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Normkonformes Energiemanagement

ISO-50003-konforme Messtechnik und Auswertungssoftware
Normkonformes Energiemanagement

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Seit Oktober 2017 gilt die ISO 50003 verbindlich. Damit müssen Unternehmen für eine Erst- und Re-Zertifizierung nach ISO 50001 die Steigerung ihrer Energieeffizienz objektiv nachweisen. Econ Solutions bietet ISO-50003-konforme Messtechnik und Auswertungssoftware.

Nachdem die sogenannten „low hanging fruits“, also die einfach auszuschöpfenden Energieeinsparpotenziale, in den meisten Chemieunternehmen bereits abgeerntet sind, wird es schwieriger, die Effizienz weiter zu steigern. Ein professionelles Energiemonitoringsystem erleichtert das deutlich und liefert den Nachweis, dass es den Anforderungen der ISO 50003 entspricht.

Derartige Systeme machen die Energieflüsse und -verbräuche in der Produktion transparent, indem sie fortlaufend Live-Energiedaten ermitteln und bedarfsbezogen aufbereiten können. Sie zeigen, wie hoch der Energieverbrauch einzelner Maschinen oder ganzer Anlagen in verschiedenen Produktionsprozessen und im Stand-by-Betrieb tatsächlich ist, welches die größten Verbraucher sind, wann Lastspitzen oder Anomalien auftreten und welche Wechselwirkungen bestehen.

Werden Zähler hingegen manuell abgelesen und die Daten in Excel eingetragen und ausgewertet, ist es nicht möglich, im laufenden Prozess Optimierungspotenziale zu erkennen. Zudem ist diese „Turnschuh-Methode“ zeitintensiv und fehleranfällig. Effizienzgewinne lassen sich nur schwer auf durchgeführte Maßnahmen zurückführen, was es den Auditoren erschwert, den von der ISO 50003 geforderten Nachweis zu erbringen. Das heißt: Eine automatisierte Energiedatenerfassung und -auswertung ist fast zwingend notwendig, wenn die ISO-50001-Zertifizierung – und die damit verbundenen Vorteile – nicht verloren gehen sollen.

Kennzahlen sind entscheidend

Um Ansatzpunkte für eine Effizienzsteigerung zu erkennen und später nachzuweisen, genügt allerdings auch eine vollständige Energiedatenerfassung nicht. Denn der Energieeinsatz hängt von anderen Faktoren ab, in der chemischen Industrie vor allem von der Produktionsmenge. Deshalb lässt sich erst anhand von Energieleistungskennzahlen, z. B. KWh pro produzierter Menge (kg, m³ oder m²), die Effizienz, bzw. Effizienzsteigerung ablesen – zumindest, wenn es sich um sinnvolle Kennzahlen handelt. Dies ist der Fall, wenn sie tatsächlich vorliegende Zusammenhänge zwischen zwei oder mehr Faktoren abbildet. Eine Korrelationsanalyse gibt darüber Aufschluss. Das Bestimmtheitsmaß gibt zudem an, ob die Abhängigkeit der Faktoren über alle Betriebszustände hinweg signifikant und positiv oder negativ ist.

Sinnvolle Messstellen

Weitere Voraussetzung für relevante Kennzahlen sind sinnvolle Messstellen. Um sie zu bestimmen, empfiehlt es sich, dem Energiefluss im Unternehmen vom Ort der Energieeinspeisung entlang der Hauptverteilungen zu den Unterverteilungen zu folgen. Bei unbekanntem Verlauf kann man die größten Abgänge als Anhaltspunkt für entsprechende Messpunkte nutzen. So lassen sich die Bereiche mit dem höchsten Verbrauch identifizieren. Da sie die größten Effizienzgewinne versprechen, liegt auch das Augenmerk der Zertifizierer auf ihnen.

Die Bestimmung der größten Abgänge und Leitungen sollte jedoch nicht auf Vermutungen beruhen. Sie stimmen mit der Realität oft nicht überein, vor allem weil Betriebszeiten oder die Auslastung einer Maschine oder Anlage zu hoch oder zu niedrig eingeschätzt werden – die ISO 50003 fordert aus gutem Grund einen Beleg über die Hauptverbraucher (Significant Energy Users, SEU).

Hierfür sind temporäre Messungen optimal. Denn die entsprechenden Messgeräte lassen sich flexibel an unterschiedlichen Stellen einsetzen und helfen so, Fehlinvestitionen für Messaurüstung an falscher Stelle zu vermeiden. Ein kostengünstiges mobiles Messsystem bietet Econ Solutions. Das Econ Case ist sofort einsatzbereit, sein Energie- und Leistungsmessgerät Econ Sens3 lässt sich innerhalb weniger Minuten unterbrechungsfrei installieren und zeichnet dann unmittelbar alle drei Phasen bei Strom und Spannung auf. Auf seinem Webinterface können die Messdaten gleich vor Ort ausgewertet werden. Die Leistungs- und Verbrauchswerte werden zudem gespeichert, sodass sie nach Abschluss der Messperiode oder auch schon zwischendurch zur Auswertung exportiert werden können.

Fokus auf Großverbraucher

Nachdem die größten Verteilungen und Verbraucher ermittelt sind, sind hier dauerhafte Messungen sinnvoll. Auch für solche stationären Messungen eignet sich der Econ Sens3 aufgrund der einfachen Nachrüstbarkeit. Um aus den Messwerten Ansatzpunkte für Optimierungen erkennbar zu machen, fließen diese in die webbasierte Energiemonitoringsoftware Econ3. Hier haben Nutzer zahlreiche Analysen und Berichte zur Auswahl.

Für die Bildung von Kennzahlen lassen sich zusätzlich Messdaten von bestehenden Zählern oder Fühlern sowie aus Unternehmenssystemen (ERP, MDE/BDE) medien- und herstellerunabhängig in die Software integrieren. Anhand der Korrelationsanalyse können Nutzer prüfen, welche Kennzahlen sinnvoll sind, und erhalten zu diesen stets die aktuellen Werte. Damit sind Abweichungen sofort sichtbar und es lassen sich bei ungewöhnlich hohen Verbräuchen sofort Gegenmaßnahmen ergreifen – und nicht erst, wenn die Rechnung des Energieversorgers vorliegt.

Das ermöglicht Chemieunternehmen, wie von der ISO 50003 gefordert, ihre Effizienz zu steigern und das auch zu belegen. Zudem können sie die Auswertungen für ihre Prozess- und Produktionsplanung nutzen. Denn der Energieeinsatz lässt sich zu unterschiedlichen Zeiten detailliert betrachten und verschiedene Aufträge vergleichen.

Erfolgskontrolle

Auch eine weitere Anforderung der Norm können Nutzer mit dem Econ System erfüllen: den Nachweis, dass die Effizienzsteigerung auf entsprechende Maßnahmen zurückgeht. Dies stellt viele Unternehmen vor eine fast unlösbare Aufgabe. Denn bei Änderungen in der Produktion und im Maschinenpark, Wartungsarbeiten und ähnlichem lassen sich einzelne Maßnahmen in den Auswertungen kaum noch nachvollziehen. Die Econ3-Software verfügt hierfür über ein Maßnahmen-Tool. Hier finden sich alle Aktivitäten mit den zuständigen Personen, dem Status der Maßnahme, einer Vorher-Nachher-Betrachtung der relevanten Messdaten und Kennzahlen sowie dem Invest und der Einsparung, d. h. dem ROI. Damit können Auditoren und Zertifizierer Effizienzsteigerungen auf konkrete Maßnahmen zurückführen. Dem Energiemanager, der Unternehmensführung und dem Controlling dient das Tool als Rückkoppelungs- und Steuerungsinstrument.

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: cav1018econ


Autor: Knud Clausen

Technischer Vertrieb und Produktmanager,

Econ Solutions

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