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Inline-Leckdetektion an MAP-Verpackungen

Auf der Suche nach der undichten Stelle
Inline-Leckdetektion an MAP-Verpackungen

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Die neuen Ofenschnecken von M-Back sind ein Verkaufsschlager in den Kühlregalen der Supermärkte. Produziert werden die knusprigen Aufbacksnacks für den Markenartikler Meggle. Bei der Verpackung mit Schutzatmosphäre wird M-Back allerdings mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Als Volltreffer erweist sich hier die Qualitätskontrolle mit dem Airscan-System von Ishida.

Die Ofenschnecken von M-Back sind Kleingebäcke aus Blätterteig, die in zwei Sorten angeboten werden: gefüllt mit einer Kombination aus Hirtenkäse und frischen Kräutern bzw. Spinat. Verpackt werden die Aufbackprodukte in Tiefziehschalen mit jeweils zwei oder drei Stück Inhalt und Füllgewichten von 180 und 300 g.

Undichte Siegelnähte
Nachdem die Ofenschnecken zunächst nur in das europäische Ausland geliefert worden waren, sind sie seit dem Frühjahr 2016 auch auf dem deutschen Markt erhältlich. Bei der Verpackung der empfindlichen Blätterteigwaren gelangen häufig Produktbestandteile in die Siegelnähte der Schalen. Die Folge: Es können undichte Stellen entstehen, durch die Schutzgas entweichen und Feuchtigkeit einziehen kann. In seltenen Fällen treten durch äußere Einflüsse auch Löcher in der Folie auf. Werden solche fehlerhaften Verpackungen nicht aus dem Verkehr gezogen, können Haltbarkeit und Erscheinungsbild der Kühlprodukte beeinträchtigt werden.
„Früher machten wir bei den kleineren Chargen eine Sichtkontrolle“, erklärt Marcel Schwebler, Abteilungsleiter Verpackung bei M-Back. „Dieses Verfahren war angesichts des stark gesteigerten Ausstoßes nicht mehr praktikabel. Also haben wir nach einer vollautomatischen Lösung für die Qualitätskontrolle gesucht, die absolut zuverlässig ist.“ Da traf es sich gut, dass Ishida ungefähr zeitgleich Airscan auf den Markt brachte – ein System für die Leckdetektion bei MAP-Verpackungen.
In Sekundenbruchteilen aufgespürt
Airscan erfasst mit Lasertechnologie austretendes Kohlendioxid (CO2), das in den meisten MAP-Verpackungen für Lebensmittel enthalten ist. Das Hochleistungssystem prüft jede einzelne Schale in weniger als 20 ms auf Spuren von entweichendem CO2. Zuverlässig gefunden werden sogar Löcher mit einem Durchmesser von nur 0,3 mm und das bei Geschwindigkeiten von bis zu 180 Verpackungen pro Minute. Die Anwender reduzieren zugleich die Materialkosten, denn das Prüfverfahren arbeitet anders als Siegelnahttester ohne Druckausübung und daher völlig zerstörungsfrei. Binnen weniger Minuten kann das Inlinesystem in bestehende Verpackungslinien integriert werden und es sind dafür keine Modifikationen der Förderanlagen erforderlich.
M-Back installierte das Airscan-System im April 2016. Ihren Platz fand die Maschine am Ende der Verpackungslinie, eingefügt zwischen weiteren Kontrollsystemen und der Etikettierung. Seitdem hat die Qualitätssicherung ein neues Niveau erreicht. Rund 3 % der Verpackungen werden als undicht erkannt, mittels einer Luftdüse ausgeschieden und in eine Sammelkammer zur anschließenden Neuverpackung befördert.
Die Vorgabe von M-Back war die sichere Identifikation von Leckagen ab 0,4 mm Durchmesser. Die Einhaltung wird regelmäßig überwacht, indem Verpackungen mit einer entsprechenden Nadel angestochen und getestet werden. „Wir finden aber definitiv sogar noch kleinere Löcher“, berichtet Schwebler. „Zur Veranschaulichung: Beim Eintauchen der beanstandeten Verpackungen in ein Wasserbad ist kein Gasaustritt zu beobachten. Im Labor können wir aber die veränderte Zusammensetzung der Gasmischung nachweisen.“
Hohe Leistung
Im Zweischichtbetrieb kontrolliert Airscan 3500 Ofenschnecken-Verpackungen pro Stunde, was einer Bandgeschwindigkeit von 30 m/min entspricht. „Bei der Geschwindigkeit gibt es keine Alternative zum Airscan-System“, so Schwebler, der auch die Anwenderfreundlichkeit und Verfügbarkeit hervorhebt. Die Bedienung des weitgehend wartungsfreien Systems sei extrem einfach und sicher. Für Produktwechsel sind keine Änderungen der Einstellungen erforderlich, einzig der höhenverstellbare Kontrollarm mit dem Sensorkopf muss mitunter den unterschiedlichen Verpackungshöhen angepasst werden. Die Trockenreinigung vor und nach jeder Produktionscharge ist binnen zehn Minuten erledigt.
Die gesammelten Produktionsdaten lassen sich als Schichtberichte ausdrucken. Zukünftig will M-Back das Airscan-System auch an eine Produktionsauswertungssoftware anbinden. Das Qualitätsplus geht einher mit deutlich reduzierten Arbeitskosten, weil die beiden ehemals für die Sichtkontrolle eingesetzten Mitarbeiter heute für andere Aufgaben zur Verfügung stehen. Entsprechend positiv fällt die Bewertung von Marcel Schwebler aus: „Als Inline-Leckagedetektion ist Ishida Airscan für uns Gold wert!“
Halle 15, Stand A25
www.prozesstechnik-online.de Suchwort: dei0517ishida

Thüringens größter Backwarenhersteller

M-Back 

In Gebesee bei Erfurt befinden sich der Sitz und Produktionsstandort der M-Back GmbH. Als Thüringens größter Backwarenhersteller bietet das Unternehmen ein fein abgestimmtes TK- und Kühlwarensortiment von Aufbackprodukten mit hohem Conveniencegrad. Das Unternehmen wurde erst 2009 gegründet und gehört mehrheitlich der Molkerei Meggle (Wasserburg), die zugleich ein Hauptabnehmer des Unternehmens ist. Mit über 300 Mitarbeitern und modernster Anlagentechnik werden jährlich mehrere 100 Mio. Baguettes und Brötchen produziert zur Auslieferung an Großhandel und LEH, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Dabei tritt M-Back im Markt nicht unter seiner Hausmarke auf, sondern produziert konsequent für Handels- und Eigenmarken seiner Kunden.


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