Caotina-Produzent schützt seine Anlagen mit passiven Rückschlagventilen. Explosionen ohne Folgen - prozesstechnik online

Explosionen ohne Folgen

Caotina-Produzent schützt seine Anlagen mit passiven Rückschlagventilen

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Die Wander AG, die vor allem durch ihre Marken Ovomaltine, Caotina und Isostar bekannt ist, hat kürzlich ihre Produktionsanlage modernisiert. Im Zuge der Umbaumaßnahmen verbesserte das Unternehmen auch die Sicherheit der eigenen Zuckermühle mit den passiven Explosionsschutzventilen Ventex von Rico.

Mit dem Modernisierungsprojekt verfolgte Wander nicht nur das Ziel die Produktionsbedingungen, sondern auch die Sicherheit der Mitarbeiter und der Umgebung zu verbessern. Abgesehen von einer druckstoßfesten Bauweise der Anlage sollte die neue Mühle aus diesem Grund explosionstechnisch entkoppelt werden.

„Die Herstellung unserer Produkte beinhaltet häufig Prozesse, bei denen Kristallzucker zu Puderzucker zermahlen wird. Dieser Produktionsschritt birgt ein erhöhtes Explosionspotenzial“, erläutert Kurt Pfäffli, Head Health, Safety and Environment bei Wander. Während des Mahlvorgangs kann es aufgrund des Zusammenspiels von Puderzucker, Sauerstoff und einer möglichen Funkenbildung zu Staubexplosionen kommen. Daher bedarf es geeigneter Maßnahmen, die sowohl die Mitarbeiter, als auch den Produktionsbetrieb schützen.

Um ein möglichst hohes Sicherheitsniveau zu gewährleisten, lieferte der zuständige Anlagenbauer eine bis 10 bar druckstoßfest ausgelegte Anlage, in die zwei Explosionsschutzventile integriert wurden. Letztere wurden in der Zuluft- sowie in der Filterabluftleitung der Mühle kombiniert mit einer Zellenradschleuse positioniert, da hier der Ein- und Austrag des Produktes erfolgt. Kommt es im Inneren der Anlage zu einer Staubexplosion, werden die Ventile bei Druckwerten von 8 bis 10 bar fest verschlossen.

Zuckermühle optimal geschützt

„Unser Anlagenbauer hat sich für eine explosionstechnische Entkopplung mithilfe der Ventex-Ventile von Rico Sicherheitstechnik entschieden“, erklärt Pfäffli und fügt hinzu: „Dank dieser passiven Lösung ist unsere Produktion nun sehr gut vor den Folgen einer Explosion geschützt“.

Da sich aufkommende Explosionen innerhalb von Sekundenbruchteilen verbreiten, hat der unmittelbare Verschluss betroffener Kanäle höchste Priorität. Das Ventex-Ventil wird dem gerecht. Denn das Funktionsprinzip ermöglicht eine direkte Reaktion auf mögliche Explosionen: Die Druckwelle presst den Schließkörper an die Schließkörperdichtung, woraufhin sich das Ventil schließt und die Ausbreitung von Flammen oder Druckwellen in angrenzende Anlagenteile zuverlässig verhindert. Für die Steuerung ist bei dieser Maßnahme keine Fremdenergie notwendig. Zudem verfügt die Entkopplungslösung über einen niedrigen Ansprechdruck und verursacht einen lediglich geringen Druckabfall. Weitere Vorteile der gleichermaßen unkomplizierten und effektiven Lösung sind die kurze Einbaudistanz sowie die Gewährleistung lediglich minimaler Betriebsunterbrechungen im Falle einer Explosion. Aufgrund des sofortigen Verschlusses des Ventils und somit der Rohrleitung werden außerdem empfindliche Produktionsgüter – wie beispielsweise Lebensmittel – wirksam vor Verunreinigungen geschützt. Die bei Wander zum Einsatz kommenden Ventile des Typs ESI-E sind einfach wirkend und gemäß den Vorgaben der FDA mit entsprechenden Silikondichtungen ausgestattet.

Die Wartung im Fokus

Abgesehen von einem hohen Maß an Sicherheit bieten die Ventile auch Vorteile in puncto Wartung. Allgemein sind mechanische Lösungen weniger wartungsintensiv, als beispielsweise elektronische Entkopplungstechniken. Doch trotz ihrer geringen Anfälligkeit empfiehlt es sich, die herstellerseitigen Kontrollen einzuhalten.

Um das bestehende Sicherheitsniveau kontinuierlich aufrechtzuerhalten, nimmt Wander regelmäßig Serviceleistungen von Rico in Anspruch. Das Wartungsintervall der Ventex-Ventile ist einmal jährlich angesetzt und erfolgt durch den Hersteller selbst. In fünfjährigem Turnus gibt es darüber hinaus eine umfangreichere Inspektion, bei der Komponenten planmäßig ausgetauscht werden.

Die Mitarbeiter von Wander wurden zudem von dem Sicherheitsspezialisten geschult, sodass sie regelmäßige Sichtkontrollen der Ventile in Eigenregie durchführen können. Auf diese Weise wird stets die optimale Funktionalität zugunsten eines zuverlässigen Explosionsschutzes gewährleistet.

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: dei1018rico


Autor: Jozo Colic

Sales Manager Business Development,

Rico Sicherheitstechnik

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