Hydrolysiertes Molkenprotein fördert Insulinbildung

Macht müde Sportler fit

Anzeige
In einer aktuellen Studie, die Wissenschaftler der Universität Limerick in Zusammenarbeit mit Carbery Food erarbeitet haben, konnte gezeigt werden, dass das hydrolysierte Molkenprotein Optipep eine höhere Insulinfreisetzung bewirkt als natives Molkenprotein. Insulin unterstützt die Synthese von Glycogen, das für die Regeneration nach sportlicher Betätigung wichtig ist. Das heißt: Optipep ist ein interessanter Zusatzstoff, wenn es um die Entwicklung von moderner, leistungsfördernder Sportlernahrung geht.

Aine Hallihan

Proteinhaltige Sportlernahrung kann die Anpassungsreaktionen des Körpers beim Sport optimieren. Erhält der Körper jedoch nicht die richtigen Proteine in der benötigten Menge, kann es zu erheblichen Beeinträchtigungen in der Erholungsphase kommen. Das Spektrum reicht hier von einer verlangsamten Zunahme der Muskelmasse über stark erschöpfte Muskeln nach dem Training sowie eine erhöhte Infektionsgefahr bis hin zu einer geringeren Bildungsrate von Glykogen, das die Erholung fördert. Die schnelle Zufuhr von Proteinen ist für einen optimalen Aufbau von Kraft und Muskelmasse nach dem Sport wichtig. Molkenproteine sind aufgrund ihres Aminosäureprofils und ihrer hohen Bioverfügbarkeit für die Erholungsphase nach dem Sport besser geeignet als andere Proteine. Außerdem weisen hydrolysierte Molkenproteine in der Sportlernahrung eine bessere Funktionalität auf.
Im Rahmen einer neuen Studie, die an der Abteilung Sportunterricht und Sportwissenschaften der Universität von Limerick, Irland, in Zusammenarbeit mit Carbery Food Ingredients durchgeführt wurde, verglichen die Wissenschaftler die Wirkung von nativem und hydrolysiertem Molkenprotein auf die Regeneration nach sportlicher Belastung. Es wurde festgestellt, dass durch hydrolysiertes Molkenprotein mehr Insulin freigesetzt wird. Insulin ist das Hormon, das die Synthese von Glykogen für die Erholung nach dem Sport fördert. Glykogen hilft beim Wiederauffüllen der Leber- und Muskelzellen und unterstützt die Zunahme an Muskelmasse durch die Verringerung des Proteinabbaus und die Förderung der Proteinsynthese.
Ziel der Untersuchung war die Bestimmung der insulinotropen Reaktion nach der Aufnahme von nativem und hydrolysiertem Molkenprotein. Außerdem sollte geprüft werden, wie die beiden Molkenproteine die Geschwindigkeit, mit der sich das Verdauungssystem entleert, und die Konzentration der insulinotrop wirksamen Aminosäuren beeinflussen. Die beiden genannten Parameter zählen zu den wichtigsten Primärregulatoren von insulinotropen Reaktionen. Die Wirkung der beiden Molkenproteine ist unabhängig von der Kohlenhydrat- bzw. Glukosekonzentration.
Durchführung der Untersuchung
Sechzehn gesunde Männer tranken jeweils 500 ml einer Lösung, die entweder 45 g Molkenprotein (WP, whey protein) oder Molkenproteinhydrolysat (WPH, whey protein hydrolysate) enthielt. Das für diese Untersuchung eingesetzte hydrolysierte Molkenprotein war Optipep von Carbery Food. Es zeichnet sich durch eine geringe Bitterkeit aus und wurde oral von den Studienteilnehmern aufgenommen. Die randomisierten Untersuchungen fanden im Abstand von sieben Tagen statt. Es wurden vor und nach der Aufnahme der Proteine Blutproben entnommen und analysiert.
Als Ergebnis der Studie wurde festgestellt, dass das hydrolysierte Molkenprotein Optipep im Vergleich zu nativem Molkenprotein um 28 % höhere Spitzeninsulinwerte hervorrief. Der durchschnittliche Insulinwert im Blut erhöhte sich während der drei Stunden nach der Aufnahme um 43 %. Obwohl bekannt ist, dass die gemeinsame Verabreichung von hydrolysiertem bzw. nativem Molkenprotein mit Kohlenhydraten die Insulinreaktion fördert, wird in dieser Studie zum ersten Mal eine glucoseunabhängige Insulinreaktion nach der Aufnahme von Molkenprotein festgestellt und quantifiziert.
Es war nicht möglich, die höhere Insulinproduktion vollständig auf die Hydrolyse der Molkenproteine zurückzuführen. Hinsichtlich der Hauptfaktoren, die eine Erhöhung der Insulinreaktion bewirken können, stellte die Studie fest, dass die Hydrolyse von Molke weder die Geschwindigkeit der Entleerung des Verdauungssystems noch die durchschnittliche Rate der im Blut vorkommenden essenziellen Aminosäuren beeinflusste. Es ist bekannt, dass die Hydrolyse von Molkenprotein die Sekretion der glucoseabhängigen insulinotropen Polypeptide und des glucagon-ähnlichen Peptids 1 (GLP-1) beeinflusst. Allerdings wurde im Rahmen der Studie nicht festgestellt, ob die Stimulation einer höheren Insulinfreisetzung mit einer höheren Ausschüttung der im Darm vorkommenden Hormone, der Inkretine, in Verbindung steht.
Stimuliert Insulinreaktion
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich Molkenprotein als potentes Stimulans für Insulin herausgestellt hat. Die aufgetretene Hyperinsulinämie war unabhängig von Glucose und wurde durch hydrolysiertes Molkenprotein verstärkt.
Um die Erholung nach dem Sport zu verbessern, müsste die Aminosäurenzufuhr erhöht und mit einer Hormonumgebung kombiniert werden, in der die Synthese von Protein und Glykogen gefördert wird. Glykogen ist die wichtigste Energiequelle des Körpers während mäßiger und intensiver sportlicher Aktivitäten. Es kann beim Sport innerhalb von weniger als zwei Stunden aufgebraucht sein. Eine höhere Freisetzung von Insulin mit Hilfe hydrolysierter Molkenproteine kann, wie in der Untersuchung gezeigt hat, die Glykogensynthese fördern und die Wiederauffüllung der Muskeln mit Glykogen nach dem Sport beschleunigen.
Produkte, die hydrolysiertes Molkenprotein enthalten, sind insbesondere für solche Sportarten geeignet, die eine schnelle Erholung erfordern, beispielsweise Tennis, Radfahren, Fußball, Triathlon und Schwimmen. Die Reparatur verletzter Muskeln ist ein anderer, wichtiger Teil des Erholungsprozesses, insbesondere bei anspruchsstarken sportlichen Aktivitäten. Am besten erreicht man dieses durch hohe Aminosäuregehalte und eine verbesserte Insulinsynthese. Beides wird von hydrolysiertem Molkenprotein unterstützt.
Ausdauertraining fordert den Körper extrem. Es kann zu erheblichem Muskelkater, Entzündungen, oxidativen Schäden und zu einer Erschöpfung des Glykogenvorrates in den Typ-II-Muskelfasern (Fast-Twitch-Fasern) führen. Das Ergebnis sind Einschränkungen der Leistungsfähigkeit beim Sport. Da Insulin den Aufbau der Muskeln durch Senkung des Proteinabbaus und gleichzeitige Verbesserung der Proteinsynthese unterstützt, sollte die Ernährung vor und nach dem Sport auf eine entsprechende Insulinproduktion abgestimmt sein. Durch die Aufnahme von hydrolysierten Molkenproteinen wird der Insulinspiegel im Blut auf natürliche Weise angehoben.
Einsatz in Sportlernahrung
Die jüngsten Studienergebnisse zeigen, dass Optipep ein sehr wirkungsvolles hydrolysiertes Molkenprotein ist, das die Leistungsfähigkeit sowohl von Leistungs- als auch Freizeitsportlern fördert. Aber: Das hydrolysierte Molkenprotein hat einen bitteren Geschmack, der durch spezielle Exo- und Endopeptidasen allerdings verringert werden kann. Das heißt: Optipep lässt sich ohne Geschmackseinbußen in Sportlernahrung einsetzen, beispielsweise in proteinhaltigen Fertiggetränken, Instant-Getränkepulvern oder Proteinriegeln.
Online-Info www.dei.de/0609402
Anzeige

Powtech Guide 2019

Alle Infos zur Powtech 2019

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

cav-Produktreport

Für Sie zusammengestellt

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Top-Thema: Instandhaltung 4.0

Lösungen für Chemie, Pharma und Food

Pharma-Lexikon

Online Lexikon für Pharma-Technologie

Prozesstechnik-Videos

Hier finden Sie alle aktuellen Videos

phpro-Expertenmeinung

Pharma-Experten geben Auskunft

Prozesstechnik-Kalender

Alle Termine auf einen Blick

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de