen ihre gesamte Wertschöpfungskette so gestalten, dass sie Kosten reduzieren und gleichzeitig die Produktivität sowie Effizienz erhöhen. Viele Unternehmen suchen deshalb nach wirtschaftlich umsetzbaren Antworten und Lösungen, um die Verfügbarkeit, Auslastung und Logistik von Anlagen, Material, Ausrüstung sowie Personal zu optimieren. Eine entscheidende Rolle kommt hier Bluetooth-Low-Energy (BLE)-Beacons zu: Gemeinsam mit Industrie-Smartphones oder -Tablets verbinden sie digitale und physikalische Daten in einer einzigen, einheitlichen Business-Intelligence-Einheit für eine bessere Transparenz, Planung und Organisation verzweigter Ressourcen. So lassen sich Assets etwa nicht nur in Echtzeit effektiver steuern und überwachen, sondern auch auf Grundlage der erfassten Daten auswerten.

Assets werden durch BLE-Beacons zu intelligenten, lokalisierbaren Objekten, die Informationen wie Temperatur oder Füllstand liefern können und sogar auf Ereignisse wie Tastendruck, Helligkeit, Schock oder Positionsänderung reagieren. Neben der räumlichen Information werden zusätzliche Daten über lokale Prozessparameter in Echtzeit übertragen. Ebenso können Nachbarschaftsbeziehungen und Alarme definiert werden, sollten etwa Gefahrstoffe kollidieren bzw. nebeneinander gelagert werden. „Die Bluetooth-Beacons können Geräte über den eingebauten Rückkanal ansteuern oder als Signalgerät fungieren, sodass gesuchte Objekte leichter identifiziert werden können“, sagt Paulo Jorge de Almeida, System Engineer bei der Pepperl+Fuchs-Marke Ecom, der Spezialist für mobile Geräte für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen.

Die Herausforderung liegt nun darin, die große Menge an zusätzlichen Daten aus den Geräten und Maschinen geeignet aufzubereiten und Mitarbeitern die relevanten Informationen zur Verfügung zu stellen. Tablet oder Smartphone ermöglichen hier mit den passenden Applikationen einen Live-Zugriff und kompakten Überblick über Daten, Wissen und Informationen. Die Verantwortlichen für Produktion und Prozesstechnik der Anlagen können die Daten in Echtzeit auswerten. So erkennen sie Abweichungen oder Auffälligkeiten bevor Schaden entsteht, können proaktiv anstatt reaktiv agieren und datengestützte Vorhersagen treffen. Kurz: Sie beugen möglichen Ursachen für Produktionsausfälle vor.

Vorteile für Anwender

Im Vergleich zu anderen Geo-Lokalisierungs-Technologien bietet die Beacon-Technologie ein hohes Maß an Präzision und Genauigkeit in allen drei Achsen. Aufgrund der großen Reichweite von bis zu 200 m im freien Feld können die Kosten für die Überwachung großer Anlageflächen niedrig gehalten und die gewünschte Lokalisierungsgenauigkeit durch die Anzahl der installierten Beacons variiert werden. Selbst in Innenräumen, in denen sich die Ortung per GPS sehr schwierig gestaltet, haben BLE-Beacons eine Reichweite von 10 bis 30 m. Sogar eine dreidimensionale Ortung ist möglich. Das heißt, es kann auch das Stockwerk angezeigt werden, auf dem sich ein Asset oder eine Person befindet. Auch der niedrige Batterieverbrauch sowie die Unempfindlichkeit der Technologie gegenüber Signalstärkeschwankungen sind ein wesentlicher Vorteil. Mobile Endgeräte und Applikationen können Beacon-Signale auch an Orten empfangen, an denen keine stabile Internetverbindung verfügbar ist, und speichern Daten lokal auf dem Gerät. Bei erneutem Zugriff auf das Firmennetzwerk, wird das Backend-System sofort aktualisiert.

Die IT-Beratung Lufthansa Industry Solutions beispielsweise hat sich deshalb für Echtzeit-Lokalisierung und ein effizientes, vernetztes Asset Management für die explosionsgeschützte BLE-Beacon-Technologie von Ecom entschieden. Die sogenannten Loc-Ex-01-BLE-Beacons für ungefährdete und explosionsgefährdete Bereiche bis zu Atex/IECEx Zone 1/Div. 1 sind Teil des ineinander verzahnten, eigensicheren Mobile-Worker-Konzeptes, das Smartphones, Tablets, Peripheriegeräte sowie Software-Applikationen umfasst. „Die Loc-Ex-01-BLE-Beacons bieten eine Ex-zertifizierte sowie kostengünstige und weitgehend wartungsfreie Option, Daten von Assets zu sammeln und mit Backend-Systemen zu verbinden. Sie haben sich als akzeptierte Asset-Tracking- und Lokalisierungslösung in explosionsgefährdeten Bereichen etabliert, die sich auch in jedes System integrieren lassen“, sagt
Dr. Holger Schlüter, Associate Director IoT/Industrie 4.0 bei Lufthansa Industry Solutions. Der Bluetooth-4.1-Standard sorgt zudem dafür, dass die Beacons sowohl mit den derzeit gängigen als auch speziellen Tablets und Smartphones für explosionsgefährdete Bereiche kompatibel sind und so ein durchgängiges System für die Digitalisierungsstrategie bilden.

Prozesse und Sicherheit optimieren

Durch ein vernetztes Asset Management mit mobilen Lösungen und Beacons lassen sich aber nicht nur das Tracking und die Kapazitätsauslastung von Anlagen, Maschinen und Materialien besser steuern, sondern auch die Personalplanung sowie die Sicherheit der Mitarbeiter und der Anlage. Die gewonnenen Daten bieten Informationen zu Navigation, Schwachstellen und Engpässen und helfen so, die Effizienz zu steigern sowie wichtige Ressourceneinsparungen zu erzielen. Durch die Analyse von Bewegungsprofilen wiederum stehen detaillierte Informationen bereit, anhand derer sich das Sicherheitskonzept optimieren lässt. Verlassen Güter, Geräte oder Fahrzeuge ohne Erlaubnis einen bestimmten Bereich, kann via Geofencing ein Warnsystem ausgelöst werden. Ebenso lassen sich zum Beispiel innerhalb eines definierten, geografischen Bereiches auf dem Werksgelände Funktionen wie Kameraaufnahmen ausschließen oder individuelle Zugangsberechtigungen festlegen.

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: cav0418ecom

Halle 9, Stand D76


Autor: Christian Uhl

Head of Communications,

Ecom




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