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0G-Netz macht IBCs smart

Die gesamte Lieferkette überwachen
0G-Netz macht IBCs smart

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Chemikalien und Arzneistoffe müssen mit größter Sorgfalt und unter bestimmten Bedingungen transportiert werden, damit sie verwendbar bleiben. Ein Tracking der Transportbehälter kann sicherstellen, dass die sensiblen Materialien pünktlich und in einwandfreiem Zustand zugestellt werden. Sensorhersteller haben nun das Potenzial eines 0G-Netzes erkannt und berührungslose IBC-Sensoren mit entsprechender Netzanbindung versehen.

Sigfox ist der Initiator eines 0G-Netzwerks, das es ermöglicht, Milliarden von Geräten weltweit auf einfache Weise mit dem Internet zu verbinden und dabei wenig Energie zu verbrauchen. 0G-Netze sind für Anwendungen konzipiert, in denen es nicht darauf ankommt, große Datenmengen zu befördern. Sie sind vor allem für die Übertragung von Sensor- und Positionsdaten gedacht – also Nachrichten von wenigen Byte. Das Sigfox-Netzwerk steht in über 65 Ländern über 1 Mrd. Menschen zur Verfügung. Sigfox wird dabei von einem großen Ökosystem an Partnern und führenden IoT-Playern unterstützt. In Kooperation mit Nanolike und Versino hat Sigfox ein Managementsystem für IBC-Behälter für Flüssigkeiten und rieselfähige Stoffe entwickelt.Über die IoT-basierte Lösung können IBC-Container ihre Nachfüllung oder den Austausch nun automatisch über das Sigfox-0G-Netz bestellen. Dank SAP Business One Integration ist das Managementsystem eine schlüsselfertige Sensor-to-Cloud Lösung, die bei Bedarf auch um Schnittstellen für weitere ERP-Systeme erweiterbar ist.

Digitalisierung von IBCs

Ob die Digitalisierung von IBCs das Potenzial hat, die Welt der Chemielogistik umzukrempeln, wird zu beweisen sein. Würden lediglich 20 % der über 30 000 unterschiedlichen Produkte der Chemieindustrie, die weltweit bei Herstellern, Händlern und Endkunden in IBC abgefüllt, gelagert und verbraucht werden, an das Internet der Dinge angeschlossen werden, dann ist schnell zu erkennen, wie groß das Potenzial einer großen Veränderung ist.

Bislang war die flächendeckende und standortübergreifende Digitalisierung von IBCs nicht möglich. Zum einen weil die Netzabdeckung über 3G- und 4G-Mobilfunknetze global zu teuer und nicht überall gegeben ist, zum anderen weil derart angebundene autonome Sensoren nur wenige Wochen oder Monate ohne Batteriewechsel auskommen können. Dies ändert sich mit der Verfügbarkeit des Sigfox-0G-Netzes, das beispielsweise in Deutschland bereits 85 % Netzabdeckung erreicht hat (Stand September 2019). Je nach Stromverbrauch des Sensors lassen sich zwei, fünf oder gar sieben Jahre Batterielebensdauer realisieren.

Funktionsfähigkeit der Sensoren

Ein solches Set-up passt ideal zum gesamten Lebenszyklus eines IBC. Die Lebensdauer eines IBCs ist stark abhängig von seiner Verwendung. In der Regel werden Polykäfigbehälter rund sieben Jahre eingesetzt, starre HDPE-IBCs zumeist rund zehn Jahre und IBC-Tanks aus Kohlenstoff und Edelstahl haben eine über 20-jährige Lebensdauer. Stress wie Hitze, hohe Korrosivität, anhaltender Druck oder extreme Witterungseinflüsse können zur Verringerung der Lebensdauer eines IBCs beitragen. Zur Erlangung der UN/DOT-Versandetiketten beispielsweise müssen IBC-Container daher alle 2,5 Jahre überprüft werden. Mindestens eine solch lange Funktionsfähigkeit des Sensors sollte aus organisatorischen Gründen also im Idealfall erreicht werden. Und genau das ist mit dem 0G-Netz problemlos möglich. Sogar das Management der Prüfzyklen könnte man damit digitalisieren. IBCs könnten sich selbständig melden, wenn die Erneuerung ihrer Plaketten anstünde. Über Blockchains abgesichert, könnte rein theoretisch sogar das Prüfetikett im Device digitalisiert werden.

Effizienz der Lieferkette

Die Möglichkeit Informationen über Füllstand, Temperatur sowie Standort des IBC-Containers beim Kunden mittels Sigfox 0G in Echtzeit zu erhalten, eignet sich hervorragend für Vendor-Managed-Inventory-Strategien, die es Herstellern und Händlern ermöglichen, die Effizienz der Lieferkette zu erhöhen. Zu den Vorteilen zählen zudem auch schnelle Reaktion auf Bedarfsschwankungen, höherer Servicegrad, Vermeidung von Out-of-stock-Situationen und die größere Freiheit beim Disponieren der Lieferungen, sodass sich auch die Transporte optimieren lassen. Kunden wiederum profitieren auch von kostengünstigeren Losgrößen und geringen Lagerbeständen vor Ort. Letztlich lässt sich damit auch die Nachfrage genauer vorhersagen.

Donauchem setzt auf 0G-Anbindung

Die Firma Donauchem s.r.o. hat bereits die Digitalisierung mittels Sigfox-0G-Netzanbindung umgesetzt. Eingesetzt wird die Fernüberwachungslösung für IBCs von Nanolike und die Daten werden in das ERP-System SAP Business One eingespielt, was über Versino umgesetzt wurde. Die stabile Plattform für die digitale Geschäftsentwicklung überwacht für Donauchem den Standort von IBC-Containern sowie deren Füllstand und die Temperatur in Echtzeit. Diese Informationen werden über das 0G-Netzwerk von Sigfox an eine IBC-Management-Plattform übertragen, die die Messdaten auswertet. So können IBC-Container, die in Kürze nachgefüllt oder ausgetauscht werden sollten, leicht identifiziert und das Transportmanagement optimiert werden.

Ausgewählte Daten über den Status der IBC-Container werden automatisch an das Unternehmensinformationssystem übermittelt, in dem Kundenaufträge zur Auffüllung oder zum Austausch von IBC-Containern automatisch erfolgen. Es ist ebenfalls möglich, die Historie einzelner IBC-Container mit Blick auf deren Standort-, Temperatur- und Füllstandverlauf zu überwachen. Die Lösung macht das Auftrags- und Liefermanagement effizient, insbesondere für Kunden, die eine ständige 24/7/365-Verfügbarkeit der gelieferten Produkte wünschen oder ihre IBC-Container an entfernten Orten positionieren, wo Mitarbeiter nicht ständig anwesend sind. Hersteller, Händler und industrielle Endanwender können ein applikationsfertiges IBC-Testkit bei Sigfox Germany anfordern. Es besteht aus einem Retrofit-Sensor und einem dreimonatigen Cloudplattform-Zugang.

Sigfox Germany GmbH, Grasbrunn


Autor: Stefan Huber

Director Sales Key Accounts,

Sigfox Germany




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