Dichtungswerkstoff mit metalldetektierbarem Additiv

FDA-konform und sicher

Die Detectaseal-Elastomercompounds erfüllen die branchentypischen technischen und hygienischen Anforderungen und sind von einem Metalldetektor aufspürbar
Anzeige
Die Detectaseal-Elastomercompounds von PPE sind FDA-konform und in einem Temperaturbereich von -40 bis +200 °C einsetzbar. Besonderes Merkmal dieser Dichtungswerkstoffe ist, dass sie mit einem metalldetektierbaren Additiv ausgestattet sind. Das heißt: In das Produkt eingeschleppte Dichtungspartikel sind zuverlässig mithilfe eines Metalldetektors nachweisbar.

John Kerwin

Die größte gesundheitliche Gefahr für den Verbraucher geht von Lebensmitteln aus, die mit Glas- und Metall kontaminiert sind. Metallische Verunreinigungen lassen sich sehr gut mithilfe von Metalldetektoren aufspüren, die in fast jeder Produktionsanlage installiert sind. Doch wie sieht es mit Gummiabrieb und Gummiteilchen aus? Sie lassen sich mit Metalldetektoren nicht feststellen. Auf der anderen Seite haben mit Gummiteilchen kontaminierte Lebensmittel in den vergangenen Monaten in Großbritannien mehrere große Rückrufaktionen ausgelöst. Als Quelle für diese Kontaminati-onen kommen beispielsweise Förderbänder, Schläuche oder Dichtungen in Betracht. Letztere sind weit verbreitet, weil sie für eine reibungslose Funktion von Rohrleitungs- und Pumpensystemen sorgen. Dichtungen sind oftmals unter aggressiven Prozessbedingungen, zum Beispiel hohe pH-Werte und Temperaturen, im Einsatz, die ein Integritätsrisiko darstellen. Fällt eine Dichtung aus, stört dies nicht nur den Anlagenbetrieb, sondern es besteht auch die Gefahr, dass Dichtungsteilchen in das Produkt gelangen können.
Vielfältige Anforderungen
Da CIP- und SIP-Verfahren in der Lebensmittelproduktion üblich sind, müssen die hier eingesetzten Dichtungswerkstoffe vor allem gegenüber Wasserdampf und Reinigungsmitteln beständig sein. Weitere Parameter, die einen Einfluss auf die Wahl des Dichtungswerkstoffes haben, sind Temperatur und Druck. Wenn dann noch zwischen statischen und dynamischen Anwendungen unterschieden werden muss, zum Beispiel in einem IBC oder als Wellendichtung in einer Pumpe, wird klar, wie komplex die Auswahl des richtigen Elastomers mit der korrekten Härte für den jeweiligen Anlagenteil ist. Hinzu kommt, dass es in der Lebensmittelindustrie zahlreiche Vorschriften gibt, die ebenfalls bei der Wahl des Dichtungswerkstoffs bzw. der Dichtung zubeachten sind. Im Allgemeinen sind dies die international anerkannte FDA-Bestimmung 21CFR 177.2600 (Rubber articles intended for repeated use) sowie das US-Arzneibuch United States Pharmacopoeia (USP), Class VI. In Europa gilt es als anerkannte Regel, dass Dichtungen für lebensmittelverarbeitende Anlagen den Bestimmungen der EHEDG entsprechen müssen.
Zu den FDA-konformen Dichtungswerkstoffen gehören EPDM, NBR, HNBR, Silikonkautschuk sowie verschiedenen Fluo bzw. Perfluorelastomere. Dichtungen und andere Komponenten aus diesen Werkstoffen sind häufig blau eingefärbt, um sie, beispielsweise im Falle von Abrieb, besser im Produkt sichtbar zu machen. Diese rein optische Maßnahme ersetzt aber keine zuverlässige Detektierbarkeit.
Blau und metalldetektierbar
Eine Lösung für die oben beschriebenen Detektionsprobleme ist Detectaseal. Diese Elastomercompounds erfüllen die branchentypischen technischen und rechtlichen Anforderungen. Darüber hinaus sind Partikel dieser Compounds bis zu einer Größe von 2 mm mithilfe eines Metalldetektors nachweisbar. Dieser von PPE entwickelte Dichtungswerkstoff ist in einem Temperaturbereich von -40 und +200 °C einsetzbar.
Bei der Entwicklung von Detectaseal mussten die Spezialisten von PPE eine Reihe von Herausforderungen meistern. Das waren zum einen die Anforderungen der FDA- und der USP-Bestimmung sowie der anderen gesetzlichen Vorgaben. Zum anderen mussten sie einen Weg finden, wie der detektierbare Zusatzstoff gleichmäßig im Elastomer verteilt werden kann.
Die umfangreiche Entwicklungsarbeit hat sich gelohnt, wie umfangreiche Praxisversuche bei namhaften Lebensmittelproduzenten gezeigt haben. Ohne Einbußen bei den mechanischen Parametern Zugfestigkeit, Elastizität und Druckverformungsrest ist ein metalldetektierbarer Dichtungswerkstoff entstanden. Partikel, die sich aus der Detectaseal-Dichtung herausgelöst haben, lösen bis zu einer Größe von 2 mm zuverlässig den Alarm eines typischen Metalldetektors aus.
Die Detectaseal-Elastomercompounds sind für unterschiedlichste Einsatzfälle erhältlich. Die E-Typen (EPDM) eignen sich vor allem für Prozesse in Gegenwart von Nässe und Lösemitteln. Anwendungen in Gegenwart von Ölen und Fetten halten die N-Typen problemlos Stand. Bei ihnen handelt es sich um Detectaseal-Compounds auf Basis von Nitrilkautschuk. Eine hohe Beständigkeit gegenüber Nässe, Lösemitteln, Fett und Ölen sowie eine hohe Temperaturfestigkeit weisen die V-Typen von Detectaseal auf. Sie basieren auf FPM. Alle Detectaseal-Typen sind in schwarzer oder blauer Ausführung erhältlich. Die schwarzen Dichtungen eignen sich für dynamische, statische und was die mechanische Belastung anbelangt anspruchsvolle Anwendungen. Die blauen Detectaseal-Dichtungen bieten den Vorteil einer besseren Sichtbarkeit; sie können aber nur in statischen Anwendungen eingesetzt werden, wo optimale mechanische Eigenschaften nicht gefordert sind.
Halle 9.0, Stand F6
Online-Info www.dei.de/0509403
Anzeige

Powtech Guide 2019

Alle Infos zur Powtech 2019

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

cav-Produktreport

Für Sie zusammengestellt

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Top-Thema: Instandhaltung 4.0

Lösungen für Chemie, Pharma und Food

Pharma-Lexikon

Online Lexikon für Pharma-Technologie

Prozesstechnik-Videos

Hier finden Sie alle aktuellen Videos

phpro-Expertenmeinung

Pharma-Experten geben Auskunft

Prozesstechnik-Kalender

Alle Termine auf einen Blick

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de