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Die Prozesssicherheit effizient managen

Software-Suite verbindet Engineering-Daten mit IT- und OT-Daten
Die Prozesssicherheit effizient managen

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Safetyinsight, eine Suite von digitalen Softwareanwendungen, unterstützt Unternehmen aus der Prozessindustrie beim Management der Prozesssicherheit über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage hinweg. Sie erleichtert den Anlagenbetreibern nicht nur die vom Gesetz verpflichtende Dokumentation. Mit ihrer Hilfe lassen sich darüber hinaus Wartungskosten senken, Produktionsausfälle reduzieren und vor allem die Prozesssicherheit für Mensch und Umwelt sicherstellen.

Funktionale Sicherheit ist für die Prozessindustrie von größter Bedeutung, einerseits, weil strenge Vorschriften zu beachten sind, andererseits ist sie die Grundlage zum Schutz von Menschen, Anlagen und Umwelt. Somit ist die funktionale Sicherheit wohl der wichtigste Faktor für Anlagenverfügbarkeit und Investitionsschutz. Die komplexen Abläufe stellen hohe Anforderungen an die Prozesssicherheit. Das Management dieser Sicherheit beginnt mit drei Schlüsselfragen:

  • Was kann schiefgehen?
  • Welche Systeme können das verhindern?
  • Funktionieren sie?

Zu Antworten auf diese Fragestellungen verhilft Safety Insight von ABB. Ausgelegt als zentrale Informationsquelle digitalisiert die Software frühe Daten der Engineering-Technologie (ET), um ein digitales Abbild für die Prozesssicherheit zu erstellen. Diese Daten bilden dann den Kontext für die enorme Datenmenge, die durch informationstechnische (IT-) und betriebstechnische (OT-) Systeme generiert wurden.

In der Engineering-Phase investieren vor allem Unternehmen in Branchen mit hohem Risikopotenzial einer Anlage viel Zeit und Arbeit in die Entwicklung der Sicherheitsgrundlagen. Dieses elementare Wissen liegt dann jedoch oft ungenutzt in der Schublade und Betriebs- und Wartungsteams müssen die mit ihren Prozessen verbundenen Gefahren und Risiken neu ergründen. Dies ändert sich mit dem Einsatz von Safetyinsight. Die Software-Suite kombiniert IT- und OT-Daten mit ET-Daten und ermöglicht dadurch die Digitalisierung wertvoller Engineering-Informationen (wie Paag-Verfahren und Lopa-Analyse). Diese werden dem Betriebs- und Wartungspersonal dann in vereinfachten, intuitiven und leicht verständlichen visuellen Formaten zugänglich gemacht. So können laufende Risikobeurteilungen mit digitalisierten Sicherheitsdaten durchgeführt werden. Dank der Erweiterung um IT/OT-Daten sind Aktualisierungen nahezu in Echtzeit möglich. Die kumulativen Effekte von Betriebs- und Wartungstätigkeiten
können in einer dynamischen Risikomatrix visualisiert werden, was die Durchführung von Risikobeurteilungen und das Management der Betriebsrisiken zusätzlich erleichtert.

Pluspunkte für die Validierung

Engineering-Technologie-Daten wie zum Beispiel digitale Zwillinge müssen validiert werden. Auch diese Aufgabe erleichtert
Safetyinsight, indem tatsächliche Betriebs- und Wartungsdaten im Kontext der frühen Auslegungsannahmen erfasst werden. Das ermöglicht die Identifikation und Umsetzung von Verbesserungen – so schließt sich der Kreis. Diese Verbesserungen erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern tragen auch zur Minimierung von Produktionsausfällen und Reduzierung der Wartungskosten bei. Das Softwarepaket beinhaltet Prozesssicherheits-Dashboards, die den richtigen Personen zum richtigen Zeitpunkt die erforderlichen Informationen für fundierte Entscheidungen bereitstellen.

Safetyinsight und andere ABB-Anwendungen für Informationsmanagementsysteme haben sich bereits in großen Unternehmen der Prozessindustrie bewährt. In einem konkreten Fall konnte die Anlagenverfügbarkeit sogar auf über 99 % erhöht werden. Ein anderes international agierendes Unternehmen konnte den Arbeitsaufwand für die jährliche Prüfung von Sicherheitssystemventilen mit der Suite um 30 % verringern.

Sicherheit für vernetzte Systeme

Die zunehmende Vernetzung der Systeme in der Prozessindustrie und der Anschluss ans Internet machen Anlagen verletzlicher denn je. Das Implementieren eines Managementsystems für Informationssicherheit (ISMS) nach ISO 27001 oder die Nutzung anderer Industriestandards wie IEC62443 bei Risikoanalysen und der Implementierung einer passenden Architektur wie der ABB-Cybersecurity-Referenz-Architektur sind nicht nur für kritische Infrastrukturen sinnvolle Maßnahmen.

Laut Global Risks Report 2021 gehören
Cyberangriffe zu den fünf größten Gefahren für die Weltwirtschaft. Umso wichtiger ist es daher, für geeignete Cybersecurity-Maßnahmen zu sorgen und sich nicht auf die Vergangenheit zu berufen. In der Praxis verzeichnet man unterschiedliche Ausprägungen der Gefahren. Das auf drei Säulen basierende Cybersecurity-Portfolio von ABB bestehend aus Foundation, Services und Operations adressiert genau diese.

Einerseits gibt es ein Grundrauschen von Cybergefahren; gegen dieses helfen vergleichsweise einfache Gegenmaßnahmen wie regelmäßiges Patchen oder andere sogenannte Foundational Controls. Andererseits werden sehr gezielte Angriffe, sogenannte Advanced Persistent Threats (APTs), verübt. Hierbei versuchen die Angreifer, sich in mehreren Schritten bis in das Leitsystem vorzuarbeiten. Abhilfe gegen Angriffe auf Unternehmen des Industriesektors und einzelne Anlagen schaffen Gegenmaßnahmen, die das Wissen um die Vorgehensweise des Angreifers nutzen und ihn abwehren.

Eine wirksame Abwehrstrategie ist beispielsweise, einen Angreifer in der frühen Phase der Zielauswahl oder der Auswahl des Angriffsweges bereits zu erkennen und zu beobachten, die Sicherheitsmaßnahmen auf die spezifischen Charakteristiken des erkannten Angriffs einzustellen und ihn so nichts Wichtiges erreichen zu lassen. Die Verfügbarkeit, Prozesskontinuität und Prozesssicherheit sind für die Industrie essenziell wichtig. Deshalb ist es ratsam, während der Lebensdauer der Anlage inklusive der implementierten Security Controls jeden Versionensprung über kleinere Updates mitzumachen, um das Cybersecurity-Risiko und das Risiko für Upgrade-Projekte oder gar Anlagenstopps für große IT-Änderungen so gering wie möglich zu halten.

Das ABB Ability Collaborative Operations Center (COC) für den Bereich Cybersecurity bietet den Experten die Möglichkeit, sofort auf Probleme und Gefahren in Kundenanlagen zu reagieren. Durch die Überwachung bestimmter Parameter werden Auffälligkeiten in der Anlage an das COC gemeldet. Dadurch sind die Experten in der Lage, die Kunden proaktiv zu informieren und zu handeln. Die Remote-Services von ABB helfen dem Anwender , Aufgaben im Bereich Cybersecurity effektiv und zeitnah auf ABB-Experten zu übertragen. Dadurch können schnelle und richtige Entscheidungen getroffen und vorhandene Sicherheitsprobleme untersucht werden. Die gute Vernetzung der Experten ermöglicht schnelles Handeln und sorgt somit für eine Steigerung der
Effizienz und Zuverlässigkeit des Anlagenbetriebs.

ABB Automation GmbH, Mannheim


Autor: Stephan Boy

Technical Sales Support,
ABB Energy Industries


Autor: Tobias Nitzsche

Cyber Security Practice Lead, ABB Process Automation

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