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Vorstoß in große Leistungsbereiche

Saugförderer mit Ringfiltertechnologie
Vorstoß in große Leistungsbereiche

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Der Proclean Conveyor transportiert Pulver und Granulate unter Einhaltung höchster Containment-Anforderungen zum Schutz der Gesundheit der Anwender und zur Vermeidung von Kreuzkontamination. Das System kommt mit den unterschiedlichsten Anforderungen und Anwendungen der innerbetrieblichen Rohstoffversorgung in der Pharma- und Chemieindustrie zurecht. Für besonders große Fördermengen bis zu 10 000 kg/h wurde das Modell PCC 700 entwickelt.

Die Zusammensetzung des Förderguts oder dessen Feuchte spielen beim Handling von Schüttgütern eine enorme Rolle. Beispielweise ist bei Stoffen mit niedriger Zündenergie unbedingt sicherzustellen, dass sich auf keinen Fall ein zündfähiges Gemisch bilden kann und es ist auf die Einhaltung der Ex-Zonen zu achten. Gegebenenfalls muss unter Ausschluss von Sauerstoff gefördert und produziert werden. Des Weiteren sollte die Handhabung der Förderaggregate sowie deren Reinigung möglichst mühelos und einfach sein. Ein geeignetes Verfahren, das all diese Anforderungen erfüllt, ist die pneumatische Förderung.

Die klassische Flugförderung findet grundsätzlich bei hohen Luftgeschwindigkeiten und niedriger Produktbeladung statt. Dieses Prinzip eignet sich für nahezu alle Schüttgüter. Bei der Flugförderung wird der Feststoff weitgehend homogen über den Rohrquerschnitt verteilt. Die Beladung ist relativ gering, dadurch wird die hohe Gasgeschwindigkeit wenig abgebremst und überträgt sich weitgehend auf die Feststoffteilchen. Auch der geringe Druckverlust erklärt sich durch die relativ geringe Zahl der Teilchen. Bei der Flugförderung wird jedoch sehr viel Förderluft und zur Trennung des Luft-/Pulvergemischs werden große Filterflächen benötigt. Der Hecht-Saugförderer Proclean arbeitet nach dem Prinzip der Pfropfenförderung, eine Sonderform der Dünenförderung. Durch diese wird weniger Förderluft und eine im Vergleich relativ kleine Filterfläche benötigt. Die Filter sind extrem langlebig.
Schneller Filterwechsel
Das Prinzip des Saugförderers unterscheidet sich nach dem ersten Anschein nur unwesentlich von den herkömmlichen, pneumatischen Fördergeräten, die entweder mittels Überdruck oder Unterdruck arbeiten. Der wesentliche Unterschied liegt in der Filtertechnik. Durch den Einsatz der Ringfiltertechnologie stellt der Körper des Filters eine Verlängerung des Abscheidebehälters dar. Angefangen vom einfachen Ein- und Ausbau, bis hin zur Einhaltung eines Hygienedesigns bietet diese Technologie zahlreiche Vorteile. Darüber hinaus ist das Filtergewebe durchgängig FDA-konform. Die Langlebigkeit der Filterkonstruktion und eine Beständigkeit gegen Filterdurchschläge sind weitere Vorteile. Die Filter sind in verschiedenen Materialausführungen erhältlich, sodass flexibel auf die Anforderungen verschiedener Produkte reagiert werden kann.
Ein weiterer konstruktiver Vorteil des Saugförderers ist die Anordnung der Anschlüsse am Kopf. Vakuum- und Drucklufteinheit sind seitlich am Körper angebracht und müssen somit beim Filterwechsel, bei der Reinigung oder Instandhaltung nicht demontiert werden. Bei der Ausführung mit Schnellverbindungen am Gehäusedeckel ist der Filterwechsel sogar in unter einer Minute realisierbar; ganz ohne Werkzeug.
Vielseitig einsetzbar
Beim Fördervorgang wird das Produkt-Gas-Gemisch durch ein Schlauch- oder Rohrleitungssystem angesaugt und gelangt durch die Produkteintrittsklappe in den Abscheidebehälter des Conveyors. Nach dem Eintritt in den Abscheidebehälter werden die feinen Staubpartikel am Ringfilter abgeschieden. Das Produkt-Gas-Gemisch ist nun wieder getrennt. Aufgrund der Schwerkraft setzt sich das Produkt im Behälter ab und füllt diesen. Nachdem der Ansaugzyklus beendet ist, wird durch Umkehr der Gasflussrichtung der Ringfilter per Druckluft abgereinigt. Die so am Filter festgesetzten Partikel fallen nun auch in den Abscheidebehälter und der Ringfilter ist wieder bereit für den nächsten Ansaugzyklus.
Eine gängige Anwendung ist das Fördern von Granulat aus einem Container zu einer Prozessanlage wie einem Mischer oder einer Zentrifuge. Auch die direkte Abfüllung in kleinere Gebinde wie Fässer kann problemlos und platzsparend realisiert werden. Die direkte Beschickung von Rundläuferpressen ist eine weitere Möglichkeit. Mit der pneumatischen Förderung ist es möglich, den Container neben der Prozessanlage anstatt darüber zu positionieren. Auch der Transport aus einem anderen Bereich (der ggf. auch räumlich getrennt ist), ist möglich. Beispielweise ist der direkte Austrag aus einem Wirbelschichtgranulator möglich.
Große Mengen fördern
Große Mengen produzieren und diese möglichst schonend und sicher zum nächsten Prozessschritt befördern, mag auf den ersten Blick harmlos klingen. Jedoch kam selbst der herkömmliche Proclean Conveyor bei bestimmten Fördermengen an seine Grenzen. Mechanische Förderanlagen, wie Schneckenförderer, würden zwar diese Mengen (8 t/h, 24 h am Tag im Dreischicht-Betrieb) bewältigen, jedoch ist der Platzbedarf den diese Anlagen einnehmen enorm. Auch der geforderte schonende Transport des Schüttguts zeigte schnell die Grenzen der mechanischen Förderung auf.
Für eine Anwendung dieser Größenordnung musste ein System gefunden werden, dass eine sichere, kontinuierliche und effiziente Produktion ermöglicht. Folgende Voraussetzungen galt es zu beachten:
  • Pulver oder pulverähnliche Produkte müssen zuverlässig und schonend transportiert werden
  • das System soll in sich geschlossen arbeiten, so dass der Bediener- und Produktschutz jederzeit gewährleistet ist.
  • große Mengen müssen kontinuierlich oder diskontinuierlich gefördert werden
  • bei Produkten mit niedriger Mindestzündenergie muss gegebenenfalls unter Ausschluss von Sauerstoff produziert werden
  • es darf keine Entmischung der Produktstruktur erfolgen
  • einfache Reinigung bei gleichzeitiger Einhaltung von hygienischen und regulatorischen Richtlinien
Speziell für diese Bedürfnisse entwickelte Hecht den Proclean Conveyor 700, der die hohen GMP- und FDA-Anforderungen des Kunden erfüllt. Das Funktionsprinzip ist auf den ersten Blick nicht von der voranstehend beschriebenen pneumatischen Förderung zu unterscheiden: Eine Vakuumpumpe wird mittels Rohrverbindung oder Schlauch mit z. B. einer Big-Bag-Entleerstation verbunden. Die Innovation ist die Trennung des Gemischs von der Filtereinheit. Mehrere Filter trennen das Pulver von der Förderluft, diese werden abwechselnd per Druckluft abgereinigt, dadurch muss der Ansaugzyklus nicht wie bei der herkömmlichen Abreinigung der Filter kurzzeitig unterbrochen werden, und eine nahezu kontinuierliche Förderung ist möglich. Der restliche Prozess gleicht wieder dem bereits beschriebenen des Proclean Conveyors. Je nach Produkt sind Förderleistungen bis zu 10 000 kg/h möglich. Diese Mengen sind neu im Bereich der pneumatischen Förderung. Auch für die Anforderungen der jeweiligen Industrieumgebungen gibt es die passenden Lösungen. Bei Gebäuden mit niedriger Deckenhöhe ist ein horizontaler Filtereinbau realisierbar. Auch die Integration in bestehende Systeme ist jederzeit mittels einer Flanschlösung möglich.
Halle 1, Stand 329

Matthias Hänsel
Leitung Marketing & Produktmanagement, Hecht
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