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Optischer Sortierer für gepufftes Getreide

Bewährt sich auch bei großer Beanspruchung
Optischer Sortierer für gepufftes Getreide

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Die Schweizer Kentaur AG setzt seit rund einem Jahr den optischen Sortierer Tomra 3C für die Sortierung von gepufftem Getreide ein. Die Investition hat sich gelohnt: Seitdem die Anlage in Betrieb ist, gehen kaum noch Reklamationen für gepuffte Endprodukte ein. Auch in Zeiten starker Beanspruchung aufgrund von großer Nachfrage während der Corona-Pandemie bewährt sich die Anlage.

Die Kentaur AG aus Lützelflüh im Emmental in der Schweiz hat sich auf die Veredelung von Cerealien im Auftrag von Kunden aus der ganzen Welt spezialisiert. Das breite Angebot an konventionellen und biologischen Produkten – von Flakes über gepuffte Cerealien, coatierte Flakes und Pops bis hin zu Granulaten – wird ausschließlich für Eigenmarken produziert. Etwa 70 % der Produkte gehen in den Export – in den meisten Fällen bereits handelsfähig abgepackt in Faltschachteln mit Beutel oder bedruckten Standbodenbeuteln. Die internationale Kundschaft des Cerealien-Spezialisten legt sehr hohe Maßstäbe an die Qualität. Im
gesamten Prozess unterliegen die Produkte ständigen Prüfprozessen, beginnend beim Einkauf der Rohware und der Zutaten bis hin zur Auslieferung der fertigen Produkte. „Wir investieren kontinuierlich in die Optimierung unserer Standards. Dabei sind uns auch Aspekte wie Nachhaltigkeit und Ethik sehr wichtig, hier sehen wir uns in einer Vorbildfunktion. Dies ist uns mit dem optischen Sortierer Tomra 3C gelungen, der seit gut einem Jahr die Sortierung von gepufftem Getreide übernimmt. Seit die Anlage in unsere Linie integriert ist, gehen die Reklamationen gegen null“, erklärt Andreas Hebeisen, Head of Supply Chain Department bei der Kentaur AG.

Sortierer garantiert hohen Durchsatz

Das Unternehmen setzt modernste Technologien für die Herstellung von gepufftem Getreide ein. Dinkel, Hafer, Weizen und auch kleinteilige Getreidesorten wie Amaranth und Quinoa werden bei diesem Prozess zunächst vorgereinigt, dann vorgewärmt und in einem Druckbehälter bei Temperaturen von 160 bis 180 °C mit Dampf gesättigt. Wenn ein Druck von 14 bar erreicht ist, können die Körner im Expansionskanal der Anlage in Sekundenbruchteilen gepufft werden. Der in die Puffing-Linie integrierte optische Sortierer Tomra 3C übernimmt nach einer ersten Siebung die sorgfältige Sortierung: Auf dreibahniger Zuführung gelangt der Produktstrom zum Sortierer. Die Anlage sortiert 14 kg gepufftes Getreide in nur 40 Sekunden. Sie lässt sich für unterschiedlichste Getreidesorten, aber auch für Hülsenfrüchte oder Saatgut einsetzen.

Im Sortierer bei Kentaur fällt das gepuffte Getreide, das bei diesem Prozess eine bis zu zehnfache Größe angenommen hat, aus dem Trichter auf eine Schüttelpfanne und wird gleichmäßig auf der Zuführrutsche verteilt. Hochauflösende zweifache Laser- und Kameraeinheiten prüfen es von allen Seiten auf verschiedene Parameter. Nur Millisekunden später separiert das intelligente Auswurfsystem die mangelhaften Produkte und schleust sie über die Ausschussrutsche aus. Unbeanstandete Produkte setzen ihren Weg auf der Rutsche für Gutprodukte fort und werden in Big Bags oder ein entsprechendes Silo geleitet. Dort werden sie bei Bedarf für das spätere Coating, z. B. mit flüssigem Zucker, abgerufen oder der Endverpackung zugeführt.

Was nicht stimmt, wird separiert

„Die vorgesiebten Gutprodukte werden auf Verfärbungen oder Verklumpungen geprüft. Unsere Kunden akzeptieren keine dunklen Körner, z. B. solche mit Schalenresten oder zu stark erhitzte Produkte“, erklärt Hebeisen. Aber nicht nur Produkte mit der falschen Größe oder Farbe, sondern auch Fremdteile wie Steine, Stroh, Kunststoff oder Glas filtert der Sortierer mithilfe der Kombination aus multispektraler, impulsgesteuerter LED-Beleuchtungstechnik, beidseitig hochauflösenden RGB-Kameras, Lasertechnologie und Analysesoftware heraus. Damit stellt die Maschine sicher, dass die Cerealien höchste Anforderungen an Lebensmittelsicherheit und Qualität erfüllen. Nur für Metall durchläuft der Produktstrom bei Kentaur zusätzlich einen Metalldetektor. „Die neue Sortieranlage bietet einen entscheidenden Vorteil: Sie sortiert auch winzige Körner höchst zuverlässig. Wir nutzen sie beispielsweise auch für Amaranth und Quinoa. Das sind sehr kleine Gewächse, bei denen es schwierig ist, die schwarzen unerwünschten Produkte von den dunklen guten zu separieren. Dabei ist die Umstellung auf verschiedenste Produkte und Sortiermerkmale sehr einfach und anwenderfreundlich. Die ganze Puffing-Linie wird von einem Mitarbeiter betreut“, so Hebeisen.

Produkttests gaben den Ausschlag

Die Entscheidung von Kentaur für den Sortierer Tomra 3C fiel im Headquarter von Tomra Foods im belgischen Leuven. Hier können Interessenten eigene Produkte gemeinsam mit den Experten des Maschinenbauunternehmens testen. Dafür stehen in dem Kundenzentrum sämtliche der Sortiermaschinen von Tomra Foods zur Verfügung. Die Ergebnisse des Tests werden mit den Spezialisten des Maschinenbauers diskutiert und ausgewertet. Die hier durchgeführten Versuche überzeugten die Verantwortlichen des Schweizer Cerealien-Spezialisten. Nach der Installation und der Inbetriebnahme der Anlage im Werk in Lützelflüh wurden die Resultate bestätigt. „Durch den ganzen Prozess bis zur Inbetriebnahme im Werk wurden wir von den gleichen kompetenten Ansprechpartnern betreut, das hat großes Vertrauen geschaffen“, erklärt Hebeisen.

Besondere Belastung in der Krise

Seit der Installation ist die Produktionslinie inklusive optischem Sortierer bei Kentaur rund um die Uhr in Betrieb, manchmal sogar mehrere Wochen fortlaufend ohne Abschaltung. Die Monate seit Beginn der Corona-Pandemie bedeuteten eine zusätzliche
Belastung für die Anlage und das Team. Hebeisen: „Unsere rund 90 Beschäftigten haben die außergewöhnliche Situation großartig mitgetragen. Wir waren sehr dankbar für die große Nachfrage, während andere Branchen sich große Sorgen machen mussten. Besonders froh sind wir darüber, dass auch unsere Maschinen – darunter die Tomra 3C als Schlüsselfunktion – dieser starken Belastung standgehalten haben.“ Dabei sind auch bei einem 24/7-Betrieb regelmäßige Reinigungen ein ständiger Begleiter, ganz besonders bei einem Produktwechsel. Werden Bioartikel oder glutenfreie Produkte produziert, ist das Säubern besonders aufwendig und kann schon einmal acht bis zehn Stunden dauern. Das Hygienic Design von Tomra ermöglicht eine schnelle Reinigung des Sortierers und hilft den Beschäftigten nicht nur in Zeiten besonderer Beanspruchung, die schnellen Lieferzeiten umzusetzen.

Tomra Food, Compac and BBC Technologies, Leuven, Belgien


Autorin: Juliane Köstler

Freie Autorin für CBC
Hamburg

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