PLT-CAE-System setzt auf kontinuierliche Weiterentwicklung

Schnelles Upgrade ganz ohne Probleme

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Vor über 25 Jahren, auf der Achema 1988, wurde das PLT-CAE-System Prodok erstmals einem breiten Publikum vorgestellt. Inzwischen ist es im Praxiseinsatz vielfach erprobt und wurde in enger Zusammenarbeit mit den Anwendern konsequent weiter entwickelt. Jetzt steht Version 9.5 mit fast 100 überarbeiteten und neuen Funktionen zur Verfügung.

Autoren Martin Dubovy Leiter Produktmanagement Plant Solutions, Rösberg Engineering Evelyn Landgraf Marketing, Rösberg Engineering

Prozessleittechnik-Planungssysteme, die eine computergestützte Neuplanung von Anlagen sowie Betriebsbetreuung während des gesamten Anlagenlebenszyklus ermöglichen, brachten Ende der 1980er-Jahre eine entscheidende Wende. Entwickler solcher Lösungen, die frühzeitig aufs richtige Pferd setzten und den technologischen Fortschritt konsequent einfließen ließen, haben auch heute noch die Nase vorn. Einer dieser Vorreiter ist das Karlsruher Unternehmen Rösberg, Spezialist auf dem Gebiet von PC-basierten Lösungen zur Planung von Prozessleittechnik.
Noch in den 1980er-Jahren fielen bei einer Anlagenplanung mehrere Hundert handschriftlich ausgefüllter Seiten an, um die eingesetzte Sensorik und Aktorik zu dokumentieren. Die Anlagenplanung zu vereinfachen war ein dringendes Anliegen. Ralph Rösberg, heute Geschäftsführer von Rösberg Engineering, kam kam damals zu dem Schluss, dass elektronische Lösungen die Zukunft sein würden. Und ihm war klar, dass er keine Dienstleistung, sondern ein Produkt anbieten musste, das seine Kunden wiederum an ihre Kunden weitergeben konnten. So entstand die erste Version von Prodok. Ein Vorteil dabei war, dass Rösberg von Anfang an auf PC-basierte anstatt auf eine Unix-Lösung setzte.
Mit dem System ließen sich zunächst Formulare zur Anlagendokumentation 1:1 abbilden, die elektronisch erfassten Informationen wurden dann wieder in die bekannten Vordrucke eingedruckt. Als sich Windows als Betriebssystem mehr und mehr durchsetzte, kamen Ende der 1990er-Jahre dann grafische Oberflächen dazu, mit denen sich einfachere Bedienoberflächen realisieren ließen. Gleichzeitig war es damit möglich, Benutzeroberflächen leicht in verschiedenen Sprachen darzustellen. So wurde schon damals der erste Schritt in Richtung Internationalisierung des PLT-CAE-Systems gelegt. Ein Meilenstein auf dem Weg zum Erfolg für Prodok war 1997 eine von der BASF in Ludwigshafen durchgeführte Vergleichsanalyse. Dabei mussten sich drei Planungssysteme in einem halbjährigen Praxistest beweisen und Prodok ging als Sieger daraus hervor.
Seit jeher versteht sich das PLT-CAE-System als eine Lösung, die Unterstützung über die Neuplanung hinaus bietet. Anlagen mit einer Lebensdauer von 30 oder sogar bis zu 40 Jahren fordern zum Beispiel einen reibungslosen Wechsel von einer Softwareversion zur nächsten; bei großen Datenstämmen ist ein schnelles und so hoch wie möglich automatisiertes Datenupgrade gefragt. Prodok ermöglicht beides. Ein Beispiel liefert die Karlsruher Mineralölraffinerie (MiRO). MiRO startete die Dokumentation mit Prodok Version 1 und setzt heute Version 9 ein. Auch bei der BASF in Ludwigshafen gibt es eine riesige Datenbasis mit etwa 800 000 PLT-Stellen. Das Datenupgrade auf eine neue Softwareversion kann dennoch an einem Wochenende realisiert werden, so dass alle 700 Nutzer montags weiterarbeiten können.
Dokumentieren leicht gemacht
Über die Jahre kamen zum PLT-CAE-System unter dem Oberbegriff „Plant Solutions“ weitere Komponenten hinzu, die den Anwender während des gesamten Anlagenlebenszyklus unterstützen. Dazu gehört die elektronische Anlagendokumentation Livedok, mit der sich anfallende Änderungen im Anlagenbetrieb sehr einfach dokumentieren lassen.
Livedok wurde speziell für die Prozesse und Belange der Betriebsbetreuung entwickelt und zugeschnitten. Mit dem System können Anlagen elektronisch dokumentiert werden, aufwendige Mehrfachänderungen auf Papier und das zeitraubende Suchen nach Dokumenten entfallen. Livedok begleitet den kompletten Lebenszyklus der Dokumentation, beginnend bei der Erstellung über die komfortable Benutzung bis hin zur Revision der geänderten Dokumente. Mit dem Livedok-Browser werden die Navigation und Suche innerhalb einer elektronischen Ablage und die Änderung von Dokumenten durch leistungsstarke und intuitiv nutzbare Werkzeuge zum Kinderspiel. Die Redlining-Palette reicht von Handschrifteingabe über Markieren, Durchstreichen bis hin zu dynamischen Stempeln und vielem mehr.
Beim Dokumentieren und beim Durchführen von wiederkehrenden Prozessabläufen unterstützt der Plant Assist Manager den Anlagenbetreiber. Workflows werden dazu optimiert und automatisch dokumentiert und dann z. B. auf mobilen Endgeräten bereitgestellt. Mit ihrer Hilfe wird der Anwender durch Arbeitsprozesse geführt und hat somit alle relevanten Informationen auf einen Blick verfügbar.
Mobile Computing, Cloud und Co
Ein System wie Prodok kann nicht einfach stehen bleiben, man muss bei seiner Weiterentwicklung aktuelle und künftige Trends im Blick haben. So setzt sich heute der Einsatz mobiler Geräte gerade auch bei der Anlageninstandhaltung immer mehr durch. Vorausschauende Entwickler sind dafür gerüstet. Anwendungen wie Livedok laufen heute auf mobilen Geräten mit Android. In Kombination mit RFID, QR- oder Barcodes lassen sich gerade bei der Instandhaltung weitere Vorteile nutzen. Auch eine einfache Bilddokumentation von Problemen vor Ort mit dem mobilen Gerät bringt hierbei beispielsweise Vorteile.
An die Nutzung mobiler Technologien knüpft logisch eine andere aktuelle Weiterentwicklung an: der Einsatz von Windows Presentation Foundation (WPF). Mit dem Grafik-Framework lassen sich Logik und Visualisierung einer Software getrennt erstellen und die Darstellung ideal an das jeweilige Endgerät (PC, Tablet, Smartphone usw.) anpassen. So erhält der Anwender intuitive Benutzeroberflächen auf Basis modernster Technologie.
Auch das Thema Cloud findet in der Prozessindustrie Beachtung. Es betrifft unter anderem weltweit agierende Unternehmen, die auf einen zentralen Datenbestand zugreifen. Informationsschutz spielt hierbei eine wesentliche Rolle, weshalb man es im Bereich der Prozessindustrie vermehrt mit privaten Clouds zu tun haben wird. Daten und Applikationen auf einem zentralen Server über Webservices verfügbar zu halten, ist ebenfalls ein Thema, mit dem sich die Automatisierungsexperten momentan beschäftigen. Derzeit genutzt wird das bereits im Dokumentationstool Livedok.
Ein weiteres Schlagwort der Branche ist „Integriertes Engineering“. Rösberg verfolgt hier bewusst nicht den Ansatz, alle Funktionalität für die Anlagenplanung aus einer Hand zu bieten. Der Anwender soll die Möglichkeit haben, jeweils die für seine Zwecke beste Lösung zu nutzen. Das Unternehmen sieht sich in dieser heterogenen Landschaft als Spezialisten für PLT-Planung. Das heißt, es bietet die notwendigen Schnittstellen, die einen reibungslosen Daten-Im- und -Export ermöglichen. Ein zuverlässiger Austausch muss auch zwischen verschiedenen Datenbanklösungen möglich sein, wenn ein Dienstleister beispielsweise mit einem Microsoft SQL-Server arbeitet, der Kunde aber mit Oracle. Das PLT-CAE-System unterstützt daher sowohl Microsoft SQL-Server als auch Oracle. Ob die Datenbank beim Anwender direkt oder in der Cloud liegt, macht für den Bediener dabei keinen Unterschied.
Weltweit in der Praxis erprobt
Das Prozessleittechnik-Planungssystem Prodok hat sich in vielen kleinen und großen Anwendungen bewährt. Nicht nur in den oben erwähnten Anwendungen bei BASF und MiRO, sondern auch weltweit setzt man auf Prodok, beispielsweise bei der Kraftwerksplanung in Indien, China und Korea oder der Öl- und Gasindustrie in verschiedenen Regionen.
Bei Version 9.5 wurden In enger Zusammenarbeit mit den Anwendern viele Funktionen optimiert und ihren unterschiedlichen Anforderungen angepasst. Eine besondere Effizienzsteigerung konnte bei der Bearbeitung von Revisionen erreicht werden. Bis zu 50 % Zeiter-sparnis werden bei verschiedenen Funktionen in der Verdrahtungsplanung und bei der Bearbeitung von Wirkungsschaltplänen bei Migrationsprojekten erreicht. Erweiterte Funktionen zur Massendatenbearbeitung wurden im Bereich der Gerätespezifikationen realisiert. Auf Anregung von Kunden wurden weitere Datenfelder in das Standard-Datenmodell übernommen, um den Informationsgehalt der Dokumentation zu steigern. Anpassungen an die aktuellen Normen und Vorschriften, beispielsweise die DIN EN 60079/VDE 0170 sind ebenfalls berücksichtigt.
Prodok unterstützt Windows 8 und die aktuellsten Versionen des CAD Kernels von BricsCAD und der Auslegungssoftware Conval für die Auslegung von Ventilen und anderen Inline-Geräten.
prozesstechnik-online.de/cav0114431
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